Bundestagswahl

Vierkampf (ARD): Wissler gerät mit Lindner und Dobrindt aneinander

Einen Tag nach dem TV-Triell diskutieren im ARD-Vierkampf Spitzenkandidaten und Politiker von AfD, FDP und CSU hitzig. Vor allem Janine Wissler sticht hervor.

Update vom 13. September 2021, 21.37 Uhr: Nun aber wirklich ab zu „Hart aber Fair“ oder vielleicht doch lieber direkt ins Bett? Denn am Ende steht zu Buche. Wenn drei sich streiten freut sich die Vierte und eines ist klar, insgesamt haben die Lindner, Wissler und Dobrindt es Alice Weidel und der AfD beim Vierkampf nach dem Triell in der AfD viel zu leicht gemacht.

Update vom 13. September 2021, 21.33 Uhr: Die Verabschiedung kam dann doch etwas abrupt, aber es gibt immerhin Sendetermine einzuhalten. Bei der ARD gibt es überzogene Sendeformate eben nur bei Sondersendungen oder vielleicht größeren Parteien im Bundestagswahlkampf. Ansonsten halten sich die öffentlich-rechtlichen immer an knappe Budgets und vorgegebene Zeitfenster. Dennoch lässt sich festhalten, dass die möglichen Koalitionen und die sogenannten kleineren Parteien bei der Wahl das Zünglein an der Waage sein könnte.

Vierkampf nach dem Triell: Das Fazit fällt zwiegespalten unter den Teilnehmenden aus

Und insgesamt war diese Debatte, wenn man sich an dieser Stelle ein Fazit erlaubt, tatsächlich ganz amüsant, hitzig, vor allem beim Thema Klima, Rente und Afghanistan. Man muss die Meinungen nicht teilen, doch jede Kandidatin und jeder Politker hat seine Argumente deutlich und mehr oder minder verständlich vorgetragen. Ob es die Gunst der Wähler jetzt aber auch wirklich überzeugt hat, ihre Stimme einer anderen Partei als den drei großen Parteien zu geben, die die Wahlumfragen weiter bestimmen, wird wohl erst die Wahl am 26. September zeigen.

Vierkampf nach dem Triell: Das abschließende Bekenntnis zu möglichen Koalitionen fällt wenig deutlich aus – Weidel gibt allerdings ein klares „Nein“ ab

Update vom 13. September 2021, 21.30 Uhr: Die Wissler, Dobrindt und Lindner geben sich weniger deutlich. Deutlich weniger deutlich. Während Wissler sich an der Außenpolitik einer möglichen rot-rot-grünen Koalition aufreibt, stammelt Lindner etwas von inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der CDU und Dobrindt sieht eine mögliche Groko nur unter der Führung der Union. Vehemenz und Durchsetzungsvermögen sah aber auch schon mal anders aus. Bei allen drei wohlgemerkt.

Update vom 13. September 2021, 21.30 Uhr: Abschlussrunde: Auf die Frage, ob die AfD sich eine Koalition mit der CDU/CSU unter Führung von Armin Laschet vorstellen konnte? Die Antwort verwundert ... nicht: „Nein.“ Klipp und klare Antwort, die AfD-Spitzenkandidatin mit einem Schlusswasser eiskalt herunterspült.

Klimapolitik und Nachhaltigkeit sorgt beim Vierkampf nach dem Triell allerdings für hitzige Wortgefecht bei den Kontrahenten

Update vom 13. September 2021, 21.26 Uhr: „Jeder lacht über uns“, erklärt Weidel in Richtung Dobrindt. Nicht nur einmal. Dass ihre Ideen beim Klimaschutz eher planlos wirken, scheint auch für Alice Weidel kaum eine Rolle spielen. Nichts zu ändern, ist bei dieser Entwicklung eben auch keine Alternative. Erneut spielt sich mit einem bösen Spruch in den Vordergrund: „Entschuldigen Sie Frau Weidel, sie nennen sich doch die Alternative für Deutschland, vielleicht nennen sie aber mal eine Alternative.“

