Sonderregel während Corona

Rente und Nebenjob 2022: So viel dürfen einige Rentner dazuverdienen

Kleine Rentner-Figuren stehen auf aufgestapelten Centmünzen.
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Auch 2022 dürfen einige Rentner wieder deutlich mehr dazuverdienen. Der Grund ist ein Personalengpass durch die Corona-Pandemie (Symbolbild).

Um gegenwärtige Personalengpässe auszugleichen, dürfen Rentner derzeit deutlich mehr Geld zu ihrer Rente 2022 hinzuverdienen. Die Linke befürchtet dennoch Altersarmut.

Berlin – Gut leben im Alter. Das ist der Wunsch vieler Arbeitnehmer in Deutschland, wenn sie auf ihren Ruhestand und die Rente blicken. Dass Senioren darauf angewiesen sind, ihre Rente 2022 mit einem Nebenjob aufzubessern, ist inzwischen keine Seltenheit mehr. Die Ampel-Regierung will mit einem Fünf-Punkte-Plan die Rente sichern. Wie aus einer Anfrage der Linken hervorgeht, droht jedem dritten Vollbeschäftigten in Deutschland nach 45 Berufsjahren eine Bruttorente von unter 1300 Euro im Monat.

Das berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf eine Antwort des Bundesarbeitsministeriums. Für Rentner mit vorgezogener Altersrente gibt es auch 2022 gute Nachrichten: Sie dürfen bis zu 46.060 Euro hinzuverdienen.

Regelmäßiges Einkommen:Rente
Eintrittsalter in Deutschland:67. Lebensjahr
Durchschnittsrente Mann:1178 Euro
Durchschnittsrente Frau:768 Euro

Hinzuverdienstgrenze bei der Rente 2022: Zusätzlicher Verdienst wird versteuert

Goldene Jahre für Rentner 2022: „Die befristete Sonderregelung für hohe Hinzuverdienstgrenzen bei Frührentnern soll nun bis Ende 2022 gelten“, erklärte Daniela Karbe-Geßler vom Bund der Steuerzahler bereits im Winter 2021 laut der Deutschen Presse-Agentur. Zu beachten gilt es dabei, dass ein über die Hinzuverdienstgrenze der Rente 2022 hinausgehender Verdienst neben der Rente zu 40 Prozent auf die Rente angerechnet werde. Wenn die Regelaltersgrenze erreicht wurde, wirkt sich eine Beschäftigung nicht mehr auf Ihre Altersrente aus. Schwerbehinderte müssen beim früheren Ausstieg aus der Arbeitswelt zudem besondere Regeln beachten.

Rente 2022: Unabhängig von Verdienstgrenze muss Einkommen versteuert werden

Wie die Deutsche Rentenversicherung informiert, soll die gegenwärtige Erhöhung der Verdienstgrenzen Personalengpässe entgegenwirken, die durch die Corona-Pandemie entstanden sind. Ab 2023 gilt voraussichtlich wieder die ursprüngliche Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro. Die Erhöhung der Verdienstgrenzen gilt nicht für Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenrenten. Unabhängig von der jeweiligen Verdienstgrenze und der Rentenbesteuerung sei das zusätzliche Einkommen aber zu versteuern. Die Ampel-Regierung unter Federführung von Arbeitsminister Hubertus Heil will derweil den Mindestlohn in Deutschland anheben. Für Verdi könnten dadurch Probleme für die Rente entstehen.

Für Menschen, die neben ihrer gesetzlichen Rente noch eine Betriebsrente beziehen, könnten besondere Bedingungen gelten: Aus diesem Grund empfiehlt die Deutsche Rentenversicherung in einem Beitrag, dass sich Betroffene beim Träger Ihrer Betriebsrente erkundigen sollten, ob der Bezug einer Teilrente Auswirkungen auf die Höhe der Betriebsrente haben könnte. Unter Umständen könnte es zu Kürzungen oder zum Ruhen der Betriebsrente kommen.

Rente 2022: Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch warnt vor Altersarmut

Laut der Zeitungen der Funkemediengruppe müssten Arbeitnehmer beim gegenwärtigen Rentenniveau der Rente 2022 mindestens 2800 Euro im Monat vor Abzügen verdienen, um auf eine gesetzliche Rente von 1300 brutto zu kommen, heißt es seitens des Bundesarbeitsministeriums. Um auf 2500 Euro brutto zu kommen, sei aktuell ein Monatslohn von 5350 Euro vor Steuern und Abgaben erforderlich. Aus diesem Grund warnt Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch vor der zunehmenden Gefahr der Altersarmut. Derweil gelten jetzige Rentner als die größten Krisengewinner. Währenddessen hat sich die Präsidentin der Rentenversicherung, Gundula Roßbach, gegen Schwarzmalerei in der Debatte um die künftige Rente in Deutschland gewandt.

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Er begrüße zwar die Entscheidung der Ampel-Regierung um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), den Mindestlohn in Deutschland auf 12 Euro zu erhöhen, allerdings würde Bartsch eine höhere Anhebung befürworten. „Denn mit 12 Euro Mindestlohn wird man am Ende eines Lebens – 45 Arbeitsjahre – trotzdem bei der Rente in Grundsicherung fallen“, so der Politiker. Dieser Umstand untergrabe das Vertrauen in die gesetzliche Rentenversicherung, wenn nach einem kompletten Arbeitsleben nur wenige hundert Euro über Hartz-IV-Niveau blieben. Bartsch forderte daher, das Rentenniveau mindestens auf über 50 Prozent zu erhöhen.

CSU zu Rente 2022: Christsozialen wollen Generationenfonds

Währenddessen geht die CSU-Fraktion bei der Rente 2022 einen anderen Weg: Die Christsozialen setzen verstärkt auf Prävention und fordern daher die Einführung eines Generationenfonds, in den für jeden Bundesbürger bis zum 18. Lebensjahr regelmäßig Geld eingezahlt werden soll. Auch eine Stärkung der Alleinerziehenden bei der Rente steht auf dem CSU-Maßnahmenkatalog. Die Ampel will derweil mehr Chancengleichheit und weniger Kinderarmut in Deutschland. Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) setzt dabei auf die Kindergrundsicherung. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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