Ende des Verbrennungsmotors

VW-Elektroauto: Das neue Trinity-Werk als Kampfansage an Tesla

VW sagt der Konkurrenz um Tesla beim Elektroauto den Kampf an. Ein neues Werk bei Wolfsburg soll helfen, den E-Auto-Markt zu erobern und die E-Mobilität zu fördern.

Wolfsburg – Ab 2026 will Volkswagen in einem neuen Werk* unter dem Projektnamen Trinity ein neues Modell fertigen und das VW-Elektroauto soll auf dem Markt angreifen. Konzernvorstand Herbert Diess verkündete, Trinity werde den Automobilbau in Wolfsburg „revolutionieren“. Kürzere Produktionszeiten und effektivere Arten der Zusammenarbeit wären im neuen Werk möglich. So will VW bei der Produktion von E-Autos und in der Frage der E-Mobilität auch zu Konkurrent Tesla aufschließen. Die Pläne sind zukunftsweisend für den Automobilkonzern aus Niedersachsen.

Name:Stephan Weil
Partei: Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Ministeramt:Ministerpräsident von Niedersachsen

Neues Trinity-Werk: VW-Elektroauto rollt 2030 im Wolfsburger Umland in Niedersachsen vom Band

Laut VW Markenchef Ralf Brandstätter werde das Werk dem des Konkurrenten Tesla in nichts nachstehen. Er verkündete, die Baumaßnahmen seien für das Wolfsburger Umland geplant. Auch das Stammwerk bezieht Brandstätter in seine Planungen mit ein. Er stellte in Aussicht, dass auch dort für die Trinity-Reihe produziert werden könnte. Dies wäre nach Produktionsbeginn in der neuen Fertigungsstätte um das Jahr 2030 möglich.

VW-Werk für Trinity als Kampfansage an Tesla und Co.

Laut VW Markenchef Ralf Brandstätter werde das Werk bei der E-Auto-Produktion von VW gegenüber des Konkurrenten Tesla in nichts nachstehen. Er verkündete, die Baumaßnahmen seien für das Wolfsburger Umland geplant. Auch das Stammwerk bezieht Brandstätter in seine Planungen mit ein. Er stellte in Aussicht, dass auch dort für die Trinity-Reihe produziert werden könnte. Dies wäre nach Produktionsbeginn in der neuen Fertigungsstätte um das Jahr 2030 möglich.

E-Auto VW: Trinity-Werk in Wolfsburg ist für die Sparte Elektroauto in Planung – dennoch hängt der Haussegen bei Volkswagen schief

Schon länger herrscht in Wolfsburg dicke Luft. Gesamt- und Konzernbetriebsratschefin Daniele Cavallo hatte Konzernvorstand Herbert Diess scharf kritisiert*. Sie warf ihm Spekulationen um Stellenabbau bei VW vor. VW-Chef Diess hatte zuvor einen Konzernumbau in Aussicht gestellt, der massive Arbeitsplatzverluste bedeuten würde. Auch der Ministerpräsident Niedersachsens Stephan Weil äußerte sich kritisch. Weil, der auch Aufsichtsrat-Mitglied bei Volkswagen ist, sagte, es sei in diesen Zeiten nicht Aufgabe eines Unternehmens, Sorgen zu schüren. Diess ruderte seinerseits zurück und erklärte, Angst vor Jobabbau „sei nicht das Ziel“*. Nichtsdestotrotz sei es nötig, Strukturen „aufzubrechen“.

VW-Elektroautos: Volkswagen muss aufgrund des Endes des Verbrennungsmotors bei der E-Mobilität reagieren und E-Autos zulegen

In Glasgow hat sich derweil eine Allianz aus mehr als 30 Staaten auf ein Ende des Verbrennungsmotors geeinigt. Bis 2040 sollen alle Verkäufe neuer PKW emissionsfrei sein, in führenden Märkten sogar schon 2035. Die Bundesregierung bekundete ihrerseits, sich nicht an dem Beschluss beteiligen zu wollen. Trotzdem stehen Automobilkonzerne wie VW unter Druck. Die Umstellung auf Elektroautos ist auch bei Volkswagen alternativlos.

Ein Sprecher des Bundesumweltministeriums bekannte, man habe sich nach regierungsinterner Prüfung dazu entschlossen, heute nicht zu unterzeichnen. Nichtsdestotrotz wolle man bis 2035 nur noch Null-Emissionsfahrzeuge zulassen. Grund der Nicht-Unterzeichnung sei Unklarheit darüber, ob E-Fuels aus erneuerbaren Energien den Verbrennungsmotor nicht doch zukunftsfähig machen könnten.

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VW-Elektroauto zukunftsweisend für Volkswagen-Konzern

Der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor rückt näher – mit großen Schritten. Umso bedeutsamer ist es für VW, sich für die Zukunft neu auszurichten. Dem Batteriewagen gehört die Zukunft. Eine Schlüsselrolle werden dabei die VW-Elektroautos der Trinity-Reihe und das dazugehörige neue Trinity-Werk einnehmen. Die Umstellung zur E-Mobilität kommt für den Konzern keine Sekunde zu früh – zumal auch die Konkurrenz nicht schläft.

So erklärten etwa Mercedes-Benz, Volvo, Jaguar Landrover, BYD, Ford und General Motors ihre Beteiligung an der Erklärung aus Glasgow. Mit den Autobauern von Ford und General Motors ziehen die Nummer fünf und drei beim Absatz auf dem weltweiten Automarkt mit.

E-Auto von VW: E-Mobilität und soziale Verantwortung bei Volkswagen

Eins ist klar: Nicht zuletzt durch die in Glasgow formulierten Ziele wächst der Druck auch bei VW umzurüsten. Dabei darf die Stammbelegschaft von Volkswagen nicht auf der Strecke bleiben. Diesen Spagat muss das Unternehmen nun hinkriegen. Die Umstellung auf das E-Auto ist unumgänglich, gleichzeitig trägt VW große soziale Verantwortung in der Region. In Wolfsburg stehen unruhige Zeiten an: Volkswagen muss umfassende Lösungen finden – das neue VW-Werk kann dabei nur ein Teil sein. *kreiszeitung.de und 24auto.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Swen Pförtner/dpa

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