Merkel unter Beschuss

Markus Lanz: Haseloff platzt im ZDF-Talk fast der Kragen wegen Merkel - „Es ist die Sorge der Kanzlerin ...“

Markus Lanz unterhält sich mit Politiker Reiner Haselhoff.
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Politiker Reiner Haselhoff war am Dienstag zu Gast bei Markus Lanz.

CDU-Ministerpräsident Reiner Haselhoff war am Dienstagabend zu Gast in der ZDF-Talkshow „Markus Lanz“. Dort teilte der Politiker gegen Kanzlerin Angela Merkel aus.

  • Der Teil-Lockdown in Deutschland aufgrund der Corona*-Pandemie soll bis Ende November gelten.
  • Am Montag (16. November) berieten die Länder-Chefs mit Kanzlerin Angela Merkel* über das weitere Vorgehen.
  • Reiner Haselhoff (CDU) kritisierte die Kanzlerin in der ZDF-Talkshow Markus Lanz*.

München - Der Coronavirus-Gipfel am Montag (16. November), bei dem die Länder-Chefs mit Kanzlerin Angela Merkel über das weitere Vorgehen berieten, sorgte für viel Gesprächsstoff. Dringliche Appelle, jedoch keine weitgehenden Maßnahmen, wie Merkel es sich gewünscht hätte, kamen als Ergebnis zustande. Ursprünglich war mehr als eine Zwischenbilanz jedoch nach zwei Wochen Lockdown auch gar nicht geplant. In der Beschlussvorlage des Bundeskanzleramtes fanden die Länder-Chefs jedoch neue, verschärfte Corona-Maßnahmen vor.

Im ZDF-Talk mit Markus Lanz* hielt sich Reiner Haselhoff (CDU), Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, nicht zurück und kritisierte die Kanzlerin für ihre Vorgehensweise.

ZDF-Talk „Markus Lanz“: Haselhoff nach Corona-Gipfel sauer - „So war das nicht vereinbart“

„Was hat Sie am meisten genervt, Herr Haselhoff?“, fragte Markus Lanz* gleich zu Beginn der ZDF-Talkshow und fügte hinzu, „Wir können offen reden.“ Darauf ging der CDU-Politiker auch direkt ein: „Mich hat eigentlich nur eines genervt. Dass das Papier des Bundeskanzleramtes zu spät gekommen ist.“ Zu diesem Zeitpunkt - „kurz vor Mitternacht“, wie Haselhoff erklärte, - habe er schon im Bett gelegen und geschlafen.

„Eigentlich kommt das ein bisschen früher, sodass man noch einmal draufschauen kann“, kritisierte er. So sei „eine gewisse Konfrontation“ entstanden, führte er diesbezüglich weiter aus. Als er um sechs Uhr in der Früh am Montag schließlich die Nachrichten angeschalten habe, sei bereits aus dem Papier zitiert worden. „Da habe ich gesagt: So war es nicht vereinbart und so wird es auch nicht kommen.“

Haselhoff bei Markus Lanz (ZDF): „Sorge der Kanzlerin, dass bestimmte Dinge nicht mehr eintreten“

„Es ist die Sorge der Kanzlerin, des Bundeskanzleramtes, dass bestimmte Dinge nicht mehr eintreten“, antwortete CDU-Politiker Haselhoff auf die Frage von Markus Lanz, warum sich am Montag alles so abgespielt habe. Als Beispiel für „bestimmte Dinge“, nannte er den „harten Lockdown“ aufgrund hoher Infektionszahlen in Österreich. Ähnliches wolle man in Deutschland vermeiden.

All das sei „doch ein harter Affront“, sagte Lanz auch im Hinblick dessen, dass Details der Beschlussvorlage an die Presse gegeben wurden. Haselhoff machte daraufhin noch einmal deutlicher, dass die Beschlussvorlage einfach zu spät gekommen sei, weil man „relativ frei darüber diskutieren“ und es es nicht schon vorab in der Zeitung lesen wolle.

ZDF-Talk: Reiner Haselhoff appelliert - „Besser organisieren und anders miteinander umgehen“

„Im Prinzip könnte man zu diesen ganzen Veranstaltungen die Medien ja schon zuschalten“, sagte der Politiker hinsichtlich Zitaten, die während der Sitzung an die Presse weitergegeben wurden, und setzte seinen nächsten Hieb: „Das würde vielleicht auch einige disziplinieren.“

Auf die Aussage, dass bereits der Vorschlag gemacht wurde, Handys bei solchen Sitzungen vorab abzugeben, wendete er ein: „Wir sind doch auch nicht im Kindergarten. Man muss erwarten, dass [...] eine Diskretionsebene da ist, die man respektiert. Damit diese existenziellen Entscheidungen auch vernünftig vorbereitet werden können“, appellierte er.. „Aus der gestrigen Veranstaltung haben wir alle gelernt, dass wir besser organisieren und anders miteinander umgehen müssen“, kritisierte er noch einmal deutlich.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in der Beschlusslage beispielsweise die Selbstquarantäne bei Erkältungssymptomen wie Schnupfen und das Tragen von Masken in Grundschulen vorgeschlagen. Ein weiterer Corona-Gipfel soll am Mittwoch, 25. November, stattfinden. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks (mbr)

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