Nach Anschlag im Irak: Solidarität im Kampf gegen IS

Der IS behauptet, die Tat soll einer Zusammenkunft schiitischer Milizen gegolten haben. Foto: Stringer
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Der IS behauptet, die Tat soll einer Zusammenkunft schiitischer Milizen gegolten haben. Foto: Stringer
Dutzende Menschen starben bei dem Autobomben-Anschlag des IS in Bani Saad rund 35 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Foto: Ahmad Al-Rubaye
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Dutzende Menschen starben bei dem Autobomben-Anschlag des IS in Bani Saad rund 35 Kilometer nordöstlich von Bagdad. Foto: Ahmad Al-Rubaye
Zerstörungen und Trümmer, wo vorher Menschen das Eid-al-Fitr-Fest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan feierten. Foto: Stringer
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Zerstörungen und Trümmer, wo vorher Menschen das Eid-al-Fitr-Fest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan feierten. Foto: Stringer
Fast drei Tonnen Sprengstoff sprengte der Attentäter auf dem stark besuchten Marktgelände in die Luft. Foto: Stringer
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Fast drei Tonnen Sprengstoff sprengte der Attentäter auf dem stark besuchten Marktgelände in die Luft. Foto: Stringer
Die örtlichen Behörden in der Provinz Dijala sagten nach dem Anschlag die Eid-Feierlichkeiten ab und riefen eine dreitägige Trauer aus. Foto: Stringer
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Die örtlichen Behörden in der Provinz Dijala sagten nach dem Anschlag die Eid-Feierlichkeiten ab und riefen eine dreitägige Trauer aus. Foto: Stringer

Mindestens 120 Menschen riss ein Selbstmordattentäter nahe Bagdad in den Tod. Die internationale Gemeinschaft sichert dem Irak weiter Unterstützung im Kampf gegen den Terrorismus zu.

Bagdad (dpa) - Nach dem bislang verheerendsten Anschlag dieses Jahres im Irak hat die Internationale Gemeinschaft ihre Solidarität im Kampf gegen den Terror unterstrichen.

Deutschland, die USA und Frankreich verurteilten die Tat in Stellungnahmen und betonten, im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) an der Seite des Iraks zu stehen.

Bundespräsident Joachim Gauck sprach in einer Nachricht an den irakischen Präsidenten von einem "kaltblütigen Attentat". Ein Sprecher des Nationalen Sicherheitsrates der USA sagte, es sei ein weiteres schmerzliches Beispiel für die Gräueltaten des IS. Das französische Außenministerium wertete den Angriff als "barbarischen Akt".

Bei der Explosion auf einem belebten Markt in Bani Saad rund 35 Kilometer nordöstlich der irakischen Hauptstadt Bagdad am Freitagabend waren mindestens 120 Besucher getötet und 130 weitere verletzt worden. Die Toten, darunter auch Kinder, wurden am Wochenende unter großer Anteilnehme beigesetzt. Viele Särge waren mit irakischen Flaggen bedeckt. Wie das Nachrichtenportal "Al-Sumaria" unter Berufung auf das Innenministerium meldete, nahm die Polizei Tatverdächtige fest. Weitere Details wurden nicht genannt.

Der IS hatte sich über den Kurznachrichtendienst Twitter zu dem Anschlag bekannt. Ein Selbstmordattentäter habe sich in einem mit fast drei Tonnen Sprengstoff beladenen Fahrzeug in die Luft gesprengt. Die sunnitische Terrororganisation erklärte nach Angaben des US-Senders CNN, die Tat habe einer Zusammenkunft schiitischer Milizen gegolten.

Fernsehbilder zeigten Leichen inmitten der Trümmer total zerstörter Gebäude. Nach offiziellen Angaben wurden am Tatort - einem am Abend gut besuchten Markt - mindestens 50 Läden und 75 Autos zerstört.

Die Menschen wollten auf dem Markt in Bani Saad für das Eid-al-Fitr-Fest zum Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan einkaufen. Die örtlichen Behörden in der Provinz Dijala sagten nach dem Anschlag die Eid-Feierlichkeiten ab und riefen eine dreitägige Trauer aus.

Der IS hatte 2014 einige Teile von Dijala erobert, die Extremisten wurden von der irakischen Armee und kurdischen Einheiten aber wieder aus der Provinz hinausgedrängt. Die Terrormiliz kontrolliert vor allem Bereiche im Westen und Norden des Iraks sowie weite Teile Syriens.

Die irakische Armee hatte vor einigen Tagen eine Offensive zur Rückeroberung der westlichen Provinz Al-Anbar gestartet. Diese vor allem von Sunniten bewohnte Region ist eine der wichtigsten IS-Hochburgen. Während der Kämpfe zwischen Regierungstruppen und IS-Dschihadisten wurden im Irak seit Anfang 2014 nach UN-Angaben mindestens 15 000 Zivilisten getötet und 30 000 verletzt.

CNN-Bericht

Almada Press Bericht

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