Grünen-Kanzlerkandidatin reagiert

Plagiatsvorwürfe: „Rufmord“ – Annalena Baerbock schaltet Promi-Anwalt ein

Annalena Baerbock will Kanzlerin werden. Der Weg dorthin ist steinig. Die Grünen-Politikern hat mit neuem Gegenwind zu kämpfen. Jetzt engagiert sie einen Anwalt.

Berlin – Ihre Kür zur Kandidatin? Einstimmig. Erteilt auf dem Grünen-Parteitag, nachdem klar war, dass sie als Kanzlerkandidatin der Grünen in den Bundestags-Wahlkampf 2021 gehen wird und nicht Robert Habeck. Seitdem aber hat Annalena Baerbock immer wieder mit Gegenwind zu kämpfen. Ihr wird die Fähigkeit zur Kanzlerin abgesprochen, weil sie keinerlei Erfahrung in der Regierung hat. Ihr geschönter Lebenslauf sorgt für Diskussionen. Und dann ihr Buch. Annalena Baerbock soll abgeschrieben haben. Jetzt reagiert die Kanzlerkandidatin von Bündnis 90/Die Grünen – mit einem Anwalt.

Politikerin:Annalena Charlotte Alma Baerbock
Geboren:15. Dezember 1980 (Alter: 40 Jahre) in Hannover
Partei:Die Grünen
Ehemann:Daniel Holefleisch
Ausbildung:London School of Economics and Political Science (2004–2005), Universität Hamburg (2000–2004)

Annalena Baerbock: Grüne Kanzlerkandidatin sieht sich Plagiatsvorwürfen ausgesetzt – jetzt reagiert sie deutlich

In gleich mehreren Fällen soll sie teilweise wortwörtlich fremde Absätze ohne Quellenverweis verwendet haben. Das will der Plagiatsgutachter Stefan Weber* über das Buch der 40-Jährigen „Jetzt. Wir wir unser Land erneuern“ herausgefunden haben. Die Grünen reagieren darauf deutlich: Parteisprecher Andreas Kappler spricht gegenüber Focus Online ganz offen von davon, dass es sich dabei um Rufmord handelt.

Plagiat oder nich? Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock geht jetzt mit einem Anwalt gegen Vorwürfe vor. (kreiszeitung.de-Montage)

„Das ist der Versuch von Rufmord. Wir weisen den Vorwurf einer Urheberrechtsverletzung entschieden zurück. Der Blogger, der bereits falsche Behauptungen zu Frau Baerbocks Abschluss verbreitet hatte, versucht erneut, bösartig ihren Ruf zu beschädigen. Bei den beschriebenen Passagen handelt es sich um allgemein zugängliche Fakten oder bekannte Grüne Positionen“, heißt es in einer schriftlichen Erklärung von Kappler, der sich auch auf Twitter noch einmal äußert.

Annalena Baerbock: Promi-Anwalt Christian Schertz vertritt Kanzlerkandidatin der Grünen – er gibt ein erstes Statement ab

Im Kern geht es der Partei um zwei Vorwürfe des Plagiatsgutachters Stefan Weber gegenüber Annalena Baerbock und ihrem Buch. Im Bezug auf die EU-Osterweiterung und den nachhaltigen Bau von Hochhäusern gibt es zwei andere Beiträge – einen in einer Publikation der Bundeszentrale für politische Bildung, den anderen im Spiegel. Einer ist nahezu wortgleich, der andere zumindest ähnlich. Beim Beitrag von Annalena Baerbock zur EU-Osterweiterung pochen die Grünen darauf, dass es sich um allgemeine Fakten und kein Plagiat handelt.

Annalena Baerbock hat nun von den Vorwürfen gegen ihre Person die Nase voll. Gestrichen voll, wie man so schön sagt. So voll zumindest, dass sie den Promi-Anwalt Christian Schertz eingeschaltet hat. Und der sagt: „Ich kann nicht im Ansatz eine Urheberrechtsverletzung erkennen, da es sich bei den wenigen in Bezug genommenen Passagen um nichts anderes handelt, als um die Wiedergabe allgemein bekannter Fakten sowie politischer Ansichten.“

Baerbock (Bündnis 90/Die Grünen): Promi-Anwalt Christian Schertz sieht statt Urheberrechtsverletzung vielmehr „eine Kampagne zum Nachteil von Frau Baerbock“

Ebenso wie Nachrichten nicht urheberrechtsschutzfähig sind, gelte dies auch für historische Tatsachen beziehungsweise „allgemein bekannte Erkenntnisse im Zusammenhang mit Ökologie und Umwelt. Diese sind sogenannte public domain. Der Vorwurf entbehrt damit jeglicher Grundlage. Es ist offenbar erneut der Versuch einer Kampagne zum Nachteil von Frau Baerbock“, konstatiert Schertz in einem offiziellen Statement. * kreiszeitung.de und merkur.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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