Separatisten kündigen Abzug schwerer Militärtechnik an

Ukrainische Armeefahrzeuge verlassen die Region um die ostukrainische Stadt Debalzewo. Foto: Anastasia Vlasova
1 von 7
Ukrainische Armeefahrzeuge verlassen die Region um die ostukrainische Stadt Debalzewo. Foto: Anastasia Vlasova
Panzer der regulären ukrainischen Armee auf ihrem Weg in den Westen des zerrissenen Landes. Foto: Anastasia Vlasova
2 von 7
Panzer der regulären ukrainischen Armee auf ihrem Weg in den Westen des zerrissenen Landes. Foto: Anastasia Vlasova
Trotz einer Vereinbarung wollen Separatisten und Armee vorerst nicht mit dem Abzug schwerer Waffen im Kriegsgebiet Ostukraine beginnen. Foto: Alexander Ermochenko
3 von 7
Trotz einer Vereinbarung wollen Separatisten und Armee vorerst nicht mit dem Abzug schwerer Waffen im Kriegsgebiet Ostukraine beginnen. Foto: Alexander Ermochenko
Der "Marsch der Würde" mit Bundespräsident Joachim Gauck und weiteren Staats- und Regierungschefs in Kiew. Foto: Jacek Turczyk
4 von 7
Der "Marsch der Würde" mit Bundespräsident Joachim Gauck und weiteren Staats- und Regierungschefs in Kiew. Foto: Jacek Turczyk
In der Nähe der Separatistenhochburg Lugansk übergaben Separatisten der ukrainischen Armee 139 Offiziere, das Militär ließ dafür 52 Aufständische frei. Foto: Andrei Leble
5 von 7
In der Nähe der Separatistenhochburg Lugansk übergaben Separatisten der ukrainischen Armee 139 Offiziere, das Militär ließ dafür 52 Aufständische frei. Foto: Andrei Leble
Waffenausstellung in Kiew mit von den prorussischen Separatisten sichergestellten Panzern. Foto: Sergey Dolzhenko
6 von 7
Waffenausstellung in Kiew mit von den prorussischen Separatisten sichergestellten Panzern. Foto: Sergey Dolzhenko
Abzug aus Debalzewo: Die ukrainische Armee gibt sich geschlagen. Foto: Anastasia Vlasova
7 von 7
Abzug aus Debalzewo: Die ukrainische Armee gibt sich geschlagen. Foto: Anastasia Vlasova

Donezk (dpa) - Die prorussischen Separatisten im Kriegsgebiet Ostukraine haben für diesen Dienstag den Abzug schwerer Artillerie angekündigt.

Die Militärtechnik solle unter Kontrolle der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) von den Frontlinien der "Volksrepubliken Donezk und Lugansk" abgezogen werden, sagte Separatistensprecher Eduard Bassurin der Agentur Interfax am Montag. Bereits jetzt seien aus einzelnen Orten Dutzende Einheiten mit Technik von der Linie entfernt worden.

Insgesamt seien 4 Sektoren und 16 Kontrollpunkte festgelegt worden für eine Überwachung der Waffenruhe und den Abzug von Militärtechnik. Bassurin forderte die OSZE auf, bei der Umsetzung des Minsker Friedensplans auch die ukrainische Seite aktiver zu kontrollieren. Er warf dem ukrainischen Militär vor, bisher keine Schritte für den Abzug von Technik unternommen zu haben. Die ukrainischen Sicherheitskräfte würden vielmehr ihre Stellungen festigen und an allen Seiten Panzertechnik und Personal aufstellen, behauptete Bassurin.

Der Separatistenführer Alexander Sachartschenko beschuldigte die Regierungstruppen, ungeachtet des Minsker Abkommens weiter Stellungen der Aufständischen zu beschießen. Er äußerte die Vermutung, dass die ukrainischen Truppen sich auf einen neuen Angriff vorbereiteten - "Ende März, Anfang April".

