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Preisliste veröffentlicht: Putin lockt Russlands Soldaten mit Kopfgeld

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Von: Jens Kiffmeier

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Mehr Geld, höhere Kampfmoral: Mit neuen Kopfgeldern und Abschussprämien will Russland die Gegenoffensive der Ukraine stoppen. Kann das gelingen?

Moskau/Kiew – Verzweifelter Versuch: Mit der Erhöhung vom Sold will Russland eine Kehrtwende im Ukraine-Krieg einleiten. So soll den Soldatinnen und Soldaten zusätzlich Kopfgelder und Abschussprämien gezahlt werden, wie der Armeesender „Swesda“ laut der Nachrichtenagentur dpa berichtet, der sogar eine Art Preisliste veröffentlichte. Dadurch will der Kreml offenbar die Motivation in den Reihen der eigenen Truppen möglichst schnell erhöhen. Dennoch bleiben Zweifel, ob das klappen kann.

Ukraine-News: Nach der Gegenoffensive in Cherson zahlt Russland seinen Soldaten Kopfgeld

Im Ukraine-Krieg musste Russland zuletzt herbe Rückschläge hinnehmen. Nach einer massiven Gegenoffensive drängten die ukrainischen Truppen die Invasoren weit zurück. In den vergangenen Tagen konnte die Region rund um Cherson befreit werden. Dadurch eröffnen sich der Ukraine neue strategische Optionen. Militärbeobachter rechneten zuletzt damit, dass von dort die Befreiung des Südens, einschließlich der besetzten Halbinsel Krim, gestartet werden könnte.

Lockt Soldaten mit Kopfgeld und Abschussprämien: Russlands Präsident Wladimir Putin.
Lockt Soldaten mit Kopfgeld und Abschussprämien: Russlands Präsident Wladimir Putin. © Sergei Savostyanov/Arno Burgi/dpa/Pool Sputnik Kremlin/ap/Montage

Doch trotz der Verluste will Russlands Präsident Wladimir Putin offenbar noch einmal zu einem Gegenschlag ausholen. Mit Extra-Geld soll nun die Kampfmoral der eigenen Truppen wieder aufgebaut werden. Laut dem Medienbericht sollen die Soldatinnen und Soldaten bei Verdiensten auf dem Schlachtfeld extra belohnt werden.

Ukraine-News: Abschussprämien und Kopfgelder sollen Putins Soldaten aktuell anstacheln

Demnach wird der Abschuss eines ukrainischen Flugzeugs mit umgerechnet 5000 Euro vergütet, ein Hubschrauber mit etwas mehr als 3200 Euro, ein Kampfpanzer mit gut 1600 Euro. „Darüber hinaus sind Auszahlungen an Soldaten, die sich bei der Vernichtung von Kämpfern und der Erfüllung anderer Aufgaben besonders hervorgetan haben, möglich – bis zu 100.000 Rubel“ (gut 1600 Euro), hieß es.

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Doch unklar ist, ob das Geld jemals bei den Soldatinnen und Soldaten ankommt, die zu einem Großteil aus verarmten Regionen Russlands stammen und für einen Hungerlohn in den Krieg ziehen. In den vergangenen Monaten waren in den sozialen Netzwerken immer wieder Beschwerden aufgetaucht, wonach schon nicht der normale Sold ausgezahlt worden war. Immer wieder kam es in den besetzten Gebieten deshalb zu Plünderungen.

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