Ministerliste der Ampelkoalition

Svenja Schulze (SPD): Privates und Karriere – alles zur Entwicklungsministerin

Svenja Schulze (SPD) wird Ministerin der Ampelkoalition – damit hatte man gerechnet. Das konkrete Ministerium überrascht hingegen viele – auch ihre Kritiker.

Berlin – Das Kabinett von Kanzler Olaf Scholz steht, die Regierungsgeschäfte können aufgenommen werden. Auf die Ministerliste hat es auch Svenja Schulze geschafft. Wider Erwarten führt der Weg der SPD-Politikerin sie allerdings nicht ins Bau-, sondern ins Entwicklungsministerium. Bei der Besetzung der SPD-Ministerien ist nicht nur die Ernennung von Karl Lauterbach zum Gesundheitsminister eine Überraschung.

Name: Svenja Schulze
Partei:SPD
Amt:Entwicklungsministerin
Privat:verheiratet, keine Kinder

SPD-Politikerin Svenja Schulze: Lebenslauf, Karriere und Privates – das ist die neue Entwicklungsministerin

Die Entwicklungsministerin Svenja Schulze, die nun offiziell Teil der Regierung Scholz ist, wurde 1968 in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt Düsseldorf geboren. In kurzer Distanz zu ihrem Geburtsort absolvierte die SPD-Politikerin zwanzig Jahre später auch ihr Abitur – in Neuss. Es folgte ein Studium der Germanistik und Politikwissenschaft, das sie 1996 abschloss. Zwischen 1990 und 1991 war Schulze Vorsitzende des AStA der Ruhr-Universität-Bochum, als Mitglied des sozialistischen Hochschulbundes.

Ihr anschließender Beruf lag zwischen 2000 und 2004 in der Unternehmensberatung mit Schwerpunkt auf dem öffentlichen Sektor. Während ihres Studiums war sie zuvor im Werbe- und PR-Bereich tätig. Dem Rheinland hat die SPD-Politikerin in der Zwischenzeit den Rücken gekehrt, ihr neuer Wohnort ist Münster. Dort lebt die Entwicklungsministerin zusammen mit ihrem Ehemann Andrea Arcais. Das Ehepaar hat keine Kinder.

Ministerliste: Mit Svenja Schulze wird ein bekanntes SPD-Gesicht Ministerin

Der Kontakt zu den Sozialdemokraten kam bei Schulze früh. Bereits im Alter von 20 Jahren trat sie ihrer Partei bei, seitdem hält sie dieser die Treue. Zwischen 1993 und 1997 war Schulze Landesvorsitzende der Jusos in Nordrhein-Westfalen, bevor sie 1997 für die folgenden drei Jahre Abgeordnete im NRW-Landtag wurde. Ab 2000 ging die nordrhein-westfälische Sozialdemokratin vier Jahre einer Tätigkeit als Unternehmensberaterin nach, bevor sie 2004 wieder Abgeordnete im NRW Landtag wurde – dieses Mal für 14 Jahre. Von 2010 bis 2017 besetzte Schulze zudem den Posten als Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung in NRW.

Svenja Schulze (SPD) – Sie ist die neue Entwicklungsministerin der Ampel-Koalition.

Von 2017 bis 2018 folgte eine Tätigkeit als Generalsekretärin der SPD im Land NRW, bevor ihr 2018 der große Wurf gelang: Sie wurde Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Seit Oktober 2021 ist Svenja Schulze Mitglied des Deutschen Bundestags – nun wartet ein neues Ministerium.

Für Svenja Schulze ist es nicht das erste Ministerium – sie ist ehemalige Bundesumweltministerin

Für Schulze ist das Entwicklungsministerium neu, die Leitung von Ministerien hingegen nicht. Es ist ein fließender Übergang aus dem Umweltministerium ins Entwicklungsministerium, den die SPD-Politikerin mitmacht. Dass Schulzes neuer Arbeitsplatz dieser ist, hatten wenige erwartet. Vor Verkündung der offiziellen Ministerliste war auf Geheimpapieren damit gerechnet worden, dass es sich bei Svenja Schulze um die neue Bauministerin handeln würde – diese Stelle erhält nun Klara Geywitz.

Als Bundesumweltministerin hatte Svenja Schulze die Bürger unter anderem zum Kauf sparsamer Autos aufgerufen. Ursprünglich hatte sie strenge Abgasrichtwerte für Automobilhersteller durchsetzen wollen, knickte dann aber ein. Die SPD-Politikerin und das EU-Parlament hatten eine weitaus höhere Senkung der Emissionen gefordert, als später umgesetzt wurde. Dass sie in der Folge besonders die Verbraucher in die Pflicht nahm, war nicht überall gut angekommen.

Svenja Schulze: Auf Social Media freut sich die Entwicklungsministerin über hohe Zustimmung zum Koalitionsvertrag

Svenja Schulze und die Ampel-Koalition können die Regierungsgeschäfte aufnehmen. Sie sind vereidigt, alle Parteien haben dem Koalitionsvertrag zugestimmt. Auf den sozialen Medien freute sich die Entwicklungsministerin besonders über die hohe Zustimmung ihrer Partei zum Koalitionsvertrag. Auf Twitter schrieb die ehemalige Umweltministerin, über 98 Prozent Zustimmung zum Koalitionsvertrag seien ein sehr gutes Ergebnis. Der grüne Koalitionspartner etwa hatte seine Mitglieder in einer Urabstimmung über den Koalitionsvertrag abstimmen lassen – dabei kamen die Grünen auf 86 Prozent Zustimmung.

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Es gab einige Überraschungen auf der SPD-Ministerliste, doch nun steht sie endgültig. Auch wenn es eine andere ist als erwartet, wird Svenja Schulze eine wichtige Rolle in der neuen Regierung spielen. Die SPD-Politikerin betonte bereits die Bedeutung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit im Kampf gegen den Klimawandel – aus ihr spricht die ehemalige Umweltministerin. Als Entwicklungsministerin wird die Berücksichtigung des Klimawandels in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung jetzt Svenja Schulzes Aufgabe.* kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/dpa

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