Bundestagswahl 2021

Trans-Frauen im Bundestag: Tessa Ganserer und Nyke Slawik sind die ersten

Nach der Bundestagswahl 2021 ziehen erstmals zwei Trans-Frauen in den Bundestag ein. Mit Tessa Ganserer und Nyke Slawik gibt es zwei neue Grünen-Gesichter.

Berlin – Die Grünen schreiben Bundestagsgeschichte: Erstmals ziehen nach der Bundestagswahl 2021 zwei Trans-Frauen in den Bundestag in Berlin ein*. Für die Grünen werden Tessa Ganserer und Nyke Slawik in der neuen Legislaturperiode im Parlament sitzen. Sowohl Ganserer als auch Slawik ziehen jeweils über die Landesliste in ihrem Bundesland ein. Ganserer kommt aus Bayern, Slawik aus Nordrhein-Westfalen.

Politikerin:Tessa GansererNyke Slawik
Geburtsdatum und -ort:16. Mai 1977 (Alter 44 Jahre), Zwiesel1994 (Alter 27 Jahre), Leverkusen-Opladen
Partei:Bündnis 90/Die GrünenBündnis 90/Die Grünen

Tessa Ganserer unterlag zwar haushoch gegen den CSU-Direktkandidaten Sebastian Brehm im Wahlkries Nürnberg-Nord, hatte sich aber über die bayerischen Grünen einen aussichtsreichen Listenplatz sichern können. Sie stand dort auf Platz 13. „Ich bin noch ganz überwältigt“, twitterte die 44-Jährige am Montagmorgen. Sie freue sich aber riesig auf ihre neue Aufgabe in Berlin. Versehen war der Tweet mit dem Hashtag #QueerRepräsentanzMatters.

Trans-Frauen im Bundestag: Tessa Ganserer und Nyke Slawik ziehen für die Grünen über die Landesliste ein

Ebensfalls über die Landesliste zog Nyke Slawik ins hohe Haus ein. Sie teilte sich ihren Wahlkreis mit SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, der den Wahlkreis Köln IV-Leverkusen auch gewann. „Mich haben mittlerweile Glückwünsche aus Polen, UK und den USA erreicht. Unser trans Wahlerfolg geht um die Welt“ twitterte die 27-Jährige am Montagmorgen.

Mit Nyke Slawik (links) und Tessa Ganserer ziehen erstmals zwei Trans-Frauen in den Bundestag ein. Sie werden Abgeordnete für die Grünen. (kreiszeitung.de-Montage)

Zwar gab es im Bundestag bereits einen Trans-Abgeordneten, doch Christian Schenk von Linken gab dies erst bekannt, nachdem seine Amtszeit 2002 zu Ende gegangen war. Mit der Grünen Victoria Broßart sowie der SPD-Politikerin Ria Cybill Geyer (Brandenburg) waren bei der Wahl 2021 weitere Trans-Frauen auf den Wahllisten vertreten, sie schafften aber nicht den Einzug ins Parlament. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa & Future Image/imago

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