1:3-Pleite bei Hannover 96 II – jetzt droht es langsam ungemütlich zu werden

Peinliche Gegentore bringen Rehden in die Bredouille

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Einer der wenigen Rehdener, die sich über die gesamten 90 Minuten wehrten: Marius Winkelmann (li.).

Aus Hannover berichtet Arne Flügge. Der Frust saß tief – bei Trainern und Spielern. „Wir haben uns wieder einmal selbst geschlagen“, klagte Kapitän Viktor Pekrul nach der 1:3 (0:2)-Pleite von Fußball-Regionalligist BSV Rehden bei Hannover 96 II: „Wir waren vor dem Spiel so motiviert, und dann kassieren wir wieder so blöde Gegentore. Das geht doch schon die ganze Saison so.“

Und wenn diese individuellen Fehler nicht bald abgestellt werden, könnten die Rehdener plötzlich in Tabellenregionen abgleiten, die sie eigentlich nur von der Ferne sehen wollten. „Wir müssen aufpassen, dass wir jetzt nicht in einen Negativtrend rutschen“, warnte Linksverteidiger Christian Pauli. Er sagte aber auch: „Die Saison ist noch jung. Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen.“

Doch wie einfach der BSV Rehden in Hannover die Gegentore kassierte – das machte schon ein wenig Angst. Nachdem Pauli ausgerutscht war, wurde Hannovers Fabian Pietler überhaupt nicht am Flanken gestört, Kapitän Roman Prokoph stand in der Mitte mutterseelenallein und schob den Ball ins Tor (27.). Haarsträubender allerdings noch das 0:2 in der 36. Minute, als nur zwei Hannoveraner gleich vier Rehdener zum Tanz baten und erneut Prokoph ungehindert vollstreckte. „Das war schon absolut peinlich“, sagte BSV-Trainer Andreas Petersen, „wir waren viel zu naiv und zu passiv. Wir haben wieder einmal Geschenke verteilt.“ Fast sogar noch mehr, hätte nicht Rehdens Keeper Milos Mandic nach zuvor fürchterlichen Abspielfehlern seiner Vorderleute nicht zweimal glänzend gerettet (10./13.).

Zugegeben, der BSV Rehden war einem Tor in der ersten Halbzeit auch nahe gewesen, hatte aber zweimal Pech: Zunächst verweigerte Schiedsrichter Dennis Senning (SC Marklohe) den Gästen einen klaren Elfmeter. Hannovers Vladimir Rankovic war der Ball im Strafraum an die Hand gesprungen, doch der Pfiff blieb aus (24.). Und in der 30. Minute, kurz nach dem 0:1-Rückstand, traf Mattia Trianni nur den Pfosten.

In der Pause „hat es dann eine deutliche Ansprache gegeben“, sagte Petersen. Und die schien auch gefruchtet zu haben. Rehden kam wesentlich präsenter aus der Kabine und durch Marius Winkelmann auch zum Anschlusstreffer (59.). Bedingt allerdings durch ein Missverständnis zwischen Hannovers Keeper Timo Königsmann und Rankovic. „Wir waren wieder dran“, meinte Rechtsverteidiger Pekrul, doch fast schon im Gegenzug klingelte es schon wieder im Rehdener Gehäuse. Wieder hatte die Abwehr den 96-Spielzug nicht unterbunden, die Flanke zugelassen und Torschütze Sebastian Ernst völlig freistehen lassen (62.).

„Erneut so ein blödes Tor. Wir haben die Bälle einfach nicht gut verteidigt“, merkte Pekrul an – und forderte für die nächsten Spiele: „Wir müssen intensiv an unserer Einstellung arbeiten, kompakt stehen und über den Kampf kommen. Wir dürfen auch gern mal dreckige Siege feiern.“

Und Stürmer Omar El-Zein ergänzte: „Wir haben erneut den Kampf nicht angenommen. Das darf nicht wieder passieren. Wir dürfen jetzt nur noch den einfachen Fußball spielen. Und das bedeutet: Teamgeist, Laufbereitschaft, Kampfgeist.“ Ganze Kerle sind also gefragt. Denn was der BSV Rehden zuletzt abgeliefert habe, sei „kein Männerfußball“, merkte Pauli an: „Sondern das andere...“

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