Unterstützung für Alleinerziehende

Rente 2022: CSU fordert Alleinerziehenden-Rente

Eine schwangere Frau steht neben einem Kind vor der Waschmaschine.
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Mehr Rente für Alleinerziehende: CSU fordert eine Alleinerziehenden-Rente (Symbolbild).

Wie kann mehr Gerechtigkeit bei der Rente geschaffen werden? Die CSU befürwortet eine stärkere Berücksichtigung von Alleinerziehenden bei Rentenzahlungen.

München/Berlin – Sie tragen häufig eine doppelte Verantwortung und können nur in Teilzeit arbeiten, um sich um den Nachwuchs zu kümmern. Alleinerziehende müssen häufig Abstriche bei ihrem Verdienst machen und dabei einhergehend auch beim Erwerb von Rentenpunkten. Aus diesem Grund fordert nun die CSU-Landesgruppe im Bundestag mehr Rentengelder für diese Gruppe und legt zudem ein Konzept für eine breit angelegte Reform der Alterssicherung vor. Zuerst hatte die „Welt“ über das Papier berichtet. Darin heißt es unter anderem, dass die Leistung von Alleinerziehenden stärker anerkannt und ein Generationenfonds eingerichtet werden soll.

Regelmäßiges Einkommen:Rente
Eintrittsalter in Deutschland:67. Lebensjahr
Durchschnittsrente Mann:1178 Euro
Durchschnittsrente Frau:768 Euro

„Wir wollen eine Alleinerziehenden-Rente einführen mit Zuschlägen zu den Kindererziehungszeiten für die Zeit als Alleinerziehende oder Alleinerziehender“, heißt es in dem CSU-Papier. Nach Vorstellung der Fraktion soll dies aus Steuermitteln finanziert werden. Als Anhaltspunkt, dass jemand für einen bestimmten Zeitraum alleinerziehend war, soll die Inanspruchnahme des Alleinerziehenden-Entlastungsbetrags bei der Steuer dienen. Derweil kommen beim Minijob 2022 Veränderungen auf Arbeitnehmer zu.

Generationenrente: CSU will mit Generationsfonds Rentenzahlung der Zukunft sichern

Bereits vor einigen Wochen hatte die CSU zudem erneut das Konzept der Generationenrente ins Gespräch gebracht. Da die Fraktionspolitiker den Fortbestand der Rente gefährdet sehen und ihnen die geplanten Änderungen der neuen Ampel-Regierung um Olaf Scholz nicht ausreichen, soll ein Generationsfonds die Rentenzahlungen in der Zukunft sichern. Gegenüber „Focus Online“ erklärte CSU-Chef Markus Söder Anfang Dezember: „Wir brauchen nicht schon wieder eine Rentenkommission, um das Thema endlos vor uns herzuschieben, bis das System nicht mehr funktioniert.“ Der Politiker drängte auf zeitnahe Veränderungen. Die Ampel-Koalition hat derweil einen Fünf-Punkte-Plan für die Rente festgehalten.

Die Forderung nach einer Generationenrente bekräftigte die CSU-Bundesfraktion nun erneut und sprach sich zudem für eine Ausweitung der sogenannten Mütterrente aus. Nach Vorstellung der Christsozialen soll für künftige Generationen ein Fonds geschaffen werden, in den der Staat bis zum 18. Lebensjahr monatlich 100 Euro einzahlt. „Zu einem gerechten Rentensystem gehört die Anerkennung von Lebensleistung. Deshalb wollen wir die Mütterrente mit dem dritten Rentenpunkt vollenden und fordern die besondere Berücksichtigung der Leistungen Alleinerziehender in der Rente“, sagte Landesgruppenchef Alexander Dobrindt der „Welt“. Während der derzeitigen Corona-Krise sieht ein Experte Rentner als Krisengewinner.

Rente 2022: Plan der CSU stößt auf Kritik bei der FDP

Seiner Ansicht nach sollte man auf das Prinzip setzen, möglichst früh vorzusorgen statt länger arbeiten zu müssen. Dass der ambitionierte Plan der CSU nicht nur auf Gegenliebe stößt, ist unumgänglich: Unter anderem gibt es Kritik von der FDP: „Statt immer neuer Leistungsversprechen sollte zunächst die generationengerechte und nachhaltige Finanzierung der bisherigen Rentenversprechen angepackt werden“, sagte der arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion, Pascal Kober, der Deutschen Presse-Agentur. Im November sah Franziska Hoppermann (CDU) die Zukunft der Altersvorsorge in Gefahr und forderte ein neues Rentenkonzept.

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Er befürwortet, die Renditechancen des Kapitalmarktes auch für die langfristige Stabilität der Rentenversicherung zu nutzen und hierfür einen entsprechenden dauerhaften Fonds einzurichten. Dieser solle von einer unabhängigen öffentlich-rechtlichen Stelle professionell verwaltet und global anlegt werden. „Zusätzlich müssen wir für die betriebliche und private Altersvorsorge die Anlagemöglichkeiten in Hinblick auf bessere Renditechancen reformieren“, so Kober. Ein weiteres Ziel müsste es zudem sein, Alleinerziehenden eine bessere Vereinbarung von Familie und Beruf zu ermöglichen. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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