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Rätsel um Putins Luxus gelöst? Sanktionen gegen Vertraute sowie Ex-Frau und Geliebte

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Von: Linus Prien

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Wladimir Putin und seine Exfrau Ljudmila Oscheretnaja
Wladimir Putin und seine Exfrau Ljudmila Oscheretnaja © imago stock&people

Großbritannien hat zwölf Vertraute Putins auf seine Sanktionsliste gesetzt, darunter Verwandte und eine mutmaßliche Geliebte.

London - Großbritannien hat am Freitag Sanktionen gegen zwölf enge Vertraute des russischen Präsidenten Wladimir Putin verhängt. Die Strafmaßnahmen richten sich unter anderem gegen Putins frühere Frau Ljudmila Oscheretnaja und gegen die frühere Sportgymnastin Alina Kabajewa, die nach Informationen der britischen Regierung eine „enge persönliche Beziehung“ zu Putin pflegt.

Kabajewa wurde in der Vergangenheit in der Schweiz gesichtet; womöglich bei der Abwicklung von Geschäften für den russischen Präsidenten. Das berichtete das Wall Street Journal. Die USA entschieden sich indes gegen eine Sanktionierung Kabajewas, angeblich aufgrund des Eskalationspotenzials der Entscheidung. Das berichtet merkur.de.

Wladimir Putin: Bescheides Einkommen, großer Luxus? London erlässt Sanktionen

„Wir legen das Netzwerk offen, das Putins Luxus-Leben stützt und ziehen die Schlinge um seinen inneren Zirkel enger“, erklärte die britische Außenministerin Liz Truss. Die Sanktionen gegen alle Unterstützer von Putins „Aggression“ würden fortgesetzt, bis sie zum Ziel führten.

Angaben des Kreml über das bescheidene Einkommen des Staatschefs stehen im Kontrast zu Berichten über eine Luxus-Yacht, mit der er in Verbindung gebracht wird. Für Wirbel sorgten auch Enthüllungen über ein Luxus-Anwesen am Schwarzen Meer, das Putin gehörten soll.

Ukraine-Krieg: Großbritannien will Putin-Netzwerk erkannt haben

Der tatsächliche Reichtum Putins wird nach Angaben des britischen Außenministeriums durch ein Netzwerk aus familiären Verbindungen, Freundschaften und Kontakten mit ausgesuchten Mitgliedern der russischen Elite verborgen, die wegen ihrer vollständigen Loyalität für diese Rolle ausgesucht wurden. Zu den am Freitag verkündeten Sanktionen zählen auch Strafmaßnahmen gegen Alexander Plechow, einen „engen Freund“ Putins, der die Vital Development Corporation kontrolliert.

Nach unbestätigten Berichten hat Großbritannien seit dem Beginn des eskalierten Ukraine-Konflikts Ende Februar inzwischen gegen eintausend Einzelpersonen und gegen einhundert russische Wirtschaftsbetriebe Sanktionen verhängt. Dazu zählen Oligarchen, deren Gesamtvermögen auf 135 Milliarden Euro veranschlagt wird. (lp/AFP)

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