Schäuble: Athen zahlt Juni-Rate nicht an IWF

Wolgang Schäuble während einer Pressekonferenz in Brüssel. Foto: Olivier Hoslet
+
Wolgang Schäuble während einer Pressekonferenz in Brüssel. Foto: Olivier Hoslet

Dramatische Stunden in Brüssel, Berlin und Athen: In Griechenland haben die Geldhäuser geschlossen, nur noch Mini-Beträge können abgehoben werden. Nun kann Athen auch seine Schulden beim Internationalen Währungsfonds (IWF) nicht mehr bedienen.

Berlin (dpa) - Griechenland wird die im Juni fällige Rate an den Internationalen Währungsfonds (IWF) nach Angaben von Bundesfinanzminister Schäuble nicht zahlen. «Griechenland hat angekündigt, den IWF nicht zu bezahlen, damit entfällt jede künftige Zahlung durch den IWF», sagte er im ARD-«Brennpunkt».

Der IWF in Washington wollte den Ausfall der fälligen Rate nicht kommentieren. Sollte das Geld nicht eingehen, wäre Griechenland das erste entwickelte Land, das seine IWF-Schulden nicht pünktlich zahlt.

Griechenland sollte an diesem Dienstag eine fällige Rate von knapp 1,6 Milliarden Euro an den Internationalen Währungsfonds (IWF) zurückzahlen. Der IWF hatte Athen bereits zugestanden, eigentlich früher fällige Beträge gebündelt am Ende des Monats zurückzuzahlen. Einen weiteren Aufschub hatte IWF-Chefin Christine Lagarde allerdings ausgeschlossen.

Schäuble kritisierte den Kurs der griechischen Regierung in den Verhandlungen über den künftigen Reformkurs abermals heftig. «Diese Regierung hat jedes Vertrauen zerstört und damit dem laufenden Programm jede Grundlage entzogen», sagte er. Die griechische Regierung habe «ein unglaubliches Verhalten an den Tag gelegt».

Zugleich bekräftigte der Finanzminister, dass die Tür für weitere Hilfen offen bleibt. «Wir sind weiter bereit, Griechenland und dem griechischen Volk zu helfen.»

EU-Währungskommissar Pierre Moscovici äußerte sich bereits im Vorfeld skeptisch. Die Kassen in Athen seien leer, sagte er dem französischen Sender RTL. Ohne Einigung auf ein Reformpaket fließen 15,5 Milliarden Euro Hilfen nicht, die die Geldgeber - Internationaler Währungsfonds (IWF), Europäische Zentralbank (EZB) und die Partner in Europa - zuletzt in Aussicht gestellt hatten.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Perfekt für den Frühling: Weinpaket „Grün, Grüner, Veltliner“

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Trotz großem Kampf gegen Man City: Aus für den BVB

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Smartes Housekeeping: Haushaltshilfe einfach online buchen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Bindung zu Ihrem Hund stärken – Jetzt kostenlos an einem Online-Kurs teilnehmen

Meistgelesene Artikel

Merkel will Ausgangssperren durch Bundestag peitschen: CDU-Ministerpräsidenten revoltieren - „völlig unkreativ“

Merkel will Ausgangssperren durch Bundestag peitschen: CDU-Ministerpräsidenten revoltieren - „völlig unkreativ“

Merkel will Ausgangssperren durch Bundestag peitschen: CDU-Ministerpräsidenten revoltieren - „völlig unkreativ“
Baerbock oder Habeck: Wer ist der bessere Kanzlerkandidat der Grünen?

Baerbock oder Habeck: Wer ist der bessere Kanzlerkandidat der Grünen?

Baerbock oder Habeck: Wer ist der bessere Kanzlerkandidat der Grünen?
Geheim-Plan von Spahn durchgesickert: Starke Lockerungen für Corona-Geimpfte - unter einer Bedingung

Geheim-Plan von Spahn durchgesickert: Starke Lockerungen für Corona-Geimpfte - unter einer Bedingung

Geheim-Plan von Spahn durchgesickert: Starke Lockerungen für Corona-Geimpfte - unter einer Bedingung
Corona-Regeln: In Hamburg gilt jetzt Maskenpflicht im Auto

Corona-Regeln: In Hamburg gilt jetzt Maskenpflicht im Auto

Corona-Regeln: In Hamburg gilt jetzt Maskenpflicht im Auto

Kommentare