Klare Antwort aus dem Netz

Über eine Millionen Mal „Daumen runter“: Putin-Rapper bricht Negativ-Rekord auf YouTube

Russischer Musiker unterstützt Putin - und stellt damit einen Negativ-Rekord auf.
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Russischer Musiker unterstützt Putin - und stellt damit einen Negativ-Rekord auf.

Rapper Timati unterstützt lautstark die Politik Wladimir Putins. Mit einem neuen Track stellt er einen neuen Rekord in Russland auf - aber einen negativen.

Moskau - Die Netzgemeinde kann manchmal äußerst schonungslos vorgehen. Das hat jetzt indirekt auch der russische Präsident Wladimir Putin zu spüren bekommen. Ein ihm nahestehender Rapper hat inmitten von starker Kritik gegen den amtierenden Präsidenten ein neues Musikvideo auf YouTube veröffentlicht - und bekommt dafür nun eine harte Quittung vieler Internetuser. Die Kritik gilt auch dem Kreml.

Russischer Rapper bekommt Quittung für Pro-Kreml und Anti-Homo-Text

Timati, bürgerlich Timur Yunusov, ist der besagte Musiker, der seinen neuen Song der Stadt Moskau gewidmet hat. Wie der Guardian berichtet, dreht sich der Song aber nicht nur um die Hauptstadt des Landes, sondern enthält auch politische Botschaften. So wird etwa der kremlnahe Bürgermeister Sergei Sobjanin gelobt und die Demonstrationen dieses Sommers in Russland harsch kritisiert. „Ich gehe nicht zu Protesten und rede keine Scheiße“, heißt es unverblümt in dem Songtext, darüber hinaus wird Moskau als Stadt gepriesen „in der es keine Schwulenparaden gibt“.

Für diese fragwürdigen Botschaften hat der Rapper aber nun die Ablehnung der Onlinesphäre zu spüren bekommen. 85.000 Mal gab es einen „Daumen hoch“ - dem gegenüber stehen sage und schreibe 1,48 Millionen Dislikes. Kein Video im russischen YouTube rief jemals negativere Reaktionen hervor. Auch weltweit hat es der Clip in die Top 30 der am schlechtesten bewerteten Videos geschafft.

Russland: Rapper verteidigt seinen Songtext - hat das YouTube-Video aber gelöscht

Der Rapper hat den Song mittlerweile von der Plattform entfernt, um die „Welle der Negativität“ zu stoppen. Auch eine Verteidigung hat er bereits hervorgebracht: „Heute ist es angesagt, sich über die Regierung zu beschweren, aber ich habe meine eigene Meinung“, schrieb der Musiker auf Instagram. Auch für die Protestierenden hatte er einen Rat - sie sollen anstelle des Protests lieber an sich selbst arbeiten. 

Seiner Linie blieb Timati damit treu. Laut CNN zeigt er sich mittlerweile geläutert und erklärt, dass er „niemanden beleidigen“ wollte. Der Rapper Guf, der in dem Song ebenso auftritt, hat sich hingegen bei seinen Fans entschuldigt und gab an, von den vorangegangenen Wahlen in Russland nichts gewusst zu haben. „Sie haben mich hereingelegt“, beteuert Guf und erklärt, stolz auf die politisierte Jugend zu sein.

Rapper in Russland unterstützen zu großen Teilen Proteste gegen Putin

Es ist nicht das erste Mal, dass Timati mit seiner Nähe zu Putin und dem Kreml auffällt. Im Jahr 2015 veröffentlichte er einen Song mit dem Titel „Mein bester Freund ist Wladimir Putin“, in welchem er den Präsidenten als „Superheld“ beschreibt. Mit dieser herausragenden Nähe zu Putin ist Timati aber tendenziell allein. Mehrere bekannte Künstler stellten sich zuletzt nämlich auf die Seite der russischen Opposition

Wladimir Putin und sein Regime stehen wegen drakonischer Strafen gegen Systemkritiker in der Kritik. Nun gingen in Moskau Tausende auf die Straßen, um ihrem Unmut gegen Putin Luft zu machen.

Beim Friedens-Gipfel für die Ukraine in Paris treffen Putin und Selenskyj erstmals aufeinander. Merkel und Macron wollen als Vermittler fungieren.

Der Russe Juri Luschkow starb bei einer Routineoperation in München. Der ehemalige Bürgermeister von Moskau war eines der bekanntesten Gesichter Russlands.

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