Nach Gewalt gegen Kritiker

Tausende protestieren in Belgrad gegen die Regierung

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Im Zentrum Belgrads wird gegen die Regierung demonstriert. Foto: Boris Babic

Belgrad (dpa) - Erneut haben Tausende Menschen am Samstagabend in Belgrad gegen die Regierung des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic demonstriert. Nach Schätzungen von Augenzeugen liefen mehr als 20.000 Menschen durch das Zentrum der Hauptstadt.

Teilnehmer der Kundgebung trugen Transparente mit Aufschriften wie "Ich werde nicht schweigen", "Ich bin nicht dumm" und "Warum kämpfen wir gegen alle benachbarten Ländern". Es war der vierte Samstag in Folge, an dem Demonstranten unter dem Motto "Stoppt die blutigen Hemden!" in Belgrad auf die Straße gingen. Sie protestieren gegen die aus ihrer Sicht von der Regierung tolerierte Gewaltanwendung gegen Kritiker.

Zu den Kundgebungen rief ein Bündnis von Oppositionsparteien auf, dessen Palette von links bis ultra-rechts reicht. Die Proteste richten sich auch gegen die einseitige Parteinahme der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten für die Regierung und Vucic.

Ursprünglicher Anlass war der brutale Angriff auf den Vorsitzenden der Serbischen Linken, Borko Stefanovic, Ende November in der südserbischen Stadt Krusevac. Die Täter wurden später gefasst. Vucic verurteilte den Anschlag. Die Oppositionellen machen aber weiterhin den Präsidenten dafür verantwortlich. Sie werfen ihm vor, mit seiner aggressiven Rhetorik gegen Kritiker und Oppositionelle zu einem Klima der Gewalttätigkeit im Land beizutragen.

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