Wichtigstes Anliegen verhallt

Sachsen: Maaßen verblüfft vor Wahlkampf-Auftritt mit Aussage über sich selbst

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Auf Wahlkampftour in Sachsen: Ex-Verfassungsschutz-Chef Maaßen in Radebeul

Hans-Georg Maaßen reist auf seiner CDU-Wahlkampftour nach Radebeul in Sachsen. Er trifft dabei auf einen Saal mit vielen AfD-Anhängern.

Radebeul - Der frühere Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat am Donnerstagabend versucht, Wahlkampf für die CDU in Sachsen zu machen. Berichten zufolge wollten allerdings vor allem AfD-Anhänger den Ex-Geheimdienstchef in der 34.000-Einwohner-Stadt Radebeul nahe Dresden sehen. Sachsens Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) hatte Maaßen in seinen Wahlkreis eingeladen hat. 

Maaßen erneuerte in Radebeul seine Forderung nach einem konsequenten Vorgehen bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber. Sie müssten nicht nur rechtlich, sondern tatsächlich abgeschoben werden, sagte er. Das gelte vor allem für Straftäter. „Rechtsstaatlichkeit ist wichtig für die Stabilität des Staates.“ Recht müsse auch dann vollzogen werden, wenn es „schlechte Bilder“ mit sich bringe.

CDU in Sachsen drohen Verluste - Maaßens Wahl-Appell verpufft

Laut spiegel.de versammelten sich etwa 200, vor allem ältere Herren, in Radebeul im „Goldenen Anker“ und lauschten den Worten des früheren Verfassungsschutzpräsidenten. Mehrfach gaben sich AfD-Politiker und auch AfD-Wähler zu erkennen und lobten Maaßen. Auch die AfD-Bundestagsabgeordneten Jens Maier und Detlev Spangenberg waren unter den Gästen, wie bild.de berichtet.

Der CDU in Sachsen drohen bei der Landtagswahl am 1. September herbe Verluste. Die AfD setzt darauf, stärkste Kraft zu werden. Deshalb erhoffen sich Teile der CDU in Sachsen, mit Stimmen von begeisterten Maaßen-Anhängern Prozentpunkte zurückzugewinnen.

Ob das funktioniert, ist fraglich. Wie welt.de berichtet, teilte das Publikum in Radebeul seine kritische Einschätzung der Sicherheitslage im Land. Allerdings sei Maaßens Appell, CDU zu wählen, verpufft. 

Hans-Georg Maaßen überrascht vor Sachsen-Auftritt mit dieser Aussage

Maaßen hatte am Mittwoch mit einer Aussage über seine politische Selbstverortung überrascht. Der frühere Verfassungsschutzpräsident und Mitglied der konservativen CDU/CSU-Splittergruppe Werte-Union hält sich selbst nicht für rechts. „Menschen, die mich näher kennen, halten mich für sozial und damit für eher links - und für einen Realisten. So sehe ich mich auch“, sagte Maaßen der Rheinischen Post. 

Für viele Wähler drängt sich unterdessen eine andere Frage zur AfD auf: Wie ähnlich sind sich AfD und NPD laut Wahl-O-Mat wirklich?

dpa/erb

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