Sexuelle Zwangsarbeit in KZ-Bordellen

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Ab 1942 haben die Nationalsozialisten in den meisten großen Konzentrationslagern Bordelle für Häftlinge eingerichtet. Mehrere hundert Zwangsprostituierte mussten in den Lagerbordellen anschaffen. Auch in diesem Zimmer im KZ Buchenwald: Durch den Türspion sahen die SS-Wächter zu.
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Der perverse Plan kam von Heinrich Himmler: Der SS-Chef ließ in Lagern Bordelle bauen. Als Anreiz für fleißige KZ-Häftlinge, mehr zu arbeiten.
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Knapp zehn Jahre hat der Kulturwissenschaftler Robert Sommer an seinem Buch "Das KZ-Bordell" gearbeitet. Jahrelang hat der 35-Jährige in Archiven geforscht, mit dutzenden ehemaligen KZ-Häftlingen gesprochen und in einer Datenbank die Schicksale von Frauen in KZ-Bordellen gesammelt.
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Seine Arbeit ist als Buch im Ferdinand Schoeningh Verlag erschienen.
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Um die Produktionsziele in den KZ-Betrieben und Steinbrüchen zu erreichen, hat Heinrich Himmler in den Lagern ein Prämiensystem eingeführt. Hart arbeitende KZ-Häftlinge sollten Prämienscheine erhalten, mit denen sie in den Lagern Essen und Zigaretten kaufen konnten - oder Frauen. 
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Ein Antragsschein für den Bordellbesuch im KZ Dachau. Mit diesem Schreiben musste der Häftling "gehorsamst" darum bitten, "das Bordell besuchen zu dürfen".
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Ein Arzt untersuchte die Zwangsprostituierten regelmäßig auf Krankheiten. Auch hier hielt die SS alles akribisch fest. Die Abbildung zeigt einen Begleitzettel aus dem Lagerbordell Monowitz. Der SS-Arzt nahm an Frauen im Rahmen der "regelmäßigen Untersuchung des Bordells" Muttermundabstriche vor.
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Der Begleitzettel einer Frau, die von den Nazis für den "Sonderbau" vorgesehen war und sich "zur Beobachtung" im Block 10 des Stammlagers Auschwitz befand. Das Dokument ist vom 29. März 1944. Ein SS-Arzt untersuchte das Blut der Frau auf Syphilis.

Ab 1942 haben die Nationalsozialisten in den meisten großen Konzentrationslagern, wie Dachau, Buchenwald oder Auschwitz, Bordelle für Häftlinge eingerichtet. Mehrere Hundert Zwangsprostituierte mussten in den Lagerbordellen anschaffen.

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