„Furchtbare Gewalt“

Wende nach blutiger Attacke in Schweden: Sieben zum Teil schwer Verletzte - Polizei geht nicht mehr von Terror aus

Ein Polizeiwagen steht an einem abgesperrten Bereich nach einem mutmaßlich terroristischen Angriff auf mehrere Menschen in Vetlanda.
+
Ein Polizeiwagen steht an einem abgesperrten Bereich nach einem mutmaßlich terroristischen Angriff auf mehrere Menschen in Vetlanda.

In der schwedischen Stadt Vetlanda ist ein Angriff mit mehreren Verletzten verübt worden. Die Polizei ermittelte zunächst wegen Terrorverdachts.

Update vom 4. März, 12.55 Uhr: Die Polizei in Schweden geht nicht mehr davon aus, dass der Angriff auf mehrere Menschen in der Stadt Vetlanda eine Terrortat war. Der zuständige Staatsanwalt sagte der schwedischen Nachrichtenagentur TT am Donnerstag, gegen den mutmaßlichen Täter werde nun wegen versuchten Mordes ermittelt. „Derzeit gibt es nichts Konkretes, das in eine andere Richtung weist, aber wir befinden uns noch am Anfang der Ermittlungen“, sagte Adam Rullman.

Der Angriff fand am Mittwoch im Zentrum der Kleinstadt Vetlanda in Südschweden statt. Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den Zwanzigern, hatte offenbar wahllos Passanten mit einer Waffe angegriffen. Sieben Menschen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Bei seiner Festnahme wurde der Mann von der Polizei angeschossen.

Terror-Angriff in Schweden: Sieben zum Teil schwer Verletzte

Update vom 4. März, 8.15 Uhr: Bei dem als mutmaßlicher Fall von Terrorismus eingestuften Stichwaffenangriff in Schweden sind nach jüngsten Angaben sieben Menschen verletzt worden. Die Polizei korrigierte die Opferzahl in der Nacht zum Donnerstag nach unten. Der mutmaßliche Täter wurde von Polizisten angeschossen und erlitt Beinverletzungen. Er wurde festgenommen. Drei der Opfer schweben in Lebensgefahr, zwei weitere sind schwer verletzt.

Der Angreifer hatte am Mittwoch in der Kleinstadt Vetlanda in Südschweden Passanten angegriffen. Zunächst hatte die Polizei den Fall als versuchten Mord eingestuft, später sprachen die Ermittler von einem möglichen „terroristischen Angriff“. Darauf deuteten Indizien hin, sagte Polizeichefin Malena Grann. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die „schreckliche Tat“.

Video: Mindestens acht Verletzte nach Messerangriff in Schweden

Mutmaßlicher Terror-Angriff in Schweden: Acht Verletzte - Polizei schießt auf Täter

Update vom 3. März, 21.35 Uhr: Bei einer mutmaßlichen Terrortat in einer Kleinstadt in Schweden hat ein Angreifer mehrere Menschen verletzt. Er wurde daraufhin am Mittwochnachmittag im Zusammenhang mit seiner Festnahme von der Polizei angeschossen und ins Krankenhaus gebracht. Acht Personen seien attackiert und verletzt worden, erklärte der lokale Polizeichef Jonas Lindell am Abend auf einer Pressekonferenz. Sie würden ebenfalls im Krankenhaus behandelt. Bei wie vielen es sich davon um Schwerverletzte handelte, konnte er nicht sagen.

Es werde nun dahingehend ermittelt, ob es ein mögliches Terrormotiv gebe, sagte die Polizeichefin der Region Jönköping, Malena Grann. Darauf deuteten bestimmte Details hin, die sie jedoch nicht genauer nennen könne. Man arbeite eng mit der schwedischen Sicherheitspolizei Säpo zusammen. Es gebe keine Anzeichen für weitere Täter. Zur Nationalität des Angreifers wollten sich die Ermittler nicht äußern. Das Motiv und der genaue Handelsverlauf der Tat in Vetlanda blieben weiterhin offen. Um was für eine Waffe es sich handelte, gab die Polizei ebenfalls noch nicht bekannt.

