70 Prozent dafür

CDU-Anhänger wollen Söder statt Laschet als Kanzlerkandidaten

Klatsche für Armin Laschet: 70 Prozent der CDU-Unterstützer wollen ihn nicht mehr als Kanzlerkandidaten. Markus Söder soll lieber übernehmen. Ein Hirngespinst?

Berlin – Streit statt Parteifrieden: Die Union versinkt jetzt komplett im Personalstreit. Wenige Wochen vor der Bundestagswahl entzieht die Mehrheit der Unterstützer von CDU und CSU dem Kanzlerkandidaten Armin Laschet das Vertrauen. So befürworten rund 70 Prozent einen Wechsel auf Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), wie aus einer am Mittwoch, 25. August veröffentlichten Civey-Umfrage hervorgeht. Nur 23 Prozent wollen an Laschet festhalten.

Deutscher Politiker:Armin Laschet (CDU)
Geboren:18. Februar 1961, Aachen
Privat:verheiratet, drei Kinder
Aktuelles Amt:NRW-Ministerpräsident und Parteivorsitzender

Bundestagswahl 2021: CDU-Anhänger wollen lieber Markus Söder statt Armin Laschet als Kanzlerkandidat

Die Personaldebatte tobt seit Wochen innerhalb der Union. Nach einem heftigen Absturz in den Umfragen steht Laschet mächtig unter Druck. Nachdem er nach seiner Nominierung lange wie der sichere Sieger im Rennen um die Nachfolge von Bundeskanzlerin Angela Merkel ausgesehen hatte, muss er sich mittlerweile mit Platz zwei begnügen. Laut einer am Dienstag, 24. August veröffentlichten Forsa-Umfrage überholte die SPD die CDU und ist jetzt mit zwei Prozentpunkten Vorsprung wieder stärkste Kraft – zum ersten Mal nach 15 Jahren.

Für ihn wird es knapp: Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) steht unter Druck.

In der Union liegen die Nerven deswegen seit Tagen blank. Unionsabgeordnete stellten Laschet bereits ein Ultimatum für einen Rückzug. Und auch Söder kritisierte unverhohlen den Wahlkampf von Laschet. Die neue Civey-Umfrage bestätigt nun die großen Vorbehalte innerhalb der Union gegen den eigenen Kandidaten.

Wechsel des Kanzlerkandidaten: Laschet unter Druck – SPD liegt in Umfrage vor der CDU

Erstaunlich ist: Der Kanzlerkandidat schneidet im eigenen Lager schlechter ab als in der Bevölkerung. Laut Civey halten in der Gesamtbevölkerung nur 52 Prozent einen Wechsel im Schlussspurt des Wahlkampfes noch für sinnvoll.

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Ohnehin ist es fraglich, ob die Union überhaupt diesen Schritt noch wagen würde. Zwar stichelt Söder, der selber Ambitionen auf den Spitzenposten gehabt hatte, permanent in Gremiensitzungen gegen Laschet. Doch nach außen schloss er offiziell aus, in diesem Wahlkampf noch ins Rennen zu gehen. „Ich habe einmal ein Angebot gemacht, ein zweites Mal bringt überhaupt nix“, sagte der Ministerpräsident laut der Nachrichtenagentur dpa beim Fernsehsender münchen.tv. Die jüngste Debatte um einen Wechsel des Unionskanzlerkandidaten sei nur ein Hirngespinst. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa/picture alliance

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