Bundestagswahl und Stichwahlen

Superwahlsonntag in Niedersachsen: Millionen dürfen doppelt mitbestimmen

Wahlhelferin im Hintergrund, Hand mit Wahlbrief vor Wahlurne im Vordergrund
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Millionen Niedersachsen sind am Superwahlsonntag aufgerufen, ihre Stimme abzugeben (Symbolbild).

Machtverteilung im Bundestag und Führungsspitze in etlichen Städten und Gemeinden: Millionen Niedersachsen dürfen am Sonntag mehr Kreuze machen als andernorts in Deutschland.

Hannover – Zwei Wochen nach den Kommunalwahlen sind an diesem Sonntag, 26. September 2021, erneut sechs Millionen Niedersachsen zur Wahl aufgerufen. Sie können nicht nur über die neue Machtverteilung im Bundestag entscheiden, sondern bei den jetzigen Stichwahlen auch über die Führungsspitze in etlichen Städten und Gemeinden in Niedersachsen.

Deutsches Land:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019) Eurostat
Hauptstadt:Hannover

In acht großen niedersächsischen Städten wird am Sonntag darüber entschieden, wer neuer Oberbürgermeister wird: In Braunschweig, Osnabrück, Oldenburg, Lüneburg, Göttingen, Goslar, Wolfsburg und Delmenhorst. In der Region Hannover wird über das Amt des Regionspräsidenten und in den Kreisen Peine, Göttingen, Hildesheim, Gifhorn, Helmstedt, Lüchow-Dannenberg und Wesermarsch über neue Landräte entschieden.

Bundestagswahl und Stichwahlen in Niedersachsen: 76,4 Prozent Wahlbeteiligung 2017

Zur Bundestagswahl 2021 treten in Niedersachsen 21 Parteien und 21 Einzelbewerber an. Insgesamt stehen 527 Kandidaten zur Wahl – davon sind 177 weiblich. Ihr Durchschnittsalter beträgt 47 Jahre. Der jüngste Bewerber ist 18 Jahre und der älteste 77 Jahre alt. Alle Entwicklungen und Ergebnisse finden sich auch im Liveticker für die Bundestagswahl 2021 wieder.

Bei der Bundestagswahl 2017 lag die Wahlbeteiligung bei 76,4 Prozent. 34,9 Prozent der Wähler in Niedersachsen gaben damals der CDU ihre Zweitstimme, die SPD kam auf 27,4 Prozent. Dahinter lag die FDP mit 9,3 Prozent der Zweitstimmen, die AfD mit 9,1, die Grünen mit 8,7 und die Linke mit 7,0.

Bundestags- und Kommunalwahl 2021: Niedersachsen will mit mehr Wahlkabinen nachbessern

Nach vereinzelt längeren Wartezeiten in den Wahllokalen bei der Kommunalwahl wollen mehrere Städte in Niedersachsen zur Bundestagswahl nachbessern. So sollen etwa mehr Wahlkabinen aufgestellt und wichtige Corona-Regeln eingehalten werden. Zum Einsatz kommen erneut rund 75.000 Wahlhelfer, um die Wahlorganisation ehrenamtlich zu unterstützen.

Die Landesliste der CDU für die Bundestagswahl führt der Bundestagsabgeordnete Hendrik Hoppenstedt aus Burgwedel an, der seit 2018 Staatsminister im Kanzleramt ist. Der amtierende JU-Vorsitzende Tilman Kuban ist auf Platz 7 der Liste zu finden. Die SPD setzt auf Bundesarbeitsminister und Vize-Parteichef Hubertus Heil an der Spitze. Der SPD-Generalsekretär und Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil steht auf Platz 5.

Die niedersächsischen Grünen ziehen mit einem Spitzenduo aus den Bundestagsabgeordneten Filiz Polat und Sven-Christian Kindler in den Bundestagswahlkampf. Niedersachsens FDP schickt erneut den Bundestagsabgeordneten und FDP-Fraktionsvize Christian Dürr auf Platz 1 ins Rennen. Die Liste der Linken wird von Linken-Co-Fraktionschefin Amira Mohamed Ali angeführt. Bei der AfD hat sich Joachim Wundrak den Spitzenplatz gesichert.

Superwahlsonntag in Niedersachsen und Bundestagswahl in Bremen

Im Bundesland Bremen dürfen am Sonntag rund 500.000 Menschen über die neue Machtverteilung im Bundestag entscheiden. 2017 lag die Wahlbeteiligung hier bei knapp 71 Prozent. Die erfolgreichste Partei bei Erst- und Zweitstimmen war damals die SPD, gefolgt von der CDU, der Linkspartei und den Grünen. Bei den Zweitstimmen lag die SPD bei 26,8 Prozent, die CDU bei 25,1 Prozent.

Lesen Sie auch: Bundestagswahl 2021: Die besten Reaktionen auf Twitter

Über die Erststimmen in den beiden Bremer Wahlkreisen zogen damals die SPD-Kandidaten Uwe Schmidt (34 Prozent) und Sarah Ryglewski (30 Prozent) in den Bundestag für Bremen ein. Beide treten erneut an. Im Liveticker zur Bundestagswahl in Bremen lässt sich verfolgen, ob die beiden Kandidaten es erneut nach Berlin schaffen. Spitzenkandidat der Bremer CDU ist in diesem Jahr der Fraktionschef Thomas Röwekamp. Direktkandidatin für den zweiten Wahlkreis im Land Bremen ist Wiebke Winter, die jüngst als Klima-Expertin im Team des Unionskanzlerkandidaten Armin Laschet (CDU) auftrat. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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