Energieversorgung

Ostseepipeline Nord Stream 2 wird mit Gas befüllt

Etwa eine Woche nach der Wahl 2021 wird die Ostseepipeline Nord Stream 2 befüllt. Das Verhältnis zu Russland und das umstrittene Projekt waren Bestandteil des Wahlkampfs.

Lubmin – Sie wurde über mehrere Jahre gebaut und soll den Energiefluss nach Deutschland stärken: Die umstrittene Gaspipeline Nord Stream 2 wird nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur mit Gas befüllt. Am Montag habe die Befüllung des ersten Strangs begonnen. Wie die Betreibergesellschaft Nord Stream 2 mitteilt, sei eine Erstbefüllung notwendig, bevor der eigentlich Gastransport beginnen kann.

Ostseepipeline:Nord Stram 2
Anzahl Röhren: Zwei Röhren
Transportkapazität:55 Mrd. Nm³ pro Jahr
Länge: 1230 Kilometer

Im Bundestagswahlkampf war die Ostseepipeline des häufigeren Thema: So forderte die AfD die konsequente Inbetriebnahme der Anlage, um Deutschlands Energiebedarf nachhaltig decken zu können. Die FDP schlug einen europäischen Weg vor. Dabei sollten die geltenden EU-Handelsregeln und geltenden Sanktionen gegenüber Moskau berücksichtigt werden. Die Grünen sprachen sich deutlich gegen das Projekt aus und forderten den Stopp sowie einen konstruktiven Dialog mit Russland über gemeinsame Klimaziele.

Nord Stream 2: Noch 5,6 Milliarden Kubikmeter Gas in diesem Jahr

Wann genau die Anlage nun final in Betrieb genommen werden soll, ist laut Betreiber noch unklar. Experten rechnen aber damit, dass im Oktober Gas durch die neue Trasse geliefert werden könnte. Noch in diesem Jahr will Gazprom 5,6 Milliarden Kubikmeter Gas durch Nord Stream 2 pumpen. Zukünftig sollen dann 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr transportiert werden. Insgesamt sollen so bis zu 26 Millionen Haushalte versorgt werden.

Die Ostseepipeline Nord Stream 2 wird mit Gas befüllt.

Die Befüllung der Anlage fällt in eine Zeit, in der die Energiepreise in der EU rasant steigen. Bei einem Treffen der Finanz- und Wirtschaftsminister der 10 Euro-Länder forderte unter anderem der Spanier Nadia Calvino ein gemeinsames Vorgehen. „Das ist kein Thema, das wir auf nationaler Ebene angehen können. Wir glauben, dass wir eine europäische koordinierte Antwort brauchen“, sagte Calvino vor dem Treffen in Luxemburg. Andere EU-Politiker pflichteten ihm in diesen Punkt bei.

Energiepreise in Europa: Preise steigen seit einem Jahr rasant an

Seit Beginn des Jahres sind die Gaspreise EU-weit besonders stark gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Preise im Schnitt 17,4 Prozent höher. Mehrere Mitgliedsstaaten haben bereits eingegriffen, um Haushalte von sehr hohen Strom- und Heizungsrechnungen zu schützen. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Jens Büttner

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