Packender Krimi ohne Happy End

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Alessandro Ficara.

Es waren aufregende Stunden in Cloppenburg – mit Höhen und Tiefen. Eine Chronologie:

12.58 Uhr: Pünktlich wie die Maurer! Wolfgang Richter steuert den Mannschaftsbus des BSV Rehden auf den Parkplatz hinter der Haupttribüne der Cloppenburger TimePartner-Arena. Rehdens verletzter Offensivmann Danny Arend steigt zuerst aus, dicht gefolgt von Torwart Milos Mandic. Der BSV-Tross wirkt tiefenentspannt, Mattia Trinanni winkt lachend in die Kameras. „Es war ruhig im Bus – so wie immer“, berichtet Busfahrer Richter.

13.05 Uhr: Nun rollt der pechschwarz lackierte Bus des VfR Aalen an. Der Zweitligist hat seit Freitag im Hotel „Alte Post“ in Garrel logiert. Die Zweitliga-Kicker nehmen ihr Gepäck aus den Luken, gehen größtenteils gesenkten Hauptes in den Kabinentrakt.

13.20 Uhr: Platzbegehung beider Teams. Aalens Trainer Stefan Ruthenbeck wirkt relaxt. „Es war gut, dass wir schon am Freitag angereist sind. Die siebeneinhalb Stunden im Bus hätten sich bei einer Anreise selbst einen Tag vorher nicht gut auf die Jungs ausgewirkt.“

13.30 Uhr: Stadionsprecher Matthias Giese und Djane Silvia Lange beginnen mit der Moderation. Erste Stimmungs-Tests. Bisher sind aber nur 400 Zuschauer da.

14.00 Uhr: Raus geht's zum Warmmachen – der BSV in schwarzer Trainingskleidung, Aalen mit schwarzen Sweatern, gelben Hosen und gelben Stutzen. Die gelbe Gefahr?

14.02 Uhr: Da ist er wieder: „Rehdinho“, das zwei Meter hohe Maskottchen des BSV Rehden, betritt das Feld. Die Fans jubeln dem Riesenkranich zu.

14.05 Uhr: Nun marschieren auch die Fans mit der weitesten Anreise ins Stadion: die Fans des VfR Aalen, freundlich begrüßt von Stadionsprecher Giese, aber irgendwie wirken die Anhänger nach fast zehn Stunden Busfahrt wie müde Krieger.

14.15 Uhr: Sky-Reporter Uli Potofski erscheint auch auf der Pressetribüne – und verscheucht gleich mal den schreibenden Linksaußen von dessen Sitzplatz.

14.21 Uhr: Die Einlaufkinder aus der E- und D-Jugend des BSV Rehden nehmen Aufstellung – und fiebern ihrem Auftritt entgegen.

14.27 Uhr: Die Mannschaften betreten das Feld – die Tribünen haben sich gefüllt. Es ist angerichtet!

14.30 Uhr: Schiedsrichter Patrick Alt pfeift die Partie an.

14.36 Uhr: Hoppla: Aalens Nejmeddin Daghfous tritt einen Freistoß unten an den linken Pfosten. Das Aluminium besteht die Materialprobe.

14.40 Uhr: Den ersten Warnschuss hat der BSV gut überstanden. Rehden macht die Räume eng, verschiebt gut. Erster Szenenapplaus für einen Konter über Christian Pauli.

14.50 Uhr: Das 1:0 für Rehden: BSV-Kapitän Viktor Pekrul tritt die Ecke von links, Alessandro Ficara zwingt Daghfous zum Eigentor. Aalens Fans sind bedient und nach 20 Minuten Gesang kurz still.

14.53 Uhr: Fast das 2:0 – Pauli köpft knapp am Gehäuse vorbei.

15.17 Uhr: Halbzeit. Den Zwischenstand gibt Stadionsprecher Giese genüsslich und entsprechend laut bekannt.

15.32 Uhr: Weiter geht's. Wie bisher mit mehr Ballbesitz für Aalen, aber ohne Zwingendes.

15.34 Uhr: Minute 48 – jetzt wird es peinlich für die Profis: Ein frecher Freistoß von Pekrul aus gefühlten 35 Metern landet auf dem Netz hinter dem Querbalken. Gelächter auf der Haupttribüne. Die VfR-Fans rütteln ungeduldig am Gästeblock-Gitter – aber auch sie kommen nicht weiter.

15.46 Uhr: Da ist es passiert: Michael Klauß trifft zum 1:1, das so nicht hätte fallen dürfen. Hätte Pekrul doch nach vorn und nicht quer gebolzt…

16.08 Uhr: Fast hätte Marius Winkelmann die Vorfreude auf die Verlängerung zerstört, aber das Geschoss des Rehdener Sechsers rauscht knapp drüber.

16.23 Uhr: Rehdens Joker Mattia Trianni verschaukelt die halbe Aalener Abwehr mit feinem Solo, taucht vor VfR-Keeper Daniel Bernhardt auf, scheitert aber an ihm (93.).

16.47 Uhr: Rehdens Kiala Kifuta köpft an die Latte – es nützt alles nichts: Der Fußball-Gott will hier in Cloppenburg ein Elfmeterschießen!

17.01 Uhr: Wie lange wird das hier dauern? Jeweils drei Schützen haben ihre Elfer schon so dermaßen sicher versenkt, dass kein Ende in Aussicht scheint.

17.04 Uhr: Und dann geht alles ganz schnell. Abwehrchef Stefan Heyken scheitert mit einem gut geschossenen Versuch. Bernhardt hält – der Aalener Held.

ck

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