Trotz Corona-Krise

Rückkehr ins Stadtion? Stephan Weil (SPD) lässt Bundesliga-Fans träumen

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil grinst in die Kamera. Im Hintergrund sind Fans von Werder Bremen zu sehen.
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Optimistischer Stephan Weil (SPD): Der Ministerpräsident Niedersachsens zeigt sich zuversichtlich, dass Fans in der Saison 2021/2022 wieder ins Stadion dürfen. (kreiszeitung.de-Montage)

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil macht Bundesliga-Fans Hoffnung auf eine zeitnahe Rückkehr der Fans in die Stadien – trotz Corona-Pandemie.

Hannover – Rückkehr in die Fußball-Normalität – das erhofft sich auch Stephan Weil. Der Ministerpräsident Niedersachsens rechnet für den Beginn der Saison 2021/2022 wieder mit Fans in den Stadien. „Die Ausrichtung von Fußballspielen, aber auch von kulturellen Großveranstaltungen sollte wieder möglich sein“, heißt es vonseiten des SPD-Politikers Weil im Interview mit der „Welt“.

Ministerpräsident von Niedersachsen:Stephan Weil
Geboren:15. Dezember 1958 (Alter 62 Jahre), Hamburg
Ehepartnerin:Rosemarie Kerkow-Weil (verh. 1987)
Partei:Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Amt:Mitglied des Bundesrates seit 2013
Ausbildung:Georg-August-Universität Göttingen (1978–1983)
Bücher:Das EXPO-Projekt: Weltausstellung und Stadtzukunft u.v.m.

Stephan Weil (SPD): Niedersachsens Ministerpräsident wünscht sich wieder Fans in Bundesliga-Stadien

SPD-Politiker Stephan Weil verweist in diesem Kontext auf die bundesweiten niedrigen Inzidenzwerte und eine zunehmend größer werdende Impfquote. Derzeit arbeiten die Staatskanzleien des Bundes und der Länder an einer einheitlichen Regierung. Dementsprechend steht auch noch nicht fest, „ob wir mir 20, 25 oder 30 Prozent starten werden“, sagt Stephan Weil.

Grundsätzlich spricht sich Niedersachsens Ministerpräsident aber dagegen aus, nur Geimpfte und Genesene in die Stadien zu lassen. Denn auch „aktuell Negativ-Getestete sollten gleichgestellt werden“, merkt Stephan Weil an. Hinsichtlich der Diskussion um die Zuschauerregelung bei der EM 2021 zeigt sich Weil kritischer: „Ich finde es unverantwortlich, wie sich die UEFA verhält, dass sie so etwas zulässt“.

Kritik an Stadionauslastung bei der EM 2021: Stephan Weil weist auf Gefährlichkeit von Delta-Variante hin

Stephan Weil bezieht sich konkret auf das EM-Achtelfinale zwischen England und Deutschland*. Im Austragungsort, dem Wembley-Stadion, waren 40.000 Zuschauer zugegen. Derzeit steht auch ein weiteres EM-Spiel aufgrund der Zulassung von Zuschauern in der Kritik. Im Vorrundenspiel zwischen England und Schottland haben sich nachweislich 1294 schottische Fans mit dem Coronavirus* infiziert.

Über die Delta-Variante, eine Mutation vom Coronavirus*, äußert sich Stephan Weil in diesem Zusammenhang wie folgt: „Man muss die Augen schon sehr fest zudrücken, um nicht zu erkennen, dass es sich bei der Delta-Variante um ein höchst ansteckendes Virus handelt. Wenn dann Fans aus unterschiedlichen Ländern in vollbesetzten Stadien zusammenkommen, dann schafft man ideale Voraussetzungen für weitere Ausbruchssituationen“.

Weils Unverständnis für Entscheidungen der UEFA – HSV plant Saisonstart mit 10.000 Fans im Volksparkstadion

Generell äußert sich Weil kritisch über die Politik und die Fußballfunktionäre. Niedersachsens Ministerpräsident weist darauf hin, dass zwar die ungarische und die britische Regierung die Erlaubnis für die entsprechende Stadionauslastung erteilt hätten. Dies würde „aber die UEFA nicht von ihrer Verantwortung als Veranstalter dieser EM“ entbinden. Auch Parteikollege Lars Klingbeil äußerst sich ebenfalls kritisch*.

Passend zu Stephan Weils großer Hoffnung, dass wieder Fans in den Bundesliga-Stadien erlaubt sein sollen, fügt sich das Vorhaben vom Hamburger SV ein. Der Zweitligist hofft auf eine Rückkehr seiner treuen Fans ins Volksparkstadion. Zum ersten Heimspiel in der neuen Saison plant der HSV mit bis zu 10.000 Fans*. Nordrivale Werder Bremen visiert zumindest 8.500 Zuschauer* zum Start an. Ob es klappt? * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und deichstube.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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