Großrazzia gegen mutmaßliche Islamistenhelfer in Berlin

Polizisten im Gebetsraum der Ibrahim-Al-Khalil-Mosche. Foto: Paul Zinken
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Polizisten im Gebetsraum der Ibrahim-Al-Khalil-Mosche. Foto: Paul Zinken
Polizisten auf dem Gelände der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee in Berlin. Foto: Paul Zinken
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Polizisten auf dem Gelände der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee in Berlin. Foto: Paul Zinken
Polizisten im Kellereingang der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee: Der Verfassungsschutz stuft die Moschee als Hochburg von Salafisten ein. Foto: Paul Zinken
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Polizisten im Kellereingang der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee: Der Verfassungsschutz stuft die Moschee als Hochburg von Salafisten ein. Foto: Paul Zinken
Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Gelände der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee in Berlin. Foto: Paul Zinken
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Einsatzfahrzeuge der Polizei stehen vor dem Gelände der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee in Berlin. Foto: Paul Zinken
Razzia in der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee: Computer und Unterlagen wurden beschlagnahmt, wie ein Polizesprecher mitteilte. Foto: Paul Zinken
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Razzia in der Ibrahim-Al-Khalil-Moschee: Computer und Unterlagen wurden beschlagnahmt, wie ein Polizesprecher mitteilte. Foto: Paul Zinken
Berlins Innensenator Frank Henkel: "Es darf und wird keine Toleranz geben für diejenigen, die in Moscheen zu Hass und Gewalt anstacheln." Foto: Stephanie Pilick/Archiv
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Berlins Innensenator Frank Henkel: "Es darf und wird keine Toleranz geben für diejenigen, die in Moscheen zu Hass und Gewalt anstacheln." Foto: Stephanie Pilick/Archiv

Frühmorgens durchkämmen Hunderte Polizisten eine Moschee und Wohnungen in der Hauptstadt. Die schwer gesicherten und monatelang vorbereiteten Einsätze gelten der islamistischen Szene. Hinweise auf geplante Anschläge in Deutschland liegen den Behörden nicht vor.

Berlin (dpa) - Nach monatelangen Ermittlungen ist die Berliner Polizei mit einer Großrazzia gegen mutmaßliche Unterstützer von Islamisten vorgegangen.

400 Einsatzkräfte durchsuchten am frühen Dienstagmorgen die Ibrahim Al Khalil-Moschee im Stadtteil Tempelhof und sieben Wohnungen - abgesichert von vermummten Beamten mit Maschinenpistolen. Dabei wurden nach Polizeiangaben Computer und Unterlagen beschlagnahmt, um Beweise wie Schulungsmaterial sicherzustellen. Die Moschee gilt laut Verfassungsschutzbericht 2014 als Hochburg von Salafisten.

Ein aus Marokko stammender 51-jähriger Imam steht im Zentrum der Ermittlungen und wird verdächtigt, junge Muslime zum islamistischen Kampf gegen das Regime in Syrien aufgefordert zu haben. Ein zweiter Verdächtiger, ein 19-jähriger Mazedonier, soll schon in Syrien sein und mit den dschihadistischen Gruppen kämpfen.

Der Imam, der befragt, aber nicht festgenommen wurde, wies die Vorwürfe im Gebetsraum der Moschee als "völlig absurd" zurück und nannte das Vorgehen der Polizei "sehr verwunderlich". Er empfinde sich als Teil von Deutschland und würde niemals zu Gewalt aufrufen, sagte er.

Die Berliner Generalstaatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Vorbereitung sowie der Anstiftung zur Vorbereitung von schweren staatsgefährdenden Gewalttaten. Laut Polizei liegen jedoch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschuldigten Anschläge in Deutschland geplant haben. Die Ermittlungen liefen demnach seit mindestens sechs Monaten. "Es darf und wird keine Toleranz geben für diejenigen, die in Moscheen zu Hass und Gewalt anstacheln", sagte Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) zu der Razzia.

Einen Zusammenhang mit dem Fall des in der vorigen Woche erschossenen Islamisten soll es nicht geben. Der 41-jährige Iraker war 2008 wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation verurteilt worden. Am Donnerstag hatte der möglicherweise verwirrte Mann eine Polizistin mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt.

Mitteilung Polizei

Verfassungsschutzbericht

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