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Worst case in Gaskrise: Regierung fürchtet Ausfall von Millionen Heizungen

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Von: Yannick Hanke

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Fallen im Winter Millionen Heizungen in Deutschland aus? Diese Angst hat die Bundesregierung. Versorger sollen rechtzeitig Alarm schlagen.

Berlin – Die Lage ist angespannt. Die Energiekrise schwingt wie ein Damoklesschwert über jedem einzelnen Verbraucher in Deutschland. Spätestens im Winter 2022 sollten ihre Auswirkungen deutlich spürbar sein. Denn wenn zur kalten Jahreszeit in der Gaskrise das Gas knapp wird und dadurch der Druck in den Leitungen abfällt, könnten auf einen Schlag Millionen von Heizungen in Deutschland ausfallen. Ein Worst-Case-Szenario, das von der Bundesregierung skizziert wird.

Energiekrise: Bundesregierung fürchtet Ausfall von Millionen Heizungen in Deutschland

Die Energiekrise ist natürlich auch Thema in der Politik. Wie die Bild berichtet, habe sich Kanzleramtschef und Scholz-Vertrauter Wolfgang Schmidt (SPD) am Mittwoch, 3. August 2022, mit den Chefs der Staatskanzleien der Länder zusammengeschaltet. Auch Bundesnetzagenturchef Klaus Müller soll in der Videoschalte mit dabei gewesen sein. Die gegenwärtigen Probleme in der Gaskrise in Deutschland mussten diskutiert werden.

Eine Hand dreht das Thermostat der Heizung auf Null, um Strom, Gas und Heizkosten zu sparen.
Es wäre das Worst-Case-Szenario: Die Bundesregierung fürchtet den Ausfall von Millionen Heizungen in Deutschland während des Winters. © imago

Ein weiteres Problem, das sich ergibt: Fällt der Druck in den Leitungen ab und Heizungen fallen aus, bräuchte es zwingend fachmännische Expertise, um die Heizungen wieder anzuschließen. Doch so lange das nicht passiert, bleibt es in Millionen von Haushalten in Deutschland kalt. Ein Zustand, den sich im Herbst oder Winter in der Gaskrise in Deutschland keiner wünscht.

Notfallstufe Gas: Staat greift aktiv ein – Bundesnetzagentur entscheidet über Verteilung von Gas

Laut der Bild sollen die Versorger deshalb 24 Stunden vorher Bescheid gegeben. Dann könnte das Bundeskabinett nämlich die Notfallstufe Gas ausrufen und es müsste nicht auf „marktbasierte Maßnahmen“ zurückgegriffen werden. Bedeutet konkret: Der Staat greift dann in der Gaskrise in Deutschland aktiv ein, um die Gasversorgung zu gewährleisten. Der Bundesnetzagentur würde dann wiederum die Rolle des Bundeslastverteilers zukommen. Sie entscheidet in diesem Fall über die Verteilung von Gas.

Zum Hintergrund: Der Industriepreis für Strom ist in Deutschland derzeit fünfmal so hoch wie noch vor einem Jahr. Das macht natürlich vielen Firmen zu schaffen, die zunehmend Alarm schlagen. Und auf die Verbraucher kommen durch eine staatliche Gas-Umlage wiederum zusätzliche Energiekosten in Höhe von mehreren hundert Euro im Jahr zu.

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