Polizei in Hamburg löst Demonstrationen auf

Vermummte Demonstranten gehen auf eine Polizeisperre auf der Hamburger Reeperbahn los. Foto: Bodo Marks
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Vermummte Demonstranten gehen auf eine Polizeisperre auf der Hamburger Reeperbahn los. Foto: Bodo Marks
Polizisten gehen in Hamburg im Schein von Leuchtkörpern gegen Demonstranten vor. Foto: Markus Scholz
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Polizisten gehen in Hamburg im Schein von Leuchtkörpern gegen Demonstranten vor. Foto: Markus Scholz
Polizisten sichern in Hamburg den Zugang zur Großen Freiheit. Foto: Markus Scholz
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Polizisten sichern in Hamburg den Zugang zur Großen Freiheit. Foto: Markus Scholz
Herausforderer: Ein vermummter Mann posiert bei den Mai-Krawallen in Hamburg. Foto: Bodo Marks
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Herausforderer: Ein vermummter Mann posiert bei den Mai-Krawallen in Hamburg. Foto: Bodo Marks
Umgestürzt und verlassen: Ein Polizeimotorrad holt sich bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" in Hamburg Beulen. Foto: Markus Scholz
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Umgestürzt und verlassen: Ein Polizeimotorrad holt sich bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" in Hamburg Beulen. Foto: Markus Scholz
Ein in Gewahrsam genommener Demonstrant sitzt gefesselt zwischen Polizisten. Foto: Bodo Marks
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Ein in Gewahrsam genommener Demonstrant sitzt gefesselt zwischen Polizisten. Foto: Bodo Marks
"Hamburg sieht rot" lautete das Motto der Demonstration in Hamburg. Später am Abend sah Hamburg vor allem Blaulicht. Foto: Bodo Marks
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"Hamburg sieht rot" lautete das Motto der Demonstration in Hamburg. Später am Abend sah Hamburg vor allem Blaulicht. Foto: Bodo Marks
Alle Jahre wieder: Wasserwerfer-Einsatz bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" in Hamburg. Foto: Bodo Marks
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Alle Jahre wieder: Wasserwerfer-Einsatz bei der "Revolutionären 1. Mai Demonstration" in Hamburg. Foto: Bodo Marks

Mit gleich zwei "revolutionären" Mai-Kundgebungen haben Linksextremisten die Hamburger Polizei in Atem gehalten. In Berlin sprang der "revolutionäre Funke" diesmal nicht über.

Hamburg/Berlin (dpa) - Die Hamburger CDU hat nach den Krawallen bei den Mai-Kundgebungen von einer traurigen Tradition der Gewalt gesprochen und ein hartes Durchgreifen gefordert.

"Wer das Demonstrationsrecht für Gewaltexzesse und Angriffe auf Polizeibeamte missbraucht, muss mit der ganzen Härte unseres Rechtsstaates verfolgt werden", erklärte der innenpolitischer Sprecher der CDU-Bürgerschaftsfraktion, Dennis Gladiator. Er forderte vom rot-grünen Senat, die Polizei angemessen auszustatten und ein Programm zur Bekämpfung des Linksextremismus zu erarbeiten.

Bei den Krawallen am Freitagabend und in der Nacht wurden nach jüngsten Angaben der Polizei 34 Beamte verletzt. 21 Demonstranten wurden vorläufig festgenommen, 41 kamen in Polizeigewahrsam. Die Polizei hatte etwa 1900 Beamte eingesetzt.

Ein Polizeisprecher bezeichnete die Krawalle als vergleichbar mit denen vergangener Jahre. Eine Besonderheit sei nur gewesen, dass sich die Randale auf zwei zeitgleiche Demonstrationen aufgeteilt habe. Die Polizei hatte die beiden Kundgebungen mit 700 beziehungsweise 1500 Teilnehmern aufgelöst, nachdem die Beamten mit Böllern, Flaschen und Steinen angegriffen worden waren. Auf beiden Seiten wurden mehrere Menschen verletzt, wie Beobachter und Polizei berichteten.

In Berlin waren die Kreuzberger Nächte rund um den 1. Mai so entspannt wie lange nicht mehr: Nach den offiziellen Zahlen erlebte die Hauptstadt die am wenigsten gewalttätigen Demonstrationen an diesem Feiertag seit fast 30 Jahren. Bei den beiden abendlichen Demonstrationen - darunter eine mit mindestens 18 000 Teilnehmern - wurden insgesamt 41 Polizisten leicht verletzt: 39 am 1. Mai, 2 in der Walpurgisnacht. Das sagte Innensenator Frank Henkel (CDU) am Samstag bei der Präsentation der Einsatzbilanz. Alle verletzten Polizisten seien im Dienst geblieben.

An beiden Tagen wurden 53 Randalierer festgenommen; die Vorwürfe lauteten in 23 Fällen auf schweren und einfachen Landfriedensbruch, in 5 Fällen auf gefährliche Körperverletzung und in 7 auf Widerstand gegen die Polizei. "Das war zahlenmäßig der friedlichste 1. Mai, den es seit Beginn der Ausschreitungen 1987 gegeben hat", sagte Henkel. Auch Berlins Polizeipräsident Klaus Kandt betonte: "Die Anzahl der verletzten Polizisten ist die niedrigste Zahl seit über 20 Jahren." In früheren Jahren hatte es teils heftige Ausschreitungen gegeben.

Demonstration Recht auf Stadt (Facebook)

Demonstration "Hamburg sieht rot"

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