Kritik aus Russland

Putin nennt Kreml-Liste aus Washington „unfreundlichen Akt“

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Wladimir Putin kritisiert die von Washington veröffentlichte Liste scharf.

In der Kreml-Liste werden mehr als 200 hochrangige Politiker und Geschäftsleute mit engen Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin genannt - sie könnte als Grundlage für Sanktionen dienen.

Moskau - Die russische Staatsführung hat die von Washington veröffentlichte Kreml-Liste als beispiellos bezeichnet. „De facto wurden wir alle Feinde der USA genannt“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau der Agentur Tass zufolge. Es sei jedoch nicht das erste Mal, dass Russland eine derartige aggressive Entwicklung erlebe. Deshalb dürfe man sich nicht von ungezügelten Emotionen leiten lassen.

Hochrangige Politiker und Geschäftsleute mit Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin

Das US-Finanzministerium hatte zuvor die sogenannte Kreml-Liste veröffentlicht, in der mehr als 200 hochrangige Politiker und Geschäftsleute mit engen Verbindungen zu Präsident Wladimir Putin genannt werden. Das Dokument hat zwar keine unmittelbaren rechtlichen Folgen, könnte jedoch als Grundlage für Sanktionen dienen.

Peskow sagte, es sei noch zu früh, um die Liste im Detail zu kommentieren. Das Dokument könnte aber erhebliche Nachteile für Moskauer Geschäftsbeziehungen nach sich ziehen. „Die Liste könnte einen Schaden sowohl für das Image als auch für den guten Ruf unserer Firmen, Unternehmer und auch Politiker verursachen“, sagte der Putin-Vertraute, der ebenfalls auf der Liste genannt wird.

Putin: „Unfreundlicher Akt“

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die von den USA veröffentlichte Liste Kreml-naher Russen als „unfreundlichen Akt“ bezeichnet. „Dies erschwert die ohnehin komplizierten russisch-amerikanischen Beziehungen zusätzlich, und natürlich schadet die Liste den internationalen Beziehungen als Ganzes“, sagte Putin der Agentur Interfax zufolge am Dienstag in Moskau.

dpa

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