Am Abend äußerte sich der schwedische Ministerpräsident Stefan Löfven auf Facebook. „Ich verurteile diese furchtbare Gewalt“, schrieb er. Er sei in Gedanken bei denjenigen, die in Vetlanda verletzt worden seien. „Wir werden daran erinnert, wie zerbrechlich unsere sichere Existenz ist“, so der Regierungschef.

Acht Verletzte nach mutmaßlichem Terror-Angriff in Schweden: Polizei schießt auf Täter

Erstmeldung vom 3. März: Vetlanda - Nach einem Angriff in einer südschwedischen Kleinstadt mit wohl mehreren Verletzten ermittelt die Polizei wegen Terrorverdachts. Der Vorfall in Vetlanda werde mittlerweile als mutmaßliche Terrortat eingestuft, teilte die schwedische Polizei am Mittwochabend mit. Zunächst war wegen versuchten Mordes ermittelt worden. Für den Abend war eine Polizei-Pressekonferenz geplant.

Bei der Tat in Vetlanda rund 270 Kilometer südwestlich von Stockholm hatte ein Mann eine Reihe von Menschen mutmaßlich mit einer Stichwaffe angegriffen. Der junge Angreifer - mutmaßlich ein Einzeltäter im Alter von 20 bis 30 Jahren - wurde daraufhin von der Polizei angeschossen und festgenommen. Er kam verletzt in ein Krankenhaus. Das Tatmotiv war zunächst ebenso unklar wie die genaue Art der Waffe.

Nach Polizeiangaben waren acht Menschen auf unterschiedliche Weise von dem Zwischenfall betroffen - über die Art ihrer möglichen Verletzungen wurden zunächst keine Angaben gemacht. Innenminister Mikael Damberg sprach nach Angaben der Nachrichtenagentur TT in einer Mitteilung davon, dass mehrere Personen schwer verletzt worden seien. Berichte über Tote gab es nicht. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Blutiger Dornfelder: ein Krimi-Rotwein-Paket zum Genießen

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Trauerfeier für Prinz Philip am kommenden Samstag

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Große Anteilnahme am Tod Prinz Philips

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Bayern verlieren Final-Wiedersehen gegen Paris Saint-Germain

Meistgelesene Artikel

Merkels Notbremsen-Gesetz durchgesickert: Kanzlerin will „Brücken-Lockdown“ - erster Widerstand im Bundestag

Merkels Notbremsen-Gesetz durchgesickert: Kanzlerin will „Brücken-Lockdown“ - erster Widerstand im Bundestag

Merkels Notbremsen-Gesetz durchgesickert: Kanzlerin will „Brücken-Lockdown“ - erster Widerstand im Bundestag
Corona: Forscher warnen Merkel-Regierung vor Symbol-Maßnahmen - „DRINNEN lauert die Gefahr“

Corona: Forscher warnen Merkel-Regierung vor Symbol-Maßnahmen - „DRINNEN lauert die Gefahr“

Corona: Forscher warnen Merkel-Regierung vor Symbol-Maßnahmen - „DRINNEN lauert die Gefahr“
Zweite Corona-Welle trifft Deutschland: Spahn erklärt Plan - Kritik an aktueller Regelung

Zweite Corona-Welle trifft Deutschland: Spahn erklärt Plan - Kritik an aktueller Regelung

Zweite Corona-Welle trifft Deutschland: Spahn erklärt Plan - Kritik an aktueller Regelung
Droht Angela Merkel eine bittere Niederlage? Streit mit Ländern um Corona-Notbremse eskaliert - „Entwürdigend“

Droht Angela Merkel eine bittere Niederlage? Streit mit Ländern um Corona-Notbremse eskaliert - „Entwürdigend“

Droht Angela Merkel eine bittere Niederlage? Streit mit Ländern um Corona-Notbremse eskaliert - „Entwürdigend“

Kommentare