Update vom 13. September 2021, 21.20 Uhr: Nun kommt hier aber mal ehrlich Feuer rein. Eine richtige Debatte und Diskussion entbrannt. Frau Wissler beschwört die Verkehrswende, Verkehrswende und nochmal Verkehrswende! Dabei gehen ihre Auswirkungen ihren Weg. Ein wenig diffus vielleicht, aber der Ansatz ist nicht schlecht. ÖPNV stärken, sinnlose Projekte des Verkehrsminister Scheuer absägen.

Lindner setzt Wissler beim Vierkampf in der ARD auf den Pott – „seit wann sind Sie Naturwissenschaftlerin“

Der Showdown zwischen Wissler und Lindner ist dann doch wieder einer echten TV-Debatte würdig. Nachdem Wissler mit Zahlen und Ideen, um sich wirft wie eine olympische Hammerwerferin, bäumt sich Lindner vor ihr auf und fragt staubtrocken: „Seit wann sind Sie denn Naturwissenschaftlerin, Frau Wissler?

Update vom 13. September 2021, 21.15 Uhr: Christian Lindner hat beim Thema Klimaschutz plötzlich seine Stimme wiedergefunden. Er möchte laut dem BR-Moderator gerne als Daniel Düsentrieb vorangehen. Wälder aufforsten, Autoflotte klimaneutral gestalten und Technologie-Weltmeister bei Windkraft vor den Küsten und Fotovoltaik werden. Ein schönes Bullerbü eben.

Weidel kommt beim Thema Ortskräfte und Afghanistan stark ins Schleudern

Update vom 13. September 2021, 21.07 Uhr: Beim Thema Ortskräfte in Afghanistan wird es schwierig. Lindner hält sich zurück, währen Dobrindt vorprescht und Alice Weidel redet sich um Kopf und Kragen. Die Definition einer Ortskraft war da wohl sehr weitgefächert. Die Bilder gingen um die Welt, die Angst war, ist und bleibt groß. Auch für jene, die der Bundeswehr halfen und teilweise in Afghanistan gejagt werden.

Update vom 13. September 2021, 20.55 Uhr: Jetzt wird es spannend. Die Abschaffung der Nato – wer ist dafür? Nur Wissler hebt den Daumen. Für die großen Parteien ist das ein Ausschlusskriterium für eine Koalition mit der Linken. Doch Wissler verteidigt die Position. Statt ständig mit dem Säbel zu rasseln, brauche es eine internationale Entspannungspolitik. Also auch Kuscheln mit autoritären Machthabern wie Putin? Jetzt wird Wissler giftig: „Das habe ich überhaupt nicht gesagt!“ Dobrindt nutzt die Debatte, um noch schnell die rote Socken-Kampagne nach vorne zu treiben. Trotz dieser falschen außenpolitischen Haltung wolle SPD-Chefin Saskia Esken mit der Linken koalieren.

TV-Debatte beim Vierkampf nach dem Triell nimmt Fahrt auf

Update vom 13. September 2021, 20.42 Uhr: So langsam geht es hier doch recht rund. In dieser munteren Runde. Wer hätte das gedacht? Weniger überraschend ist, dass der gute Herr Lindern den größten Redeanteil an sich gezogen hat. Gleichzeitig versucht Moderatorin Ehni ihm eine Finanzierungsaussage beim Thema Mieten und Vermögenssteuer abzuringen, wenn es darum geht, wer die 90 Mrd. Euro denn zahlen soll, wenn die Gelder Reichen nicht besteuert werden? Wenn es nach Janine Wissler geht, ganz sicher nicht die alleinerziehende Mutter, die hinter der Kasse arbeitet. Aber der Euro muss ja auch erstmal verdient werden, bevor mal ihn ausgibt. Da sind sich die beiden Spitzenkandidaten Lindner und Weidel überraschenderweise einig.

