Fünf Jahre nach Referendum

„Beispielloser, propagandistischer Druck“: Russland sieht wachsende Akzeptanz für Krim

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Das internationale Völkerrecht sieht die Krim weiter als Teil der Ukraine. Russland hingegen beobachtet auf politischer Ebene wachsende Akzeptanz.

Während die EU und die USA die Übernahme der Krim weiterhin nicht anerkennen, sieht Russland auf internationalem Parkett wachsendes Verständnis für die Vereinigung mit der Halbinsel.

Moskau - Russland sieht zum fünften Jahrestag der umstrittenen Vereinigung mit der Schwarzmeer-Halbinsel Krim trotz westlicher Sanktionen eine wachsende internationale Akzeptanz für seine Politik. „In der Welt wächst das Verständnis dafür, dass die Krim Teil Russlands ist - und zwar für immer, und dass es keinen Weg zurück gibt“, schrieb die Vorsitzende des russischen Föderationsrates, Walentina Matwijenko, in der Moskauer Zeitung „Iswestija“.

Dagegen sieht das Völkerrecht die Krim weiter als Teil der Ukraine. Die EU und die USA sowie die Ukraine sprechen von Annexion. „Mit jedem Jahr erhöht sich die Zahl ausländischer Politiker, gesellschaftlicher Akteure und Journalisten, die die Halbinsel besuchen“, schrieb die mächtigste Politikerin des Landes. Kremlchef Wladimir Putin wollte bei einem Besuch auf der Krim am Montag auch französische Politiker treffen, wie die Agentur Interfax meldete.

März 2018: Krim-Ukrainer entscheiden sich für Beitritt zu Russland

Vor fünf Jahren habe die Krim-Bevölkerung ihr Recht auf Selbstbestimmung wahrgenommen, meinte Matwijenko. Damals stimmten die Menschen dort bei einem international nicht anerkannten Referendum für den Beitritt zu Russland. Der Vereinigung wurde am 18. März 2014 mit einem Vertrag besiegelt.

Blick auf die neue Brücke, die die von Russland annektierte Halbinsel Krim mit dem russischen Festland verbindet. Die Brücke wurde im Mai 2018 eröffnet ist 19 Kilometer lang.

Matwijenko räumte ein, dass es trotz aller Fortschritte noch reichlich Probleme gebe. Steigen müssten etwa die Einkommen und die Zahl der Arbeitsplätze. Als Teil der Ukraine habe die Krim aber viele Jahre einen Niedergang hinnehmen müssen. Dass die Bevölkerung zu Russland stehe, sieht Matwijenko als wichtigstes politisches Ergebnis der vergangenen fünf Jahre. „Das ist umso wichtiger, weil das vor dem Hintergrund eines beispiellosen politischen, wirtschaftlichen und propagandistischen Drucks des Westens erreicht wurde“, schrieb sie.

dpa

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