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Wladimir Putin im Koma? Tschetschenen-Bluthund befeuert Gerüchte

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Von: Nail Akkoyun

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Tschetschenien-Führer Kadyrow spricht über Gerüchte, denen zufolge Wladimir Putin im Koma liegt. Tatsächlich kursierte diese Behauptung aber überhaupt nicht.

Moskau/Grosny – Kaum vergeht ein Tag, an dem nicht neue Gerüchte um Wladimir Putin und dessen gesundheitliche Verfassung in die Welt gesetzt werden. Was an den vielen Berichten tatsächlich dran ist, dürften nur die engsten Vertrauten des russischen Präsidenten wissen. Dessen Scherge, Ramsan Kadyrow, fühlte sich jüngst dazu genötigt, die vielen Spekulationen rund um Putin zu kommentieren – und heizt die Gerüchteküche damit nur noch weiter an.

Dabei lesen sich die vielen Mutmaßungen ohnehin schon wie die Krankenakte eines Todgeweihten: verschiedene Krebserkrankungen, geschüttelt von Parkinson, gepaart mit fragwürdigen, angeblichen Therapiemethoden wie das Baden in Hirschgeweihblut. Nun soll Wladimir Putin auch noch im Koma liegen.

Über Wladimir Putins Gesundheitszustand wird viel gemunkelt. Der Tschetschenen-Anführer Ramsan Kadyrow spricht nun sogar über Spekulationen, denen zufolge der Präsident im Koma liegen soll. (Archivfoto)
Über Wladimir Putins Gesundheitszustand wird viel gemunkelt. Der Tschetschenen-Anführer Ramsan Kadyrow spricht nun sogar über Spekulationen, denen zufolge der Präsident im Koma liegen soll. (Archivfoto) © Pavel Bednyakov/Imago

Gerüchte um Wladimir Putin: „Besser, wenn ihr euren Mund haltet“

Zumeist stammen die Behauptungen zu Putins Gesundheitszustand aus anonymen Quellen, wie etwa ungenannte Oligarchen, oder auch Geheimdienstmitarbeitende, die von verschiedenen Gebrechen des Kreml-Chefs berichten. Doch Ramsam Kadyrow steht Wladimir Putin so nahe wie kaum ein anderer. Bereits seit 2007 steht der „Bluthund“, wie Kadyrow seit Jahren von der Presse betitelt wird, als Präsident an der Spitze der autonomen Republik Tschetschenien – und bewegt sich damit seit 15 Jahren im Dunstkreis des russischen Staatsoberhaupts.

„Dass unser Präsident ins Koma gefallen ist“ sei unwahr, ebenso wie die Behauptung, dass man „sich aktuell nach einem Ersatz“ umschaue, sagte Kadyrow in einer auf Telegram verbreiteten Audio-Nachricht. Das Problem: Entsprechenden Behauptungen kursierten gar nicht erst. Einzige Quelle der Gerüchte ist der Putin-Scherge selbst. Erst kürzlich habe er mit Putin gesprochen, dessen Stimme „sehr fröhlich, aber bestimmt“ gewesen sei.

Gleichzeitig drohte Kadyrow allen, die Gerüchte über Wladimir Putins Gesundheitszustand verbreiten: „Ich gebe euch den Rat, dass es besser ist, wenn ihr euren Mund haltet“, sagte der tschetschenische Machthaber.

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