Update vom 13. September 2021, 20.42 Uhr: Jetzt gibt es eine Schnellrunde. Die Kandidaten sollen nur den Daumen heben oder senken. Die Frage lautet: Mindestlohn erhöhen – ja oder nein? Linke und AfD sind dafür. Lindner und Dobrindt sind unentschieden. Trotz wiederholter Nachfrage wollen sie sich nicht eindeutig festlegen. Die Frage sei falsch, beharrt Lindner. Das habe eine unabhängige Kommission zu entscheiden. Nicht die Politik. „Nicht reden, nur zeigen“, ermahnt die Moderatorin.

ARD-Debatte Vierkampf nach dem Triell: Stärkung des Bildungssystems nur wie?

Update vom 13. September 2021, 20.34 Uhr: Neuer Themenblock: Es geht um Chancen und Teilhabe von Kindern. Wie wollen die Parteien das machen? Die Linke will die soziale Ungleichheit überwinden, in dem Schulen besser ausgestattet werden. In eine ähnliche Kerbe schlagen die drei anderen Kandidaten auch. Linder sieht als Hauptproblem den Bildungsföderalismus, um die Situation zu verbessern. Deswegen plädiert er dafür, dass der Bund mehr Kompetenzen bekommt und mehr Geld in die Schulen stecken kann – vom „Tablet bis zur Schultoilette“, wie er sagt. Auch die CSU und die AfD sind für eine Stärkung des Bildungssystems zu haben. Weidel plädiert aber auch dafür, generell die Steuer- und Abgabenlast für Familien zu verringern.

Update vom 13. September 2021, 20.28 Uhr: Für Wissler geht die Debatte an der Lebenswirklichkeit vorbei. Geringverdiener könnten sich in vielen Städten kaum ihre Miete leisten. Diese Menschen hätten gar keine Möglichkeit, um privat vorzusorgen. Deshalb gelte es, die gesetzliche Rente zu stabilisieren. „Das ist doch ein bombenfestes System“, sagt Wissler – und erntet Widerspruch von Lindner. Dies gehe nicht, ohne zusätzliche Gelder hineinzupumpen, kritisiert er.

Rente: AfD-Spitzenkandidatin Weidel attestiert beim Vierkampf nach dem Triell dem FDP-Kandidaten Lindner keine Ahnung zu haben

Update vom 13. September 2021, 20.24 Uhr: Schon wird es hitzig. Lindner fällt Weidel ins Wort. Die wehrt sich. „Herr Lindner, sie müssen sich informieren. Sie haben gar keine Ahnung“, wettert die AfD-Frau.

Update vom 13. September 2021, 20.16 Uhr: Das erste Thema wird aufgerufen: Es geht um die Rente. Die Linke will das Eintrittsalter heruntersetzen. Wissler will es mit Steuergeldern quer finanzieren. Christian Lindner widerspricht. Dies sei nicht der richtige Weg. Er verweist auf das Modell in Schweden, wo Menschen kapitalgedeckte Renten am Aktienmarkt ansparen. Dies solle die gesetzliche Rente ergänzen, sagt der FDP-Chef. Außerdem will er Rentnern Minijobs ermöglichen. Die AfD will nach ihrem Wahlprogramm die Rentenbeiträge erhöhen. Zudem sollen Beamte mit ins gesetzliche System einzahlen.

Der Vierkampf nach dem Triell startet in die ARD-Show mit einem richtigen Reizthema: Rente

Update vom 13. September 2021, 20.15 Uhr: Die Tagesschau ist vorbei. Jetzt geht es los! Lindner, Wissler, Weidel und Dobrindt haben das Wort.  

