Morgiges Heimspiel gegen Wolfsburg II letzter Auftritt für Coach Muzzicato und sechs Spieler

Von Abschieden und Neuanfängen

Abschied nach eineinhalb Jahren: Tim Rieckhof kehrt zum TuS Sulingen zurück. Fotos: ck

Rehden – Nur gut für den BSV Rehden, dass er jetzt erst eintritt – jener Moment vor einem Spiel, in dem Cheftrainer Benedetto Muzzicato so gar nicht weiß, was auf ihn zukommt. Einerseits kann er nämlich nicht einschätzen, in welcher Formation der VfL Wolfsburg II am Samstag ab 14.00 Uhr als frisch gebackener Meister der Regionalliga Nord in den Rehdener Waldsportstätten antritt. „Ich denke aber schon, dass Wolfsburg einige Leute für das Aufstiegs-Hinspiel am Mittwoch gegen Bayerns Zweite schont“, schätzt der 40-Jährige. Andererseits „habe ich keine Ahnung, was vor dem Spiel passiert“, gesteht der zu Viktoria Berlin wechselende A-Lizenz-Inhaber: „Vielleicht will der Verein mich ja auch gar nicht verabschieden.“

Doch da irrt der Vater der mit 46 Zählern besten Rehdener Regionalliga-Saison aller Zeiten, wie Sportvorstand Michael Weinberg verrät: „Wir werden natürlich Benedetto im würdigen Rahmen danken – aber auch den Spielern, die uns verlassen.“ Neben Yannis Becker, der sich wie Muzzicato dem Berliner Nordost-Regionalligisten anschließt, sind das Linksfuß Tim Rieckhof, Torwart Philip Faderl, Offensivmann Ronaldo Felix jr., Mittelfeldspieler Nnaemeka Anyamele und Innenverteidiger Augusto Canzian da Silva. Außer Rieckhof, der zu Landesligist TuS Sulingen zurückkehrt, haben die übrigen noch keinen neuen Verein. „Bei Ronaldo sieht es aber so aus, dass er in seine Heimat Brasilien zurückkehrt. Bei Philip geht die Tendenz eher in Richtung USA“, schildert Weinberg.

Samstag Vorstellung des neuen Trainers?

Im Vergleich zu anderen Rehdener Saisonenden nimmt sich die Zahl der Abgänge nach jetzigem Stand damit recht überschaubar aus. Und Weinberg hofft, dass das so bleibt. „Wir sind weiter in Gesprächen – und die gestalten sich bisher recht positiv“, sagt er über den Stand der Planungen mit dem aktuellen Kader. Auf seiten der Neuzugänge stehen bereits drei Namen fest: Neben Mittelfeldmann Julian Fehse und Abwehrspieler Enrico Müller stattete der BSV in Person von Torwart Lars Goebel einen dritten jungen Mann aus der eigenen Niedersachsenliga-A-Jugend mit einem Vertrag fürs Regionalliga-Team aus. „Lars kennt schon ein bisschen die Strukturen im Team, hat dort trainiert und im Kader gestanden“, sagt der Sportchef über den in Barver wohnenden Schlussmann.

Ebenfalls auf der Zielgeraden befindet sich der BSV in puncto Trainersuche. „Vielleicht können wir schon vor dem Heimspiel am Samstag den neuen Mann präsentieren“, schildert Weinberg. Abschließende Gespräche sollten am heutigen Freitag folgen. „Wir wollten uns da nicht von außen unter Druck setzen lassen und haben uns mit dem Findungsprozess Zeit gelassen, weil es hundertprozentig passen muss“, unterstreicht Weinberg.

Ziemlich viel passen muss für die Schwarz-Weißen auch am Samstag, wenn sie gegen den Liga-Meister aus Wolfsburg etwas Zählbares in den Waldsportstätten lassen wollen. Denn selbst ohne seine vermeintlich erste Elf bestehe der Kader von Trainer Rüdiger Ziehl (Muzzicato: „Mein Kollege macht dort einen tollen Job“) durchweg aus Drittliga-tauglichen Fußballern, warnt der BSV-Coach. Andererseits will er selbst einige Akteure, die sonst nicht so zu ihren erhofften Spielanteilen kamen, „für das belohnen, was sie während der Saison fürs Team geleistet haben“. Ersetzen muss er den angeschlagenen Tobias Esche. Offensivspieler Mohammed Salifou hat seine Schultereckgelenksssprengung zwar auskuriert und schon wieder mit der Mannschaft trainiert, für den Kader wäre es aber noch zu früh.  ck

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