Nach Anschlag von Ankara

YPG: Türkische Vorwürfe sind Vorwand für Syrien-Einmarsch

 
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Die beschädigten Busse am Anschlagsort.  
 
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Nach dem Selbstmordattentat in Ankara wurden bei einem Bombenanschlag auf die Armee in der Südosttürkei mindestens sechs Soldaten getötet.  
 
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Nach dem Anschlag in Diyarbakir: Die Türkei wird von einer Terrorserie erschüttert.  
 
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Angehörige warten vor der Gerichtsmedizin.  
 
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"Für dieses barbarische Verbrechen gibt es keine Rechtfertigung", erklärte das russische Außenministerium.  
 
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Ein gewaltiger Feuerball im Regierungsviertel von Ankara. 
 
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Feuerwehrleute kämpfen nach der Explosion in Ankara gegen die Flammen.  
 
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Ermittlungen am Tatort im Zentrum Ankaras.  

Istanbul - Die türkische Regierung hat syrische Kurdenmilizen für den Anschlag von Ankara verantwortlich gemacht. Diese sprechen nun von einem Vorwand, um in die Kurdengebiete in Nordsyrien einzudringen.

Die kurdischen YPG-Milizen in Syrien haben die türkischen Anschuldigungen zum Anschlag von Ankara als Vorwand für einen Einmarsch in Nordsyrien bezeichnet.

"Das erste, was sie nach dem Anschlag gemacht haben, war, uns wegen des Vorfalls zu beschuldigen", sagte YPG-Sprecher Redur Xelil der kurdischen Agentur Firat. "Damit erfinden sie einen Vorwand, um in Rojava einzudringen." Rojava ist die kurdische Bezeichnung für die Gebiete in Nordsyrien unter YPG-Kontrolle.

Xelil wies erneut jede Verantwortung für den Anschlag in Ankara zurück. "Wir haben bereits zuvor mitgeteilt, dass wir keine Angriffe auf den türkischen Staat verüben", sagte er.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beharrte darauf, dass die YPG für die Tat verantwortlich sei. Nach seinen Angaben gehörte der syrische Selbstmordattentäter, der am Mittwoch 28 Menschen in Ankara mit in den Tod riss, "definitiv" der YPG an. Die YPG ist der bewaffnete syrische Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Das türkische Militär verstärkte den grenzüberschreitenden Beschuss von Gebieten unter YPG-Kontrolle, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitteilte. Die Armee beschießt YPG-Gebiete seit Tagen mit Artillerie.

Zahl der Festnahmen erhöhte sich auf mindestens 17

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtete, die Nato-Verbündeten hätten der Regierung in Ankara signalisiert, dass sie im Falle einer von der Türkei provozierten militärischen Auseinandersetzung mit Russland nicht mit dem Beistand der Allianz rechnen kann. Moskau unterstützt das syrische Regime. Im Falle einer Bodenoperation der Türkei in Syrien würde ein offener Konflikt mit Russland drohen.

Nach dem Anschlag von Ankara erhöhte sich die Zahl der Festnahmen in der Türkei auf mindestens 17. Zu den Festnahmen sei es bei Operationen der Polizei in mindestens sieben Provinzen gekommen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Freitag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Am Donnerstag hatte Davutoglu gesagt, der Anschlag vom Tag zuvor sei "vollständig aufgeklärt".

Lesen Sie hier: 

Nach Anschlag in Ankara: Türkei kündigt Vergeltung an

Bei Gefechten mit PKK-Kämpfern im Viertel Sur in der südosttürkischen Kurden-Metropole Diyarbakir wurden mindestens zwei Soldaten und zwei Polizisten getötet, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Die Armee teilte mit, beim Einsturz eines Gebäudes während einer Operation in Sur seien drei weitere Soldaten ums Leben gekommen. In Sur haben sich Anhänger der PKK verschanzt, die sich seit Dezember schwere Gefechte mit den Sicherheitskräften liefern.

dpa

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