Playboy-Interview

Gregor Gysi: „Bin überzeugt, dass Trump unter Minderwertigkeitskomplexen leidet“

Gregor Gysi
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Gregor Gysi nimmt in einem Interview mit dem Playboy den US-Präsidenten Donald Trump ins Visier. Er kann sich seine Politik nur mit psychischen Problemen erklären.

München - Der Linken-Politiker Gregor Gysi erklärt sich das Verhalten von US-Präsident Donald Trump mit psychischen Problemen. „Ich hatte als Rechtsanwalt über 1000 Mandanten, da kennt man die verschiedenen Typen, und bei Trump bin ich davon überzeugt, dass er unter Minderwertigkeitskomplexen leidet. Die kaschiert er“, sagte der Präsident der Europäischen Linken und Bundestagsabgeordnete in einem Interview mit dem Magazin Playboy. Zudem mache der amtierende US-Präsident „seine sexistischen Witze nur, weil er bei Frauen nicht besonders erfolgreich ist“, so Gysi, der in dem Playboy-Interview auch mehr Härte von deutscher Seite in Verhandlungen mit dem Weißen Haus forderte.

Wäre er selbst in der Verantwortung und Trump würde ihm Strafzölle auf deutsche Exportgüter ankündigen, würde er mit der Ankündigung noch höherer Strafzölle auf US-Exporte nach Deutschland reagieren, erklärte Gysi. „Und jetzt, lieber Herr Präsident, würde ich dann sagen, können wir beide noch bis 250 Prozent gehen, oder wir kehren zur Vernunft zurück. Wenn man diese Härte nicht an den Tag legt, wird man nichts erreichen.“

Gysi beklagt Verschwinden der Freikörperkultur

Im Interview bedauert Gregor Gysi außerdem, dass die Freikörperkultur schrittweise aus Ostdeutschland verschwinde. „In manchen Punkten war die DDR prüder und in anderen war sie weiter“, sagte er der Zeitschrift „Playboy“. Die Hintergründe habe ihm ein Sexualwissenschaftler erläutert, so Gysi. Einer der Gründe sei demnach, „dass die Westmänner teilweise mit einem pornografischen Blick kämen“. Außerdem wollten sich Frauen „beim FKK ja nicht vorführen“. Hinzu kämen Hotelinvestoren, die darauf drängten, dass „die Nackten verschwinden“. Das findet der 69-Jährige schade, „denn die Freikörperkultur hatte Niveau“, sie sei auch nicht wirklich erotisch. „So ein Bikini kann viel erotischer als FKK sein.“

dpa/obs

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