Was im Ukraine-Konflikt am Samstag wichtig war

Hollande und Putin verlangen ein sofortiges Ende des Blutvergießens. Foto: Maxim Zmeyev
1 von 6
Hollande und Putin verlangen ein sofortiges Ende des Blutvergießens. Foto: Maxim Zmeyev
In der von Kriegsschäden gezeichneten Ostukraine herrschen tiefe Minustemperaturen. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal. Foto: Photomig
2 von 6
In der von Kriegsschäden gezeichneten Ostukraine herrschen tiefe Minustemperaturen. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal. Foto: Photomig
Der ukrainische Verteidigungsminister kündigte eine neue Teilmobilisierung an, um erschöpfte Soldaten im Kriegsgebiet auszuwechseln. Foto: Roman Pilipey
3 von 6
Der ukrainische Verteidigungsminister kündigte eine neue Teilmobilisierung an, um erschöpfte Soldaten im Kriegsgebiet auszuwechseln. Foto: Roman Pilipey
Ukrainische Soldaten werden nach der Rückkehr aus dem Konfliktgebiet in Kiew gefeiert. Foto: Sergey Dolzhenko
4 von 6
Ukrainische Soldaten werden nach der Rückkehr aus dem Konfliktgebiet in Kiew gefeiert. Foto: Sergey Dolzhenko
Gazprom kassiert ukrainische Vorauszahlungen, setzt jedoch langfristig auf die Türkei als Gastransitland. Foto: Maxim Shipenkov
5 von 6
Gazprom kassiert ukrainische Vorauszahlungen, setzt jedoch langfristig auf die Türkei als Gastransitland. Foto: Maxim Shipenkov
Auch im Westen des Landes ist die Lage alles andere als ruhig: In Winnyzja wurden vehement Neuwahlen gefordert. Foto: Yuri Basyuk
6 von 6
Auch im Westen des Landes ist die Lage alles andere als ruhig: In Winnyzja wurden vehement Neuwahlen gefordert. Foto: Yuri Basyuk

Moskau/Donezk (dpa) - Von schwierigen Problemen im Ukraine-Konflikt spricht Kremlchef Wladimir Putin bei einem kurzfristig angesetzten Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Die beiden trafen sich in Moskau auf dem Regierungsflughafen Wnukowo-2, wo Hollande überraschend zwischengelandet war.

Es war ein neuer Versuch, die weitere Eskalation der Krise zu verhindern. So sieht die Entwicklung an den vielen Fronten des schwersten Konflikts seit Ende des Kalten Kriegs aktuell aus:

MOSKAU: Kremlchef Wladimir Putin und sein französischer Kollege François Hollande verlangen ein sofortiges Ende des Blutvergießens im Konfliktgebiet Ostukraine. Vor allem müsse die wirtschaftliche Isolierung der Regionen Donezk und Lugansk enden, damit sich dort ein normales Leben entwickeln könne, sagt Putin. Er warnt, dass im Fall einer weiteren Blockade die Ukraine das Gebiet niemals zurückerhalte.

OSTUKRAINE 1: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko regt bei einem Besuch in dem von Regierungstruppen kontrollierten Konfliktgebiet neue Friedensgespräche an. Sie sollen kommende Woche in der weißrussischen Hauptstadt Minsk sein. Der Tag stand zunächst nicht fest. Die prorussischen Separatisten erklärten sich aber grundsätzlich bereit zu Gesprächen - auch zu der für Dienstag (9. Dezember) geplanten Feuerpause.

OSTUKRAINE 2: In den Regionen Donezk und Lugansk sterben am Samstag erneut mindestens vier Menschen durch Artilleriebeschuss. In dem von Kriegsschäden gezeichneten Konfliktgebiet herrschen tiefe Minustemperaturen. In vielen Orten gibt es keine Heizung und kein Gas. Wasserleitungen sind eingefroren, wie Medien berichten. Die humanitäre Lage gilt als katastrophal.

UKRAINE: Ungeachtet der Friedensbemühungen kündigt der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak eine neue Teilmobilisierung an, um erschöpfte Soldaten im Kriegsgebiet auszuwechseln. Präsident Poroschenko übergibt am Tag der Streitkräfte neue Kriegstechnik, darunter 31 Panzer und rund ein Dutzend Hubschrauber. Sie seien für das Konfliktgebiet bestimmt. Mit Blick auf Russland meint Poroschenko, dass die ukrainische Armee heute in der Lage sei, gegen die "allergrößte Militärmacht auf dem Kontinent" vorzugehen.

ENERGIE: Angesichts wachsender Engpässe bei ihrer Energieversorgung überweist die Ukraine an Russland 378 Millionen US-Dollar Vorauszahlung für Gaslieferungen. Der russische Konzern Gazprom bestätigt die Buchung. Er will aber den seit Monaten geschlossenen Gashahn erst wieder aufdrehen, wenn der ukrainische Versorger Naftogas bis Ende Dezember einen Teil seiner Milliardenschulden begleicht.

GAS: Gazprom beschließt wegen der Spannungen mit der EU im Ukraine-Konflikt eine neue Strategie: Demnach soll die Türkei künftig eine tragende Rolle als wichtigstes Gastransitland für Europa spielen. Die Ukraine hingegen soll als bisher wichtigstes Gastransitland für die EU bald in die Bedeutungslosigkeit fallen.

Das könnte Sie auch interessieren

Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Cola ist nicht immer das gesündeste Getränk, doch es kann recht nützlich sein. In der Fotostrecke zeigen wir Ihnen, was sie damit im …
Für diese unglaublichen Dinge können Sie Cola verwenden

Myanmars Metropole Rangun eilt in die Zukunft

Erst vor wenigen Jahren hat sich Myanmar, das frühere Birma, nach langer Militärdiktatur der Außenwelt geöffnet. In der ehemaligen Hauptstadt Rangun …
Myanmars Metropole Rangun eilt in die Zukunft

Zerstört war ihm am liebsten: Mit Heinrich Böll durch Köln

Vor 100 Jahren kam Heinrich Böll in Köln zur Welt. Die Stadt erlebte er in drei Formen: als mittelalterliche Stadt vor dem Krieg, im Zustand der …
Zerstört war ihm am liebsten: Mit Heinrich Böll durch Köln

Hagenbecks Tigerbabys dürfen endlich auf die große Außenanlage

Die vier putzigen Tigerwelpen im Tierpark Hagenbeck durften am heutigen Donnerstag zum ersten Mal nach draußen.
Hagenbecks Tigerbabys dürfen endlich auf die große Außenanlage

Meistgelesene Artikel

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“

Merkel erfreut über Van-Der-Bellen-Sieg: „Ansatz ist richtig“

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Darum musste das Ordnungsamt bei Laschets Wahlparty einschreiten

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren

Landtagswahl Mecklenburg-Vorpommern: CDU will weiter mit SPD regieren

Bouffier nach Saarland-Wahl: „Entzauberung“ von Schulz 

Bouffier nach Saarland-Wahl: „Entzauberung“ von Schulz