36-jähriger Ex-Profi folgt dem Papa auf den Trainerstuhl des Regionalligisten

Wie der Vater, so der Sohn: Gerber wird Rehden-Coach

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In die Mitte genommen: Fabian Gerber, neuer Trainer des Fußball-Regionalligisten BSV Rehden, wurde gestern Abend von Vereinsboss Friedrich Schilling (rechts) begrüßt. Teammanager Peter Schöne (links) hatte die Verpflichtung mit eingefädelt.

Rehden - Von Arne Flügge. Die Suche ist beendet: Pünktlich zum Start in die Vorbereitung heute (18.30 Uhr) hat Fußball-Regionalligist BSV Rehden gestern Abend seinen neuen Trainer präsentiert. Fabian Gerber heißt der Chefcoach, ist 36 Jahre jung und Ex-Profi. Gerber? Da war doch was? Richtig: Nach dem Weggang von Alexander Kiene im Oktober hatte Vater Franz Gerber die Rehdener interimsweise bis zur Winterpause gecoacht. Jetzt rückt sein Sohn auf den Chefsessel. Vorerst bis zum 30. Juni 2017. „Darauf haben wir uns erstmal verständigt“, sagte BSV-Boss Friedrich Schilling.

Für Fabian Gerber, der Ende April 2015 die A-Lizenz erworben hat, ist Rehden die erste Station als hauptverantwortlicher Trainer bei einem Team in der vierten Liga. Der ehemalige Profi von Hannover 96, FC St. Pauli, Mainz 05, SC Freiburg und FC Ingolstadt hatte in den Wochen vor Weihnachten bei seinem Vater in Rehden hospitiert und war den Rehdener Verantwortlichen aufgefallen. „Die Art und Weise, wie er an die Sache rangegangen ist, die klare Linie, die er dabei zeigte – das hat uns gefallen“, erklärte Rehdens neuer Teammanager Peter Schöne. Gerber habe im Ausland und bei vielen Bundesligisten hospitiert, darunter im Januar 2014 bei Borussia Dortmund unter Trainer Jürgen Klopp. „Zudem kann Fabian auf eine 16-jährige Profikarriere zurückblicken. Er weiß, wie das Geschäft läuft“, erklärte Schöne – und versuchte damit alle Zweifel zu zerstreuen, dass es vielleicht auch gefährlich ist, einen Trainer-Novizen zu verpflichten. Der Manager kennt Fabian Gerber seit dessen Zeit als 17-jähriger Spieler beim TuS Celle, wo Vater Franz seinerzeit Trainer war. „Und mit Leuten, die man kennt, zu arbeiten, ist immer einfacher. Fabian kennt das Umfeld in Rehden, weiß, welche Philosophie der Verein hat – und er trägt die voll mit“, ergänzte der 57-Jährige: „Er ist ein junger Trainer, der in das ganze System Rehden passt. Wir trauen ihm diese Aufgabe absolut zu.“

Und Gerber geht seine Arbeit mit einer „großen Vorfreude“ an, wie er sagte: „Ich habe richtig Lust darauf und hoffe, etwas bewegen zu können.“

Schilling erklärte, dass Fabian Gerber „die ganze Zeit eine Option gewesen“ sei. Und der habe dem Club deutlich zu verstehen gegeben, dass er die Herausforderung annehmen möchte. „Er weiß, wie es in Rehden läuft und ist zu der Überzeugung gekommen, dass er bei uns Trainer werden möchte“, so der BSV-Boss weiter. Gerber sehe es als große Chance für den Einstieg in die Trainerkarriere an. „Und diese Chance will er unbedingt nutzen“, sagte Schilling. Von daher sei Gerber dem BSV Rehden bei den Verhandlungen um die Rahmenbedingungen „weitgehend entgegengekommen“, wie der BSV-Chef meinte.

Mit der Verpflichtung von Fabian Gerber als Chefcoach hat der BSV Rehden nun einen weiteren wichtigen Baustein „für unseren Neustart“ bekommen, wie sich Schilling ausdrückte. Denn zwischen Oktober und Dezember hatten in Kiene (TSV Havelse), Sportvorstand Markus Kompp (Vorstandsvorsitzender bei Hansa Rostock) und Co-Trainer Sandy-Peter Röhrbein (Geschäftsführer beim TuS Celle FC) gleich drei Mann aus der Führungsetage den Club verlassen. Das neue Manager-Team war bereits Ende November mit Sportvorstand Markus Weinberg sowie Teammanager Peter Schöne besetzt worden, nun ist auch ein Trainer gefunden. Gespräche mit einem neuen Co-Trainer an der Seite von Urgestein Jacek Burkhardt stehen unmittelbar vor dem Abschluss, wie Schilling bestätigte.

Bleibt die Mannschaft. Auch die dürfte sich bis zur Schließung des Transferfensters Ende Januar noch verändern. Fest steht, dass Ersatzkeeper Kevin Birk gehen will, weil er mit der Reservistenrolle nicht zufrieden ist. „Da sind wir aber gewappnet. Wir stehen bereits mit Torhütern in Kontakt“, erklärte Schöne. Die Mittelfeldspieler Isaak Akyere und Serhan Zengin spielen in den Rehdener Planungen keine Rolle mehr. Fraglich ist noch die Situation bei Mittelfeldspieler Christian März, der bislang den Durchbruch nicht geschafft hat. Gespräche mit potenziellen Neuzugängen werden jetzt aufgenommen. „Wir laden in den kommenden Wochen einige Spieler zum Probetraining ein“, kündigte Schilling an.

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