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Früher in Rente? Faeser will Ehrenamtler belohnen

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Von: Jens Kiffmeier

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Für Feuerwehr, Rettungsdienst oder Kirche – soziales Engagement soll sich lohnen. Deshalb will Ministerin Faeser Ehrenamtler gerne früher in Rente schicken. Mit Erfolg?

Berlin – Ein Vorschlag lässt aufhorchen: Ein Ehrenamt soll sich im Alter auszahlen. So sollen Menschen wegen eines langjährigen sozialen Engagements ein Jahr früher in Rente gehen können. Das findet Innenministerin Nancy Faeser. Wer ein Leben lang einen freiwilligen Dienst an der Bevölkerung geleistet habe, solle am Ende auch dafür belohnt werden, sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Aus der Koalition gab es zunächst keine Reaktionen auf den Vorstoß.

Rente: Innenministerin Nancy Faeser (SPD) will Menschen mit Ehrenamt früher in den Ruhestand schicken

Damit ist die Debatte in der Politik um die Rente um eine Idee reicher. Seit Monaten gibt es wegen der Altersvorsorge in Deutschland eine scharfe Kontroverse. Die Rentenkasse steuert wegen der demografischen Entwicklung derzeit auf ein Milliardendefizit zu. Um das Minus aufzufangen, soll die Altersgrenze für die Rente ohne Abschläge in Deutschland schrittweise von 65 auf 67 Jahren steigen – und nicht sinken. Experten halten es sogar für wahrscheinlich, dass das nicht reicht und dass die Deutschen womöglich bald sogar erst mit 70 in Rente gehen können.

Will Menschen mit Ehrenamt früher in Rente schicken: Innenministerin Nancy Faeser (SPD).
Will Menschen mit Ehrenamt früher in Rente schicken: Innenministerin Nancy Faeser (SPD). © Bernd von Jutrczenka/dpa

Rente mit 70 statt mit 63: Renteneintrittsalter wird eigentlich immer höher – Koalition will sich dagegen stemmen

Rente mit 70? In der Ampel-Koalition stemmt man sich derzeit noch gegen die Forderung der Fachleute. Arbeitsminister Hubertus Heil sowie Fraktionschef Rolf Mützenich (beide SPD) winkten bereits beide ab. Ob sich aber Faeser mit ihrer Ausnahme-Regelung für Ehrenamtler durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. Vorschnell klein beigeben will sie aber nicht.

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So warnte sie davor, dass die ehrenamtliche Arbeit immer wichtiger werden würde. Es gebe eine veränderte Lage, so Faeser. „Die Naturkatastrophen nehmen zu. Deutschland war jahrzehntelang privilegiert.“ Nun sei aber gerade in den letzten Jahren eine Veränderung spürbar geworden mit verstärkten Hochwasser, Waldbränden, langen Trockenperioden sowie Stürmen und Orkanen. Doch in den Rettungsdiensten und bei anderen Einsatzkräften fehle es an Personal. Deshalb sei es wichtig, neue Anreize zu schaffen.

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