Indessen sieht Kremlchef Wladimir Putin mehr als eine Woche nach den Ukraine-Friedensgesprächen in Minsk eine Chance für eine Normalisierung der Lage im Kriegsgebiet Donbass. "Wenn das Minsker Abkommen für eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine erfüllt wird, dann bin ich überzeugt, dass die Situation sich schrittweise normalisiert", sagte Putin. Russland sei wie Europa nicht an Krieg interessiert, betonte der Präsident nach Kremlangaben am Montag in einem Interview des Staatsfernsehens.

"Ich denke, dass ein solch apokalyptisches Szenario wohl kaum möglich ist - und hoffe, dass es dazu nicht kommt", sagte Putin. Demnach sieht der Kremlchef auch Anzeichen dafür, dass allmählich wieder Vertrauen zwischen Russland, Deutschland und Frankreich durch die jüngsten Verhandlungen in Minsk entstehe. In der weißrussischen Hauptstadt war am 12. Februar ein Friedensplan für den Donbass verabschiedet worden.

Seinen ukrainischen Kollegen Petro Poroschenko forderte Putin auf, mit der Ostukraine auf "zivilisierte Weise" ein Verhältnis aufzubauen und die Rechte und Interessen der Menschen im Donbass zu schützen. Zugleich warnte er vor "revanchistischen" Versuchen, die vor einem Jahr von Russland einverleibte Schwarzmeerhalbinsel Krim zurückzuerobern.

Poroschenko hatte zuvor angekündigt, das seit März von Russland "okkupierte Gebiet" wieder unter ukrainische Kontrolle zu bringen. Der Westen hatte die Annexion als Völkerrechtsbruch kritisiert und Russland deshalb mit Sanktionen belegt.

Putin kritisierte zudem Aussagen Poroschenkos, der Kreml selbst habe vor einem Jahr die Gewaltexzesse bei den proeuropäischen Protesten auf dem Maidan in Kiew ausgelöst. "Ich wundere mich manchmal einfach nur etwas über die öffentlichen Äußerungen der Führung der Ukraine", sagte Putin. Poroschenko hatte behauptet, Putins Berater Wladislaw Surkow habe in Kiew Scharfschützen kommandiert, um auf Demonstranten schießen und die Lage dort eskalieren zu lassen.

"Das ist absoluter, völliger Blödsinn, derart weit weg von der Wirklichkeit, dass du dich nur wundern kannst, woher so etwas kommt", meinte Putin. Er forderte seinen ukrainischen Kollegen auf, sich Vorlagen seiner Geheimdienste etwas genauer anzuschauen.

Trecker Treck in Nindorf - der Sonntag

Zum 10 jährigen Jubiläums Trecker Treck in Nindorf kamen auch am Sonntag viele Treckerfans und Schaulustige. Von Früh bis Spät zogen die Traktoren …
Trecker Treck in Nindorf - der Sonntag

„Genuss erleben“ auf dem Rittergut Falkenhardt in Diepholz

Unter dem Titel „Bio aus der Region – auf Tour“ kam der erste der neun Bio Märkte in der Metropolregion Nordwest nach Diepholz.
„Genuss erleben“ auf dem Rittergut Falkenhardt in Diepholz

10. Trecker Treck in Nindorf

Beim 10. Trecker Treck in Nindorf war auch schon am Samstag richtig viel los. Zum symbolischen ersten Pull startete wie vor zehn Jahren Lars Feldmann …
10. Trecker Treck in Nindorf

Maimarkt mit Gunter Gabriel

Gunter Gabriel war zu Gast beim Maimarkt in Bruchhausen-Vilsen. In den Straßen spielten zudem weitere Musiker, an zahlreichen Ständen boten Händler …
Maimarkt mit Gunter Gabriel

Meistgelesene Artikel

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Warum ein Namensschild das Rätsel um Ivanka Trump aufzeigt

Warum ein Namensschild das Rätsel um Ivanka Trump aufzeigt

Gab Trump geheime IS-Informationen an Russland weiter?

Gab Trump geheime IS-Informationen an Russland weiter?

Berichte: Trump bat FBI-Chef, Flynn-Ermittlungen einzustellen

Berichte: Trump bat FBI-Chef, Flynn-Ermittlungen einzustellen