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Jahresrückblick 2021: Das hat sich zum Guten gewandelt

Joe Biden
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Mit dem neuen US-Präsidenten Joe Biden ist es in den USA ruhiger geworden.

Das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu und es wird Zeit, Bilanz zu ziehen. Neben all den Katastrophen gab es in diesem Jahr auch einige gute Nachrichten.

Berlin – Corona, Klimakrise und Inflation: Das Jahr 2021 war gewiss kein einfaches, wir leben in herausfordernden Zeiten. Besonders die unbeherrschbare Coronavirus-Pandemie bereitet nun zum Jahresende vielen Menschen Sorge. Dabei war auch in diesem Jahr nicht alles schlecht. Zwischen rekordverdächtigen Corona-Inzidenzen und ernüchternden Klima-Studien, inmitten der drohenden Wirtschaftskrise und dem Chaos auf Deutschlands Intensivstationen haben sich auch viele Dinge zum Guten entwickelt. Ein positiver Jahresrückblick. 

46. Präsident der Vereinigten Staaten:Joe Biden
Geboren:20. November 1942 (Alter 79 Jahre), Scranton, Pennsylvania
Größe:1,82 m
Vizepräsidentin:Kamala Harris (2021–)

Jahresrückblick: Joe Biden und Twitter lassen den ehemaligen US-Präsident Donald Trump verstummen

„Meine ganze Seele steckt darin, Amerika zusammenzubringen, unser Volk zu vereinen, unsere Nation zu vereinigen“, sagte Joe Biden am 20. Januar 2021. Und diese Worte waren mehr als nur ein leeres Versprechen des neuen US-Präsidenten an sein Volk. Es war der Beginn eines Paradigmenwechsels in den Vereinigten Staaten. Denn mit dem Amtsantritt von Biden endete auch die krisenbehaftete Präsidentschaft von Donald Trump. Eine Entwicklung, die im Jahresrückblick 2021 nicht fehlen darf.

Seitdem ist es ruhig geworden um den Republikaner, was nicht zuletzt auch daran liegen mag, dass das Soziale Netzwerk Twitter den Account des ehemaligen US-Präsidenten Anfang 2021 dauerhaft gesperrt hat. Dort hatte sich Trump bis dato mehrfach mit fragwürdigen und provokanten Aussagen zum Weltgeschehen geäußert. 

Und Biden? Seine ersten Amtshandlungen bestanden darin, zahlreiche Dekrete seines Vorgängers rückgängig zu machen. So hat der neue US-Präsident in seinem ersten Amtsjahr eine sehr erfolgreiche Impfkampagne sowie eine strikte Corona-Strategie gefahren und die Vereinigten Staaten zurück an den Tisch der Klimakonferenz gebracht.

Jahresrückblick 2021: EU sagt Plastikmüll den Kampf an und Niedersachsen schützt das Wattenmeer

Apropos Klima: In diesem Jahr hat sich die EU mit gleich mehreren Gesetzen strikt gegen Plastikmüll positioniert. So gilt seit Anfang des Jahres ein Verbot von Einwegplastik wie Strohhalmen und Plastikbechern. Außerdem gibt es für den Export von Plastikmüll in Drittstaaten strengere Auflagen. Die Folge, die nicht nur positiv im Jahresrückblick 2021 auffallen sollte: Die Menge des Plastikmülls wird weniger und es gelangt nur noch sauberes Plastik in den Recycling-Kreislauf. 

Einen weiteren Paukenschlag in Sachen Umweltschutz hat außerdem das Land Niedersachsen in diesem Jahr beschlossen: Ab Sommer 2022 soll im niedersächsischen Wattenmeer nicht mehr nach Öl oder as gebohrt werden. Damit wird die Natur des UNESCO-Naturerbes vor Eingriffen geschützt. Grund zur Freude gibt außerdem folgender Beschluss des Bundes: Ab 2024 darf kein Glyphosat mehr in der Landwirtschaft eingesetzt werden. Das dient vor allem dem Schutz der heimischen Insekten. 

