Aber Sonntag zählt für Predrag Uzelac nur sein neuer Club – der VfB Oldenburg

„Ich leide mit Rehden“

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Familienjubel: Zum Einstand von Trainer Predrag Uzelac am Sonntag in Oldenburg traf Sohnemann Franko zum 1:0. Am Ende gewann das Team bei Eintracht Braunschweig II mit 3:1.

Oldenburg - Von Arne Flügge. Wenn Fußball-Regionalligist BSV Rehden und der VfB Oldenburg aufeinandertreffen, dann ist das auch immer so eine Art Klassentreffen. Oldenburger Spieler wie Torsten Tönnies, Paul Kosenkow, Florian Stütz und zuletzt auch Alessandro Ficara schnürten bereits die Schuhe für Rehden.

Seit zehn Tagen ist ein weiterer Ex-Rehdener für die Oldenburger aktiv – und zwar in verantwortlicher Position: Trainer Predrag Uzelac. Vor dem Spiel der Rehdener am Sonntag (14.00 Uhr) in Oldenburg sprachen wir mit dem 48-Jährigen, der im August 2013 in Rehden zurückgetreten war und nun beim VfB die Nachfolge des entlassenen Kristian Arambasic angetreten hat.

Herr Uzelac, Sie sind quasi über Nacht Trainer in Oldenburg geworden. Wie kam es dazu?

Predrag Uzelac: Der Kontakt besteht ja schon lange, zumal mein Sohn Franko ja in Oldenburg spielt. Von daher bin ich oft in Oldenburg. Nach der Entlassung des Trainers, wurde ich spontan gefragt und habe dann auch sehr schnell zugesagt. Es hat sich alles sozusagen über Nacht ergeben.

Sie hatten dann auch einen Einstand nach Maß. Oldenburg gewann 3:1 bei Eintracht Braunschweig II.

Uzelac: Wir hatten vor dem Spiel nur drei Trainingseinheiten. Das war eine kurze Zeit. Aber die Mannschaft hat in Braunschweig gleich eine starke Reaktion gezeigt. Ich bin sehr zufrieden mit dem, was ich dort gesehen habe. Wichtig waren vor allem aber die drei Punkte. Jetzt wollen wir gegen Rehden nachlegen, um uns weiter Luft zu verschaffen. Aber das wird nicht einfach. Das habe ich der Mannschaft schon gesagt.

Die Trainerwechsel in Oldenburg und Rehden fanden ja fast zeitgleich statt. Wäre eine Rückkehr nach Rehden auch eine Option gewesen?

Uzelac: Ich weiß nicht, nein eigentlich nicht. Rehdens Überlegungen gingen ja in eine andere Richtung. So, wie es jetzt gekommen ist, ist es gut. Und ich freue mich riesig auf meine neue Aufgabe.

Der BSV Rehden ist auf einen Abstiegsplatz abgerutscht. Hat Sie das überrascht?

Uzelac: Ja, schon. Ich habe im Mai noch mit Friedrich gesprochen (BSV-Boss Friedrich Schilling/d. Red.), und da wollte Rehden oben mitspielen. Aber im Fußball kann viel passieren. Das macht den Sport ja so interessant, aber auch unberechenbar.

Leiden Sie mit ihrem Ex-Club?

Uzelac: Ja, schon ein wenig, keine Frage. Die 14 Monate in Rehden waren etwas ganz Besonderes für mich und werden es auch bleiben. Wir hatten eine bewegte Saison mit der DFB-Pokal-Qualifikation, dann dem Spiel gegen die Bayern. Da kommt vieles zusammen. So etwas vergisst man nicht. Von daher habe ich den Jungs immer Erfolg gewünscht.

Aber am Sonntag ruhen diese Gefühle.

Uzelac: Natürlich. Wir spielen zu Hause und wollen das Spiel gewinnen, ganz klar. Natürlich freue ich mich, einige Spieler wiederzusehen, die ich noch trainiert habe, von daher ist es für mich ein besonderes Spiel. Aber jetzt zählt der VfB Oldenburg. So ist nun mal Fußball.

In Daniel Gunkel ist nun ein ehemaliger Spieler von Ihnen Übergangstrainer in Rehden. Trauen Sie ihm zu, die Mannschaft aus dem Tal zu holen?

Uzelac: Natürlich. Daniel hat als Spieler Bundesliga-Erfahrung. Er ist ein strategischer Fußballer, der seinen Weg als Trainer machen wird.

In Oldenburg trainieren Sie jetzt Ihren Sohn Franko. Besteht da kein Konfliktpotenzial?

Uzelac: Nein, dafür gibt es keinen Grund. Franko ist schon lange Stammspieler in der Innenverteidigung. Und wenn es um Fußball geht, dann ist er nicht Sohn, sondern Spieler. Und ich bin nicht Vater, sondern Trainer. Er wird genauso kritisch beobachtet wie die anderen Spieler. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

In Alessandro Ficara ist ein Spieler nach Oldenburg gekommen, der vor einigen Wochen noch in Rehden spielte. Wie macht er sich?

Uzelac: Bestens. Er trainiert sehr gut und hat auch schon einige wichtige Tore geschossen. Er fühlt sich hier wohl und ist in der Mannschaft anerkannt.

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