20-jähriger Osnabrücker für die Defensive

Aaron Goldmann neu in Rehden

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Willkommen in Rehden! Der stellvertretende Fußball-Vorstand Markus Kompp (l.) begrüßte Aaron Goldmann in den Waldsportstätten. Der 20-Jährige unterschrieb einen Zweijahresvertrag.

Rehden - Von Cord Krüger. Es ist eine zunehmend seltene Tugend im Fußball-Geschäft. Doch Aaron Goldmann, so viel scheint bereits vor seinem allerersten Spiel für den BSV Rehden sicher, bringt sie mit: Konstanz.

Denn trotz seiner erst 20 Lenze spielt der Defensiv-Allrounder schon seit zehn Jahren für den VfL Osnabrück, hat dort alle infrage kommenden Jugendmannschaften durchlaufen, sich in der B- und A-Jugend-Bundesliga durchgesetzt, mit 18 in der Reserve des Drittligisten debütiert und sich seitdem auch dort etabliert. Jetzt, nach seiner ersten kompletten Oberliga-Saison mit 27 von 30 möglichen Einsätzen, wagte der 1,84-Meter-Mann den ersten Sprung zu einem anderen Verein und unterschrieb am Montagabend einen Zweijahresvertrag beim Regionalligisten.

„Das ist für mich der nächste Schritt – und ich versuche, mich dort durchzusetzen“, erklärte Goldmann: „Und wenn ich dann mal in der Zweiten spiele, ist das auch kein Problem für mich. Dafür habe ich zu viel Lust auf Fußball.“

Das erkannten auch Rehdens „Späher“ in einigen Spionage-Einsätzen sowie in den Probetrainings. Goldmann selbst kam mit Rehden zuerst in einem Sommer-Testspiel der Lila-Weißen in Kontakt. „Da habe ich gesehen, dass hier eine gute Mannschaft vorhanden ist. Auch die ganze Anlage in den Waldsportstätten und nun die Verpflichtung des neuen Trainers Andreas Petersen haben mich überzeugt. Das Gesamtpaket passt einfach“, erklärte der Neuzugang.

Doch schon der bisherige Trainer Björn Wnuck hatte den Linksfuß, der sowohl im defensiven Mittelfeld als auch im Abwehrzentrum spielen könnte, auf dem Wunschzettel. Dann allerdings musste Wnuck wegen der fehlenden A-Lizenz den Viertligisten verlassen – der Wechsel hing in der Schwebe. „Aber der Junge ist ruhig und geduldig geblieben, bis wir einen neuen Trainer gefunden und nun auch Andreas Petersen von ihm überzeugt hatten“, sagte Rehdens stellvertretender Fußball-Vorstand Markus Kompp – und wusste spätestens seitdem um den „ganz tollen Charakter“ seiner 1,84 Meter großen Neuerwerbung: „Ein feiner Kerl, der gut zu uns passt.“

Vielleicht nimmt Goldmann aus dieser Ruhe jene Zuverlässigkeit, die ihn beim VfL II schnell zum Stammspieler reifen ließ – erst als „Sechser“ vor der Abwehr sowie in der nun abgelaufenen Rückserie fast komplett in der Innenverteidigung. „Ich fühle mich auf beiden Positionen wohl“, verrät Goldmann, der Pass-Sicherheit und Stellungsspiel als seine Stärken sieht. „Und ich mag es, das Spiel von hinten heraus zu steuern.“

Anders als bei vielen Fußballern des BSV war der Wechsel nicht mit einem neuen Job verbunden: Goldmann wird bei den Stadtwerken in Osnabrück seine Ausbildung zum Industriekaufmann beenden. „Das ist wichtig“, weiß der Nachwuchsmann. „Denn irgendwann ist ja mit dem Fußball Schluss.“ Ganz solide eben.

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