Tierschutz im Jahresrückblick 2021: Bundeskabinett will das Töten von Küken verbieten – und zwar nachhaltig

Auch für Küken war das Jahr 2021 ein gutes und darf im Jahresrückblick natürlich nicht fehlen: Das Bundeskabinett hat nach langer Debatte endlich den Weg für das Verbot des Kükentötens freigemacht. Das Happy End ist das Finale eines langen Prozesses, der mit dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts im Juni 2019 begann. Damals urteilte der Richter, dass das Töten männlicher Küken nur noch übergangsweise erlaubt sei. 

Ab dem 1. Januar 2022 ist das Töten geschlüpfter Eintagsküken nun vollständig verboten. Geplant ist außerdem, das Töten von Hühnerembryonen im Ei nach dem 6. Bebrütungstag ab dem 1. Januar 2024 ebenfalls zu untersagen.

Jahresrückblick 2021: Große Fortschritte in Sachen Gleichberechtigung und Frauenrechte

Frauenrechte und Gleichberechtigung waren in diesem Jahr ebenfalls große Themen auf der politischen und wirtschaftlichen Agenda. Denn wichtig für Jahresrückblick 2021: So sind Frauen heute deutlich öfter in Dax-Vorständen vertreten, als noch vor einem Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der gemeinnützigen Allbright-Stiftung. Demnach gab es im September 25 Vorstandsfrauen mehr als im Vorjahr. Damit fand in diesem Jahr der höchste Anstieg von weiblichen Führungskräften in den 160 Börsen-Unternehmen in Deutschland statt, der jemals dokumentiert wurde. Auch der Anteil der Top-Managerinnen stieg um 3,3 Prozentpunkte auf 13,4 Prozent. 

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2021 war aber nicht nur zahlentechnisch ein Jahr des Fortschritts für Frauen. Nichts zuletzt der neue Koalitionsvertrag enthält zahlreiche Neuerungen, die das Leben für Frauen deutlich leichter machen. Zum Beispiel die Abschaffung von Paragraph 219a – jener Paragraf, der Ärzten das Bereitstellen von Informationen zu Schwangerschaftsabbrüchen verbietet. Die Folge: Frauen können sich künftig bei einer ungewollten Schwangerschaft über ihre Möglichkeiten informieren und stärken so ihr Selbstbestimmungsrecht.

Jahresrückblick: Ampel-Regierung will Paragraph 219a streichen – und stärkt damit die Selbstbestimmung der Frauen

Neben Selbstbestimmung ging es in diesem Jahr aber auch um Mitgestaltung. So durften bei der Bundestagswahl 2021 das erste Mal etwa 85.000 Menschen mit Behinderung wählen. Ein Novum, das natürlich in keinem Jahresrückblick für 2021 fehlen sollte. Zu verdanken haben sie das dem Verein Lebenshilfe e.V., der sich jahrelang für das Wahlrecht von Menschen mit Behinderungen eingesetzt hat. 

Aber auch im Bundestag selbst hat sich durch den Regierungswechsel einiges verändert. So ist das Parlament zum Beispiel deutlich diverser geworden, es gibt mehr Abgeordnete mit Migrationshintergrund und aus Arbeiterfamilien. Außerdem sitzen mit Tessa Ganserer (Grüne) und Nyke Slawin (Grüne) erstmals auch zwei Transgender-Frauen im Bundestag.

Koalitionsversprechen der Ampel-Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) lässt nicht nur im Jahresrückblick 2021 hoffen

Und auch der Ausblick auf das kommende Jahr lässt hoffen. Denn der Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung unter Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beinhaltet viele Punkte, die schon jahrelang gefordert werden. Dazu zählen beispielsweise die Legalisierung von Cannabis, das Wahlrecht ab 16 Jahren, der Umbau des Grundsicherungssystems von Hartz IV zum Bürgergeld, der Anstieg des Mindestlohnes oder der vorgezogene Kohle-Ausstieg bis spätestens 2038. Es gibt also auch im nächsten Jahr wieder zahlreiche Gelegenheiten für positive Nachrichten. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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