Fidel nimmt Abschied: "Vielleicht eines der letzten Male"

Der inzwischen 89 Jahre alte Fidel Castro trat wie in alten Tagen vor der wichtigsten politischen Versammlung des Landes auf. Foto: Omara Garcia Mederos
1 von 9
Der inzwischen 89 Jahre alte Fidel Castro trat wie in alten Tagen vor der wichtigsten politischen Versammlung des Landes auf. Foto: Omara Garcia Mederos
Nationalheld: Kein Parteikongress ist auf Kuba ohne riesige Castro-Porträts denkbar. Foto: Omara García Mederos
2 von 9
Nationalheld: Kein Parteikongress ist auf Kuba ohne riesige Castro-Porträts denkbar. Foto: Omara García Mederos
Fidel in jüngeren Jahren: Bilder der kubanischen Revolutionslegende sind in Havanna allgegenwärtig. Foto: Ernesto Mastrascusa
3 von 9
Fidel in jüngeren Jahren: Bilder der kubanischen Revolutionslegende sind in Havanna allgegenwärtig. Foto: Ernesto Mastrascusa
Kubas Staats- und Parteichef Raúl Castro (r) an der Seite seines Burders Fidel in Havanna. Foto: Ismael Francisco
4 von 9
Kubas Staats- und Parteichef Raúl Castro (r) an der Seite seines Burders Fidel in Havanna. Foto: Ismael Francisco
Ganz neue Seiten: Ein Oldtimer aus der Zeit vor der kubanischen Revolution passiert in Havanna ein Haus, das auch mit der US-Flagge geschmückt ist. Mit dem Besuch von Barack Obama endete die Eiszeit zwischen beiden Staaten. Foto: Orlando Barria
5 von 9
Ganz neue Seiten: Ein Oldtimer aus der Zeit vor der kubanischen Revolution passiert in Havanna ein Haus, das auch mit der US-Flagge geschmückt ist. Mit dem Besuch von Barack Obama endete die Eiszeit zwischen beiden Staaten. Foto: Orlando Barria
Moderne Zeiten: Eine junge Kubanerin tippt in lässiger US-Mode auf ihrem Handy herum. Foto: Alejandro Ernesto
6 von 9
Moderne Zeiten: Eine junge Kubanerin tippt in lässiger US-Mode auf ihrem Handy herum. Foto: Alejandro Ernesto
Historischer Besuch: US-Präsident Barack Obama wird am 21. März von Raul Castro in Havanna empfangen. Foto: Alejandro Ernesto
7 von 9
Historischer Besuch: US-Präsident Barack Obama wird am 21. März von Raul Castro in Havanna empfangen. Foto: Alejandro Ernesto
Taxi mit US-Flagge: In den vergangenen Monaten ist vieles auf Kuba lockerer geworden. Foto: Rolando Pujol/Archiv
8 von 9
Taxi mit US-Flagge: In den vergangenen Monaten ist vieles auf Kuba lockerer geworden. Foto: Rolando Pujol/Archiv

Die geplante Verjüngung der Machtelite Kubas wird zunächst aufgeschoben. Staatschef Raúl bleibt fest im Sattel. Wehmut ist bei einem noch berühmteren Altrevolutionär zu hören.

Havanna (dpa) - Kubas Staats- und Parteichef Raúl Castro bleibt auch nach dem "Reformparteitag" der KP Kubas alleiniger Machthaber in dem sozialistischen Karibikstaat. Der 84-Jährige wurde wie erwartet zum zweiten Mal in Folge zum Ersten Sekretär der Kommunistischen Partei Kubas PCC gewählt.

Auch andere Mitglieder der betagten kubanischen Nomenklatura wurden von den rund 1000 Delegierten in ihren Posten bestätigt. Nur vom früheren Machthaber Fidel Castro waren beim Abschlusstreffen des viertägigen kubanischen Parteitages nostalgische Töne zu hören.