Update vom 13. September, 19:34 Uhr: Kurz vor dem Start der ARD-Debatte „Vierkampf nach dem Triell“ stehen die Kandidatinnen und Kandidaten in den Startlöchern. Einige von ihnen werden sich wahrscheinlich die Hände gerieben haben, als sie heute Wahlumfragen von Insa gesehen haben. Einige von ihnen hoffen Nadelstiche zu setzen, um die Gunst der Wählerinnen und Wähler heute nochmals zu beeinflussen.

Welche Themen und welche Attacken werden gefahren? Links gegen rechts? Liberal gegen konservativ? Oder alle gegen alle? Fragen über Fragen! Sicher ist jedenfalls, dass auch die Teilnehmer des Vierkampfes auch ihre Spitzen in Richtung der größeren Partei und das gestrige Triell auch verteilen wollen.

Der Vierkampf nach dem Triell beginnt in der ARD am Montag, 13.09.2021 ab 20:15 Uhr

Die Gäste sind Spitzenkandidaten Christian Lindner (FDP), Alice Weidel (AfD) und Janine Wissler (Die Linke) sowie CSU-Spitzenpolitiker Alexander Dobrindt

Moderiert wird das ARD-Format von Ellen Ehni (WDR) und Christian Nitsche (BR)

„Vierkampf nach dem Triell in der ARD“ – die Moderation

Berlin – Nach den Großen sind nun die Kleineren an der Reihe: Beim Vierkampf nach dem Triell der Kanzlerkandidaten buhlen heute die Spitzenkandidaten und Politiker der übrigen Parteien um die Gunst der Wähler. Ab 20:15 Uhr stellen sich die Politiker im Ersten den Fragen der Moderatoren Ellen Ehni (WDR) und Christian Nitsche (BR).

Warum ist die CSU mit Vierkampf? Dobrindt tritt für die Union beim Vierkampf nach dem Triell an

Die 75-minütige Live-Sendung wird aus den Bolle Festsälen in Berlin übertragen. Was auf den ersten Blick verwundert: Die CSU ist mit Landesgruppenchef Alexander Dobrindt vertreten. Eigentlich war Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) beim TV-Triell am Sonntag als Vertreter der Union aus CDU und CSU angetreten.

Vierkampf nach dem Triell: Weitere Gäste sind Christian Lindner (FDP), Janine Wissler (Die Linke) und Alice Weidel (AfD)

Weitere Teilnehmer sind FDP-Parteivorsitzender Christian Lindner, AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel und Linke-Parteivorsitzende Janine Wissler. Eingeladen sind die Spitzenkandidaten jener Parteien, die eine realistische Chance auf den Einzug in den Bundestag haben.

Vierkampf nach dem Triell: Janine Wissler (LINKE), Alexander Dobrindt (CSU), Christian Lindner (FDP) und Alice Weidel (AfD). (kreiszeitung.de-Montage)

Einen Tag nach dem TV-Triell hat Unionskanzlerkandidat Armin Laschet sein 100 Tage-Sofortprogramm präsentiert. Wichtige Eckpunkte sind Maßnahmen für Familien, die Stärkung des Klimaschutzes und des Mittelstands. Nach seinem Auftritt beim Kanzler-Triell konnte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen nicht alle Wähler überzeugen. Für viel Spott sorgte die Tatsache, dass er in einer Wahlumfrage den vierten Platz belegte – bei nur drei Kandidaten.

Baerbock liegt laut Wahlumfragen weit vor ihren Kontrahent Scholz und Laschet bei 18- bis 34-Jährigen

Für Annalena Baerbock lief das Triell hingegen besser: Bei der Wählergruppe von 18 bis 34 Jahren konnte sie besonders überzeugen. 52 Prozent dieser Altersgruppe hatten laut der Blitz-Umfrage des ZDF den Eindruck, dass sich Baerbock beim Triell der Kanzlerkandidaten am besten geschlagen hat. Den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz sahen 22 Prozent an der Spitze, Armin Laschet kam auf 11 Prozent. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Wolfgang Kumm/Michael Kappeler/Kay Nietfeld/dpa

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