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Schweden: Drei Menschen schweben nach Messerattacke in Lebensgefahr

Bei einem Messerangriff in der schwedischen Stadt Vetlanda werden sieben Menschen zum Teil schwer verletzt. Erst besteht Terrorverdacht.

  • In Schweden werden mehrere Menschen zum Teil schwer verletzt – erst besteht Terrorverdacht.
  • Schauplatz des Angriffes ist die Stadt Vetlanda.
  • Das Motiv der Tat war zunächst unklar.

+++ 17.45 Uhr: In der schwedischen Kleinstadt Vetlanda hat ein Mann scheinbar wahllos mit einem Messer auf Passanten eingestochen und dabei sieben Menschen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Die Polizei schloss am Donnerstag einen terroristischen Hintergrund der Tat aus. Auch eine Verbindung zwischen dem Täter und den Opfern habe man nicht feststellen können.

Gegen den Mann werde nun wegen siebenfachen Mordversuchs ermittelt, sagte Staatsanwalt Adam Rullman. „Derzeit gibt es nichts Konkretes, was in eine andere Richtung weist, aber wir befinden uns noch am Anfang der Ermittlungen.“
Bei den Verletzten handelt es sich um sieben Männer im Alter zwischen 35 und 75 Jahren. Der Zustand der drei Schwerverletzten sei inzwischen stabil, sagte der Krankenhausdirektor.

Mann sticht in Schweden auf Passanten ein – 22-Jähriger nicht vernehmungsfähig

Bei seiner Festnahme erlitt der 22-Jährige eine Schussverletzung im Bein. Auch er werde im Krankenhaus behandelt, seine Verletzungen seien aber nicht lebensgefährlich, so die Polizei. Der Mann komme aus Afghanistan und lebe in Vetlanda. Er sei wegen kleinerer Straftaten bekanntgewesen.

Die Tat setzte die Kleinstadt mit ihren 13.000 Einwohnern unter Schock. „Es gibt so viele Fragen, und man wundert sich, was passiert ist und was dahintersteckt“, sagte Gemeindedirektor Magnus Färjhage auf einer Pressekonferenz. „Es ist ein Alptraum und unglaublich schwer für die Angehörigen. Es ist schwer für uns alle.“

Schweden: Drei Menschen schweben nach Attacke in Lebensgefahr

Update vom Donnerstag, 04.03.2021, 11.35 Uhr: Bei der mutmaßlichen Terrortat in Schweden wurden drei Menschen lebensgefährlich verletzt. Das meldete die schwedische Nachrichtenagentur TT unter Berufung auf die betroffenen Krankenhäuser der Region Jonköping. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden. Die Polizei in Jonköping konzentrierte sich am Donnerstag auf die Vernehmung von Zeugen der Tat. Am Nachmittag (15.00 Uhr) wollte sie bei einer Pressekonferenz weitere Einzelheiten mitteilen.

Nach jüngsten Angaben der Polizei sind bei dem Angriff mit einer Stichwaffe im schwedischen Vetlanda Schweden sieben Menschen verletzt worden. Zuvor war die Rede von acht Personen gewesen. Der mutmaßliche Täter wurde bei der Festnahme angeschossen und liegt ebenfalls im Krankenhaus. Er soll der Polizei wegen kleinerer Straftaten bekannt gewesen sei. Das Motiv der Tat war zunächst unklar. Details in der Ermittlung gäben Anlass, ein mögliches terroristisches Motiv zu untersuchen, hieß es am Mittwochabend in einer Mitteilung der Polizei. Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven verurteilte die „schreckliche Tat“.

Polizisten stehen in einem abgesperrten Bereich nach einem Angriff auf mehrere Menschen in Vetlanda.

Mutmaßlicher Attentäter in Schweden wohl mit einer Axt bewaffnet

Erstmeldung vom 03.03.2021: Vetlanda - Bei einem mutmaßlichen Terroranschlag in der schwedischen Stadt Vetlanda wurden acht Menschen zum Teil schwer verletzt. Laut Polizeisprecherin Angelica Israelsson Silfver wurde der mutmaßliche Täter, ein Mann „in den Zwanzigern“, beim Versuch der Verhaftung durch die Polizei angeschossen. Er soll wohl am Bein getroffen worden sein.

Wie der schwedische Fernsehsender Sveriges Television berichtet, soll der Tatverdächtige wohl mit einer Axt bewaffnet gewesen sein und die Opfer mithilfe des Werkezeuges verletzt haben. Der Vorfall wurde von der schwedischen Polizei zunächst als mutmaßlicher Mordversuch eingestuft, später am Abend wurde die kriminelle Einstufung dann in einen mutmaßlichen Terroranschlag geändert.

Genauere Hinweise über den Tathergang möchte die schwedische Polizei noch nicht machen: „Es gibt einige Zeugen, die wir in ihrer Aussage nicht darin beeinflussen wollen, was sie gesehen haben und nicht. Wir werden einfach sehen, wie viel mehr wir später sagen können“, so Polizeisprecherin Israelsson Silfver. Die Polizei wurde am Mittwoch gegen 15 Uhr ins Zentrum von Vetlanda gerufen. Laut den Berichten der Anrufer:innen seien mehrere Personen mit einer Axt angegriffen und verletzt worden.

Nach mutmaßlichem Terroranschlag in Schweden: Tatverdächtiger im Krankenhaus

Der Tatverdächtige steht zurzeit nach Angaben von Thomas Agnevik, ebenfalls Sprecher der schwedischen Polizei, in dem Krankenhaus, in dem er medizinisch versorgt wird, unter polizeilicher Bewachung. Seine Verletzungssituation ist noch unklar. Bekannt ist, dass der Mann lebend eingeliefert wurde. Während des Polizeieinsatzes wurden mehrere Gebiete im Zentrum der Stadt abgesperrt, darunter das Bahnhofsviertel. Der Zugverkehr durch Vetlanda wurde zunächst eingestellt, jedoch in begrenztem Umfang bereits wieder aufgenommen.

Insgesamt seien rund 15 Polizeipatrouillen vor Ort eingesetzt worden, unter ihnen auch Forensiker:innen. Seit etwa 16 Uhr arbeitet die Polizei daran, Beweise zu sichern und hält Verhöre ab. Die schwedische Sonderstaatsanwaltschaft hat routinemäßig eine Untersuchung der polizeilichen Maßnahmen im Zusammenhang mit der Festnahme eingeleitet. (Mirko Schmid)

Rubriklistenbild: © Mikael Fritzon/dpa

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