Der inzwischen 89 Jahre alte Fidel trat wie in alten Tagen vor der wichtigsten politischen Versammlung des Landes auf. Mit müder, aber fester Stimme schien er dabei von der Kommunistischen Konklave Abschied nehmen zu wollen. "Vielleicht ist es eines der letzten Male, dass ich in diesem Saal spreche", sagte er. "Wir alle kommen an die Reihe", sinnierte er über den Tod.

Im Saal gab es für ihn tosenden Applaus und "Fidel-Fidel"-Rufe. Bei einigen Delegierten flossen sogar die Tränen, wie auf Bildern des Staatsfernsehens zu sehen war. Der kranke, früher allgegenwärtige "Máximo Líder" ist inzwischen nur noch selten öffentlich zu sehen. Seinen Worten wird aber nach wie großer politischer Einfluss auf der Insel beigemessen.

Der Parteitag hatte zuvor den Kurs der Partei- und Staatsführung einstimmig unterstützt. Demnach sollen die in den vergangenen Jahren angestoßenen marktwirtschaftlichen Reformen vertieft werden. Nach Worten des Staatschefs Raúl Castro soll in den nächsten fünf Jahren zudem der Generationswechsel an der Spitze langsam vollzogen werden. "Dieser siebte Kongress wird der letzte sein, der von der historischen Generation geleitet wird", sagte Staatschef Castro.

Raúl Castro hatte 2006 nach der Erkrankung seines Bruder Fidel die Macht zunächst kommisarisch übernommen. 2008 wurde er offiziell zum Präsidenten gewählt. 2011 wurde er auch Erster Sekretär der PCC. Vor drei Jahren kündigte Raúl Castro seinen Rücktritt als Staatschef für 2018 an. Bei der Wahl der 142 Mitglieder des Zentralkomitees wurden am Dienstag auch fünf neue Mitglieder für das mächtige, jetzt 17-köpfige Politbüro bestimmt.

Raúl Castro hatte in den Tagen zuvor einen Plan zur allmählichen Verjüngung der Parteispitze ins Gespräch gebracht. Bis zum nächsten Parteikongress 2021 solle unter anderem eine Obergrenze von 60 Jahren für den Eintritt von Neumitgliedern in das Zentralkomitee eingeführt werden. Dafür müsse in den nächsten Jahren eine Verfassungsänderung vorbereitet werden.

AA zu Kuba

Granma zum Parteitag, Spanisch

Kubas Kommunistische Partei

PCC auf Twitter

Einzelkritik: Delaney lässt sein Potential aufblitzen

Bremen - Ein bisschen Licht, viel Schatten: Die Werder-Spieler zeigten bei der 1:2-Niederlage gegen Borussia Dortmund höchst unterschiedliche …
Einzelkritik: Delaney lässt sein Potential aufblitzen

Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Im Emsland kracht ein Schiff gegen eine Brücke - der Schiffsführer stirbt. Er hatte wohl vergessen, sein Führerhaus rechtzeitig runter zu fahren. …
Frachter prallt gegen Brücke - Schiffsführer tot

Schreckliches Busunglück in Italien: Bilder

Schreckliches Busunglück in Italien: Bilder

Zehn Jahre nach Orkan Kyrill - Bilder der Verwüstung

München - Mit Geschwindigkeiten von bis zu 232 km/h fegte der Orkan Kyrill 2007 durch Europa. Allein in Deutschland starben elf Menschen. Die Bilder …
Zehn Jahre nach Orkan Kyrill - Bilder der Verwüstung

Meistgelesene Artikel

Trump liebt Deutschland - und warnt BMW

Trump liebt Deutschland - und warnt BMW

Vereidigung in Washington - Trump ist jetzt Präsident der USA

Vereidigung in Washington - Trump ist jetzt Präsident der USA

Donald Trump: Von heute an gilt "nur Amerika zuerst"

Donald Trump: Von heute an gilt "nur Amerika zuerst"

Trumps Antrittsrede: Das sagt die internationale Presse

Trumps Antrittsrede: Das sagt die internationale Presse