Trotz landesweiter Demos

Kreml sieht in Nawalny keine Konkurrenz für Putin

Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny (verdeckt, hinten, M) wird in Moskau von Polizisten festgenommen. Foto: Evgeny Feldman
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Der russische Oppositionelle Alexej Nawalny (verdeckt, hinten, M) wird in Moskau von Polizisten festgenommen. Foto: Evgeny Feldman

Moskau (dpa) - Trotz der landesweiten Demonstrationen gegen die russische Präsidentenwahl sieht der Kreml im Oppositionellen Alexej Nawalny keine ernsthafte Bedrohung für Amtsinhaber Wladimir Putin.

"Die Beliebtheit von Wladimir Putin geht weit über die Grenzen Russlands hinaus", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Montag in Moskau. Putin dominiere die öffentliche Meinung, er sei der "Anführer des politischen Olymps", sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Der Putin-Kritiker Nawalny hatte am Sonntag in mehr als 90 Städten zu Protesten aufgerufen. Er will die Wahl am 18. März boykottieren. Nawalny hält die Abstimmung nicht für legitim, weil es keinen echten Gegenkandidaten zu Putin gibt. Dessen Wiederwahl gilt als sicher. Nawalny darf wegen einer Bewährungsstrafe nicht kandidieren.

Zu den Demonstrationen waren nach Einschätzung von Beobachtern weniger Menschen gekommen als bei früheren Kundgebungen 2017. In den Großstädten Moskau und St. Petersburg waren die Proteste nicht genehmigt. Die Polizei nahm Nawalny und einige Mitarbeiter teils schon vorab fest. Nawalny wurde später ohne Haftbefehl wieder freigelassen. Massenfestnahmen gab es in Moskau nicht. Nach Angaben von Bürgerrechtlern gerieten in ganz Russland rund 350 Menschen vorübergehend in Gewahrsam. Bei früheren Nawalny-Protesten waren mehr als 1000 Menschen festgenommen worden.

Mitteilung zu Festnahmen

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