Vom Skeptiker zum Befürworter

Uli Hoeneß über Karl Lauterbach: „Ein totaler Fan“ vom Gesundheitsminister

An Karl Lauterbach scheiden sich die Geister: Nach seinem Amtsantritt hat selbst Uli Hoeneß aber ein neues Verhältnis zum Gesundheitsminister und der Ampel aufgebaut.

München – Uli Hoeneß gilt als der Macher des FC Bayern München. Das Gesicht, das wie kein anderes für „Mia san Mia“ und den Erfolg des deutschen Rekordmeisters steht. Mittlerweile hat sich Uli Hoeneß seit zwei Jahren aus dem offiziellen Geschäft zurückgezogen und bestimmt als Ehrenpräsident des „großen“ FCB nur noch selten die Schlagzeilen der deutschen Medienlandschaft. Nun hat sich Uli Hoeneß aber mal wieder zu Wort gemeldet und bei einem Interview mit dpa tief blicken lassen. Besonders interessant sind dazu seine Aussagen zum neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach. Der SPD-Politiker spielte jüngst auf mögliche neue Corona-Regeln in Bezug auf die Quarantäne vor dem neuen Corona-Gipfel an.

Uli Hoeneß über Karl Lauterbach: Ehrenpräsident des FC Bayern ist „ein totaler Fan“ des neuen Gesundheitsministers

Auf die Frage, wie Uli Hoeneß den neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach findet, der auch im Hinblick einer möglichen „Durchseuchung“ durch Omikron alle Hände voll zu tun hat, brach der Ehrenpräsident des FC Bayern München eine etwas überraschende Lanze für den SPD-Politiker und Corona-Experten Lauterbach. Auf die Frage der „dpa“, was Uli Hoeneß von Karl Lauterbach als Gesundheitsminister halte, erklärte er zunächst: „Solange er nicht im Amt war, hatte ich meine Probleme mit ihm. Ich fand, dass er alles besser weiß.“ Hoeneß, der normalerweise in Sachen Politik wenig bis gar nicht seine Meinung teilt, führte dann aber weiter aus.

Uli Hoeneß ist ja eher für Klartext bekannt. Nun äußerte sich der Ehrenpräsident des FC Bayern München explizit zum neuen Gesundheitsminister Karl Lauterbach.

„Jetzt bin ich ein totaler Fan von Karl Lauterbach, weil ich das Gefühl habe, dass er von der Sache sehr viel versteht und ein Macher ist. Er macht etwa eine Bestandsaufnahme beim Impfstoff und besorgt, was fehlt“, erklärt Hoeneß weiter. „Kaum ist das Medikament Paxlovid gegen schwere Covid-Verläufe akzeptiert, bestellt er eine Million Packungen. Sein Vorgänger Jens Spahn war Ankündigungsweltmeister, hat aber wenig zustande gebracht. Lauterbach dagegen hat eine Vision, er hat eine Idee – und die setzt er um. Deswegen habe ich meine Meinung zu Lauterbach total geändert. Er ist nicht jedem recht – aber er ist einer, der handelt, und so einer ist mir zehnmal lieber.“

Dank Karl Lauterbach (SPD): Uli Hoeneß ein Fan der Ampel-Koalition – Ehrenpräsident traut der CDU derzeit eine Lösung der Probleme nicht zu

Des Weiteren erkundigte sich die dpa im Interview mit dem Ehrenpräsidenten des FC Bayern, ob Hoeneß durch Karl Lauterbach auch ein Fan der neuen Ampel-Regierung um SPD, Grüne und FDP geworden ist? Die Antwort fiel in diesem Zusammenhang durchaus positiv, aber weniger euphorisch aus. „Ich habe anders gewählt“, erklärte Hoeneß im Hinblick den eigenen Wahlzettel und auf die Ampel-Koalition um Bundeskanzler Olaf Scholz.

„Aber ich bin im Moment glücklich“, fuhr er weiter im dpa-Interview aus, „dass diese neue Konstellation an der Regierung ist, weil ich ihr zutraue, die Probleme, die wir jetzt haben, gut zu lösen. Solange die CDU, ich sage bewusst die CDU, nicht CSU, immer noch mit sich selbst beschäftigt ist, würde ich ihr eine Regierung, die aktuell so viele Probleme zu lösen hat, nicht zutrauen.“

Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) reagiert erfreut auf Lob von Uli Hoeneß

Der Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), der so einige Baustellen auf sich zukommen sieht, hat erfreut auf die Aussagen des ehemaligen Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß reagiert. „Ich freue mich über das Lob von Uli Hoeneß, im Kampf gegen das Corona-Virus spielen Fußball und Politik im gleichen Team“, reagierte Lauterbach auf die Worte des Ehrenpräsidenten vom FC Bayern gegenüber der „Bild“-Zeitung.

Uni Hoeneß über Impfpflicht: Neben Lauterbach äußert sich FCB-Ehrenpräsident auch übers Impfen und Rechte für Ungeimpfte

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und den vielen Diskussionen über die Impfpflicht äußerte sich Uli Hoeneß über das Impfen und im Zuge dessen auch über die häufig diskutierte Impfpflicht und der Ehrenpräsident des FCB findet auch in dieser Causa deutliche Worte.

„Ich bin ganz klar für das Impfen, aber nicht für eine Impfpflicht. Zeitweise war ich dafür, aber ich habe mir dann vorgestellt: Was macht man mit einem Menschen, der sich partout nicht impfen lassen will? Ich halte eine Impfpflicht ohne Wenn und Aber für ein zu großes Problem, das die Gesellschaft eher spalten kann. Aber so, wie sich die Situation gerade darstellt, bedeutet das auch, dass die Rechte für Ungeimpfte eingeschränkt sein müssen.“ * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © imago/Florian Gaertner/imago/Christian Kolbert/imago

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Quarantäne: Nichts ohne Booster – Millionen Deutschen droht Lohnausfall

Quarantäne: Nichts ohne Booster – Millionen Deutschen droht Lohnausfall

Quarantäne: Nichts ohne Booster – Millionen Deutschen droht Lohnausfall
Neue Grundsteuer 2022: Das ändert sich für Grundstückseigentümer

Neue Grundsteuer 2022: Das ändert sich für Grundstückseigentümer

Neue Grundsteuer 2022: Das ändert sich für Grundstückseigentümer
Corona-Bonus: Diese Arbeitnehmer bekommen 2022 die Geld-Prämie

Corona-Bonus: Diese Arbeitnehmer bekommen 2022 die Geld-Prämie

Corona-Bonus: Diese Arbeitnehmer bekommen 2022 die Geld-Prämie
Gerhard Schröder: So quält der Putin-Freund die SPD

Gerhard Schröder: So quält der Putin-Freund die SPD

Gerhard Schröder: So quält der Putin-Freund die SPD

Kommentare