Letzte Unklarheiten kosteten Nerven

Achterbahnfahrt bis zum Abend

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Die Osnatel Arena unter Flutlicht

Rehden - Von Arne Flügge. Es war ein Tag, der für Friedrich Schilling eine Achterbahnfahrt der Gefühle parat hatte: Für 17 Uhr hatte der Präsident des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden gestern in den Waldsportstätten eine Pressekonferenz anberaumt. Der Spielort des DFB-Pokal-Krachers am Montag, 5. August, um 20.30 Uhr gegen den FC Bayern München sollte bekannt gegeben werden. Doch Pustekuchen!

Juristische Feinheiten verhinderten das endgültige „Go“. Die Pressekonferenz wurde kurzfristig abgeblasen. Dann, am Abend, lösten sich die Unklarheiten in Wohlgefallen auf: „Wir haben uns jetzt für die Osnatel-Arena entschieden“, stellte Schilling nach einem Telefonat mit Jürgen Wehlend, dem Geschäftsführer des VfL Osnabrück, klar.

Bis zum Morgen war zunächst noch alles nach Plan gelaufen. Schilling und der BSV Rehden hatten sich mit dem VfL darauf geeinigt, das Spiel gegen die Bayern in der Arena des Drittligisten auszutragen. Die Verträge waren ausgehandelt, am Vormittag sollten sie unterschrieben werden. Dann aber schalteten die Osnabrücker noch einen Anwalt ein, der verschiedene Novellierungen im Vertragswerk forderte und einige Formulierungen beanstandete. In Windeseile konnten diese Änderungen von Rehdener Seite nicht besprochen und abgesegnet werden.

Jürgen Wehlend vom VfL Osnabrück einigte sich gestern Abend endgültig mit dem BSV Rehden – nach einem Telefonat mit Friedrich Schilling.

„Vielleicht war es unser Fehler, vielleicht haben wir zu früh gedacht, es ist alles klar“, sagte Schilling mit einer Mischung aus Verärgerung und totaler nervlicher Anspannung. Schillings Frust war verständlich, „denn wir wollten den Leuten endlich sagen können, was Sache ist“. Nun kamen neue Fragen auf. „Und im einem Punkt hatten wir noch keine Einigung erzielt“, berichtete der BSV-Macher: „Darüber mussten wir nochmal reden.“ Am Abend besprach er sich mit seinen Vorstandskollegen und erhielt das Okay, dem Eigentümer des Stadions in dieser strittigen Passage entgegen zu kommen. Nach dem Anruf bei Wehlend meldete Schilling Vollzug: „Wir haben uns endgültig entschieden und diesen strittigen Punkt ausgeräumt.“ Um was es dabei genau ging, wollte der Chef der Schwarz-Weißen nicht näher erläutern.

Doch die Erleichterung war dem 62-Jährigen anzumerken. „Es ist doch klar, die letzten Tage waren total stressig, dann kommt wieder was dazwischen – da ist man schon ein bisschen angefasst.“

Dass der Deal mit Osnabrück am Ende noch hätte platzen können, stand trotz der Last-Minute-Verzögerung nicht zur Debatte: „Ich denke, wir werden eine Einigung finden“, hatte Schilling bereits am Nachmittag vermutet. Auch der DFB wurde nicht ungeduldig.

Nun aber können Schilling & Co. weiter planen. Warum sich der Club entschieden hat, das Pokalspiel gegen den Triple-Sieger aus München in Osnabrück auszutragen und nicht im von vielen favorisierten Bremer Weserstadion, wollte er noch nicht sagen. „Wenn alles geregelt ist, werden wir uns ausführlich äußern“, erklärte der BSV-Macher.

Mit derart vielen Schwierigkeiten und Hindernissen hatten Schilling und sein Kreativ-Team bei Beginn der Stadionsuche anscheinend nicht gerechnet. „Vielleicht“, sagte er, „hätten wir den Bogen der Stadien weiter spannen sollen.“ In Meppen beispielsweise steht ein Flutlicht-taugliches Stadion, das – wie Osnabrück – 16 000 Zuschauern Platz bietet. Als Miete nehmen die Emsländer angeblich nur 10 000 Euro. Demnächst findet dort ein Testspiel zwischen Werder Bremen und Ajax Amsterdam.

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