Risiken und Probleme eines Militäreinsatzes in Syrien

1 von 13
Die USA und einige ihrer europäischen Verbündeten, allen voran Großbritannien und Frankreich, bereiten sich auf einen Militäreinsatz in Syrien vor. Einfach und ungefährlich ist nichts von dem, was Obama anordnen könnte. Wir beantworten die wichtigsten Fragen:
2 von 13
Sind gezielte Luftschläge gegen das Assad-Regime erfolgversprechend?
3 von 13
Das ist höchst umstritten und hängt davon ab, was die Beteiligten erreichen wollen. Derzeit wird vor allem über einen kurzen, eher demonstrativen Beschuss ausgewählter Ziele mit Marschflugkörpern gesprochen. Damit soll Assad gezeigt werden, dass er eine „rote Linie“ überschritten hat. Fraglich ist, welchen politischen Nutzen das brächte. Etwas anderes wären auf Wochen oder Monate angelegte Luftangriffe mit dem Ziel, eine Flugverbotszone einzurichten und damit das Regime zu stürzen. Hier streiten Militärexperten um die Frage, ob das machbar wäre - und mit welchen Verlusten. Der Nato-Oberkommandeur, US-General Philip Breedlove, hat gesagt, es sei unmöglich, alleine mit Luftangriffen die syrischen Chemiewaffen zu zerstören oder zu sichern.
4 von 13
Welche Risiken bestehen bei einem Einsatz?
5 von 13
Raketen und Bomben könnten ihre Ziele verfehlen und Zivilisten töten. Andere Ziele könnten lediglich unzureichend getroffen werden, so dass weitere Einsätze notwendig sind. Falls bei einem Angriff Flugzeuge eingesetzt werden, sind Verluste nicht auszuschließen. Nicht zuletzt: Das Regime in Damaskus könnte zum massiven Einsatz von Giftgas greifen. Auch die Reaktion Russlands und des Irans ist nicht absehbar. Russland könnte etwa die militärische Hilfen an das Regime verstärken, auch Teheran hat bereits dunkle Drohungen gemacht.
6 von 13
Warum ist eine Militäraktion in Syrien so gefährlich?
7 von 13
Syrien ist dicht besiedelt und verfügt über als gut ausgerüstet geltende Streitkräfte. Syrien hat eine von Russland aufgebaute Flugabwehr. Vor allem liegt Syrien im Herzen des Nahen Ostens. Russland und der Iran unterstützen Syrien mit Waffen. Moskau fürchtet - ebenso wie auch manche westlichen Regierungen - dass nach einem Sturz Assads Islamisten oder Extremisten die Macht übernehmen könnten und verweist auf die Instabilität in Libyen. Der Iran sieht in Syrien einen wichtigen feindlichen Nachbarn Israels. Die israelische Regierung plädiert für ein hartes Vorgehen der USA gegen Assad, um damit dem Iran zu zeigen, was Teheran droht, falls es Atomwaffen produzieren sollte. All dies zusammen bedeutet nach Einschätzung vieler Diplomaten, dass eine Militäraktion rasch zu einem Flächenbrand mit kaum kalkulierbaren Folgen führen könnte.
8 von 13
Welche Rechtsgrundlage könnte es für einen Militärschlag geben ?

Das könnte Sie auch interessieren

Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Es ranken sich viele Mythen rund um Schnupfen: Doch besonders in der Herbstzeit ist es wichtig, mit den richtigen Mitteln vorzubeugen. Die …
Wussten Sie's? Acht Mythen über Schnupfen - und was hilft

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Cola ist nicht immer das gesündeste Getränk, doch es kann recht nützlich sein. In der Fotostrecke zeigen wir Ihnen, was sie damit im …
Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

Stress, Hektik, miese Stimmung: Der Berufsalltag vieler Menschen zehrt an den Nerven. Unsere Fotostrecke zeigt die Berufe mit dem höchsten …
Ranking: Diese acht Berufe machen depressiv

Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Ein positiver oder negativer erster Eindruck wird nicht zuletzt über Körperhaltung sowie Gestik und Mimik vermittelt. All das macht auch im …
Mit dieser Körpersprache geht das Bewerbungsgespräch schief

Meistgelesene Artikel

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren

Bouffier nach Saarland-Wahl: „Entzauberung“ von Schulz 

Bouffier nach Saarland-Wahl: „Entzauberung“ von Schulz