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Beschlagnahmtes Vermögen: Deutsche Beamte kassieren bei Oligarchen ab

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Von: Jens Kiffmeier

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Die Sanktionen wirken: Russische Oligarchen verlieren im großen Stil ihr Vermögen. Der Umfang hat sich in der EU seit April verdoppelt – dank deutscher Fahnder.

Brüssel – Die deutsche Gründlichkeit zahlt sich aus: In der Europäischen Union wird immer mehr Vermögen von russischen Oligarchen eingefroren. Seit April soll sich der Umfang der beschlagnahmten Gelder nahezu verdoppelt haben. Den Zuwachs verdanke man zu einem „maßgeblichen“ Teil den Fahndungserfolgen aus Deutschland, hieß es seitens der EU-Kommission. Unklar ist jedoch weiterhin, was mit den Milliarden jetzt passieren soll.

Ukraine-News: EU feiert Erfolge beim Einfrieren vom Vermögen russischer Oligarchen – vor allem in Deutschland

Ob Yachten, Immobilien oder Konten – seit Beginn des Ukraine-Krieges lässt die EU-Kommission das Vermögen der russischen Oligarchen auf dem Gebiet der Europäischen Union einfrieren. Die Beschlagnahmung ist Teil diverser Sanktionspakete, mit denen die Politik des Westens Russlands Präsidenten Wladimir Putin zum Rückzug aus der Ukraine zwingen will. Wie die Welt berichtet, haben die Fahnder mittlerweile Vermögenswerte in Höhe von 12,5 Milliarden Euro festgesetzt – im April sollen es erst 6,7 Milliarden gewesen sein.

Ob Immobilien oder Yachten: Die Europäische Union beschlagnahmt immer mehr Vermögen russischer Oligarchen.
Ob Immobilien oder Yachten: Die Europäische Union beschlagnahmt immer mehr Vermögen russischer Oligarchen. © Leon Lord/dpa

Zwar versuchen die Putin-Freunde mithilfe von Strohleuten die Sanktionen auszutricksen, doch nach und nach kommen die Fahnder den Superreichen auf die Spur. Insgesamt sollen bereits 1100 Personen und Einrichtungen betroffen sein. Unklar ist derzeit nur, was mit dem Geld geschehen soll. In der EU kursiert die Idee, das Geld in den Wiederaufbau der Ukraine fließen und die Oligarchen blechen zu lassen. Doch dagegen sprechen noch einige rechtliche Fragen. Doch in Deutschland zeigte man sich empfänglich dafür, die nötige Gesetzesänderungen einzuleiten.

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