Rot-rotes Bündnis ohne Mehrheit

Umfrage-Hammer: AfD ist in Brandenburg erstmals stärkste Kraft

Brandenburgs AfD-Landeschef Andreas Kalbitz (l.) wird wie Björn Höcke (r.) dem rechtsnationalen Lager zugerechnet.
+
Brandenburgs AfD-Landeschef Andreas Kalbitz (l.) wird wie Björn Höcke (r.) dem rechtsnationalen Lager der Partei zugerechnet.

Weniger als drei Monate vor der Landtagswahl in Brandenburg ist die AfD in einer Umfrage erstmals stärkste Kraft. CDU und SPD rutschen ab, die Grünen sind mit oben dabei.

Potsdam - In der am Dienstag veröffentlichten Erhebung des Instituts Infratest Dimap für den Rundfunk Berlin-Brandenburg kommt die AfD auf 21 Prozent. Für die regierende SPD würden nur noch 18 Prozent stimmen. Die Grünen kommen auf 17 Prozent und liegen gleichauf mit der CDU.

Die Linkspartei kommt in der Befragung vor der Landtagswahl in Brandenburg auf 14 Prozent. In Umfragen hat das rot-rote Bündnis in Brandenburg seit Monaten keine Mehrheit mehr. Mit der Regierungsarbeit zeigten sich 48 Prozent der Befragten zufrieden, 49 Prozent drückten ihre Unzufriedenheit aus.

Der FDP würde mit fünf Prozent der Einzug in den Landtag knapp gelingen. Für die repräsentative Erhebung wurden vom 3. bis zum 6. Juni 1000 Wahlberechtigte in Brandenburg befragt. In Sachsen könnte die AfD unterdessen bald erstmals einen Oberbürgermeister stellen

Infrastruktur und Verkehr sind wichtigste Themen

Bei den wichtigsten Problemen lagen Infrastruktur und Verkehr vorne. An zweiter Stelle rangierten Bildungsthemen wie Schule und Ausbildung. Um sieben Prozentpunkte im Vergleich zu der Erhebung im April legte das Thema Umweltschutz und Klimawandel zu: 19 Prozent der Befragten halten es für ein dringendes Problem.

Wenn die Befragten einen Ministerpräsidenten direkt wählen könnten, würde sich eine Mehrheit von 48 Prozent für Amtsinhaber Dietmar Woidke (SPD) entscheiden. Vor der letzten Landtagswahl hatte sein Beliebtheitswert aber noch bei 70 Prozent gelegen.

Sein CDU-Herausforderer Ingo Senftleben käme auf nur elf Prozent. Den AfD-Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz wünschen sich nur acht Prozent als Regierungschef. Auch von den AfD-Anhängern würde nur jeder Dritte Kalbitz zum Ministerpräsidenten wählen.

In einer bundesweiten Umfrage fällt die Union im Bund auf einen historischen Tiefstand. Steht die GroKo nun vor dem Aus? Alle News finden Sie in unserem News-Ticker zur Großen Koalition.

AFP

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Fotostrecke: Werder verliert deutlich gegen Frankfurt

Fotostrecke: Werder verliert deutlich gegen Frankfurt

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Unterwegs mit einem abgespeckten Slim-Bike

Skispringen: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Skispringen: Der Kader der deutschen Herren für die Saison 2020/21

Hat Teslas Model Y das Zeug zum Bestseller?

Hat Teslas Model Y das Zeug zum Bestseller?

Meistgelesene Artikel

Neue Umfrage: Nach Lindners Corona-Fauxpas - FDP taumelt dem Bundestags-Aus entgegen

Neue Umfrage: Nach Lindners Corona-Fauxpas - FDP taumelt dem Bundestags-Aus entgegen

Trump will G7-Gipfel verschieben und Russland einladen

Trump will G7-Gipfel verschieben und Russland einladen

Eklat in Merkels Heimatverband - Massive Kritik an Borchardt: „Wer so die Opfer der Diktatur verhöhnt, ...“

Eklat in Merkels Heimatverband - Massive Kritik an Borchardt: „Wer so die Opfer der Diktatur verhöhnt, ...“

Nach historischer Abwahl von AfD-Politiker Brandner - Eil-Entscheidung des Verfassungsgerichts steht

Nach historischer Abwahl von AfD-Politiker Brandner - Eil-Entscheidung des Verfassungsgerichts steht

Kommentare