Belgien:

Zwei Verdächtige nach Anti-Terror-Einsatz flüchtig

Polizei und Spezialeinheiten beziehen Stellung im Brüsseler Stadtteil Forest. Foto: Laurent Dubrule
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Polizei und Spezialeinheiten beziehen Stellung im Brüsseler Stadtteil Forest. Foto: Laurent Dubrule
Schwer bewaffnet und vermummt warten diese Elitepolizisten auf ihren Einsatz. Foto: Olivier Hoslet
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Schwer bewaffnet und vermummt warten diese Elitepolizisten auf ihren Einsatz. Foto: Olivier Hoslet
Mit gezückter Waffe verschanzen sich Polizisten im Stadtteil Forest auf der Suche nach dem flüchtigen Verdächtigen. Foto: Olivier Hoslet
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Mit gezückter Waffe verschanzen sich Polizisten im Stadtteil Forest auf der Suche nach dem flüchtigen Verdächtigen. Foto: Olivier Hoslet
Der Tatort in der Brüsseler Stadtgemeinde Forest wurde weiträumig abgesperrt. Zwei Straßenbahnen mussten ihren Betrieb einstellen. Foto: Olivier Hoslet
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Der Tatort in der Brüsseler Stadtgemeinde Forest wurde weiträumig abgesperrt. Zwei Straßenbahnen mussten ihren Betrieb einstellen. Foto: Olivier Hoslet
Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot von Beamten vor Ort. Hier beziehen Scharfschützen Stellung auf den umliegenden Dächern. Foto: Laurent Dubrule
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Die Polizei war mit einem massiven Aufgebot von Beamten vor Ort. Hier beziehen Scharfschützen Stellung auf den umliegenden Dächern. Foto: Laurent Dubrule
Belgische Sicherheitskräfte im Brüsseler Stadtteil Forest. Bei einem Schusswechsel im Zuge einer Anti-Terror-Razzia sind zwei Polizisten verletzt worden. Foto: Olivier Hoslet
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Belgische Sicherheitskräfte im Brüsseler Stadtteil Forest. Bei einem Schusswechsel im Zuge einer Anti-Terror-Razzia sind zwei Polizisten verletzt worden. Foto: Olivier Hoslet

Brüssel - IS-Flagge, Kalaschnikow und ein Salafisten-Buch: Nach dem tödlichen Anti-Terror-Einsatz in Belgien zeigen Entdeckungen der Ermittler in eine klare Richtung. Ein voller Erfolg war die Razzia jedoch nicht.

Bei der blutigen Brüsseler Razzia zu den Anschlägen von Paris haben Fahnder offensichtlich eine weitere islamistische Terrorzelle entdeckt.

In der Wohnung, in der am Dienstag ein Verdächtiger getötet wurde, fanden Ermittler nach jüngsten Angaben eine Flagge der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sowie ein Buch zum Salafismus. Zwei Verdächtige sind noch auf der Flucht.

Ein Team von sechs Ermittlern aus Belgien und Frankreich hatte am Dienstagnachmittag eine Wohnung in der Brüsseler Gemeinde Forest durchsuchen wollen. Dabei eröffneten mindestens zwei Männer unmittelbar das Feuer auf die Beamten. In den folgenden Schusswechseln wurden vier Sicherheitskräfte leicht verletzt.

Splitter auf kugelsicherer Weste gefunden

Nach Darstellung eines Sprechers der Staatsanwaltschaft hätte die Schießerei für die Polizisten auch weniger glimpflich enden können. "Auf einer der schusssicheren Westen wurden mehrere Spuren von Kugelsplittern gefunden", sagte er am Mittwoch.

Der getötete Verdächtige wurde den Angaben zufolge von einem Scharfschützen erschossen, als er aus einem Fenster das Feuer auf Polizisten eröffnen wollte. Neben seiner Leiche stellten die Ermittler eine Kalaschnikow, elf Magazine sowie Patronenhülsen sicher. Sprengstoff fanden sie hingegen nicht.

Bei dem Getöteten handelt es sich um einen 1980 geborenen Algerier mit dem Namen Mohamed Belkaid. Er lebte illegal in Belgien und war bislang lediglich wegen eines Diebstahl-Delikts aufgefallen.

In welcher Art und Weise die Verdächtigen in die Anschläge von Paris verwickelt gewesen sein könnten, blieb zunächst unklar. Von den Ermittlern gab es keine Hinweise darauf, dass es sich bei einem der Flüchtigen um den Franzosen Salah Abdeslam handeln könnte. Dieser steht im Verdacht, an den Anschlägen beteiligt gewesen zu sein und ist deswegen einer der meistgesuchten Terroristen Europas.

Als unklar beschrieben die Ermittler die Rolle eines Mannes, der am Dienstagabend von einer unbekannten Person mit einem gebrochenen Bein in ein Krankenhaus gebracht wurde. Der Verletzte konnte zunächst nicht befragt werden.

Bei den Anschlägen von Paris hatten am 13. November mehrere Attentäter im Konzertsaal "Bataclan", an verschiedenen Bars und Restaurants sowie am Fußballstadion im Vorort Saint-Denis zugeschlagen. Insgesamt fielen der Terrorserie 130 Menschen zum Opfer.

Belgien gilt als eine Hochburg von Islamisten in Europa. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft in Brüssel gab es seit den Pariser Anschlägen bereits mehr als 100 Hausdurchsuchungen und Dutzende Festnahmen.

dpa

Mitteilung der Staatsanwaltschaft

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