Nigeria wählt einen neuen Präsidenten

Amtsinhaber Goodluck Jonathan kommt mit seiner Frau Patience zur Wahl. Foto: George Esiri
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Amtsinhaber Goodluck Jonathan kommt mit seiner Frau Patience zur Wahl. Foto: George Esiri
Oppositionskandidat Muhammadu Buhari kommt zur Stimmabgabe in Daura. Foto: Stringer
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Oppositionskandidat Muhammadu Buhari kommt zur Stimmabgabe in Daura. Foto: Stringer
Rund 70 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Foto: Stringer
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Rund 70 Millionen Wahlberechtigte sind zur Stimmabgabe aufgerufen. Foto: Stringer
Nigerias Präsident Goodluck Jonathan auf dem Weg ins Wahllokal. Foto: George Esiri
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Nigerias Präsident Goodluck Jonathan auf dem Weg ins Wahllokal. Foto: George Esiri
Nigeria ist Afrikas größer Demokratie mit schweren innenpolitischen Problemen. Foto: Tife Owolabi
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Nigeria ist Afrikas größer Demokratie mit schweren innenpolitischen Problemen. Foto: Tife Owolabi
In Nigeria sind 70 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen. Foto: Tife Owolabi
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In Nigeria sind 70 Millionen Wahlberechtigte zur Wahl aufgerufen. Foto: Tife Owolabi
Polizisten in Port Harcourt stehen vor einem Wahllokal Wache. Foto: Tife Owolabi
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Polizisten in Port Harcourt stehen vor einem Wahllokal Wache. Foto: Tife Owolabi
Berufsverkehr auf einer Straße im nigerianischen Port Harcourt. Foto: Tife Owolabi
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Berufsverkehr auf einer Straße im nigerianischen Port Harcourt. Foto: Tife Owolabi

Abuja - Das bevölkerungsreichste Land Afrikas wählt einen neuen Präsidenten. Ausgerechnet ein früherer Militärdiktator hat gute Aussichten, den ersten demokratischen Machtwechsel Nigerias herbeizuführen.

Von islamistischer Gewalt bedroht und von technischen Pannen behindert haben die Nigerianer am Samstag einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament gewählt. Amtsinhaber Goodluck Jonathan, der vor der Wahl Kopf an Kopf mit Oppositionsführer Muhammadu Buhari lag, brauchte selbst mehrere Anläufe für die Registrierung. Bei mutmaßlichen Anschlägen der islamistischen Miliz Boko Haram wurden mindestens zwei Menschen getötet.

Rund 360 000 Polizisten sind im Einsatz, um Zusammenstöße zwischen Anhängern der großen politischen Lager sowie mögliche Anschläge der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram zu verhindern.

In Afrikas größter Demokratie sind rund 70 Millionen Wahlberechtigte aufgerufen, entweder den christlichen Amtsinhaber Goodluck Jonathan oder seinen muslimischen Herausforderer Muhammadu Buhari zu wählen. Belastbare Ergebnisse werden nicht vor Montag erwartet. 

Die Wahl war ursprünglich bereits für den 14. Februar angesetzt, wurde aber wegen des Terrorfeldzugs von Boko Haram im Nordosten des Landes verschoben. 

Beobachter rechnen mit einem knappen Wahlausgang. Sie räumen dem 72 Jahre alten früheren Militärdiktator Buhari gute Chancen auf einen Sieg ein. Sollte der 57 Jahre alte Amtsinhaber Jonathan tatsächlich unterliegen, wäre es der erste Wahlsieg der Opposition seit Rückkehr des westafrikanischen Lands zur Demokratie 1999.  

Wähler müssen sich zunächst in einem der rund 150 000 Wahllokale registrieren lassen. Vom frühen Nachmittag (13.30 Uhr MEZ) bis zum späten Abend können sie dann ihre Stimme abgeben. Nigerianer wählen meist nach ethnischer Abstammung und Religionszugehörigkeit. Ungefähr die Hälfte der 178 Millionen Nigerianer sind Muslime und etwa 45 Prozent sind Christen, hauptsächlich im Süden des Landes. 

Um die Präsidentenwahl für sich zu entscheiden, muss ein Kandidat neben einer absoluten Stimmenmehrheit auch mindestens 25 Prozent der Stimmen in zwei Dritteln der 36 Bundesstaaten des Landes gewinnen. 

Zur Wahl stehen zwar 14 Kandidaten, aber läuft klar auf ein Duell zwischen Jonathan und Buhari hinaus. Sollte keiner der Kandidaten die nötige Mehrheit erreichen, wäre in zwei Wochen eine Stichwahl fällig. Bislang war das noch nie nötig. Am Samstag wird auch ein neues Parlament gewählt.

Die starke Polizeipräsenz soll Ausschreitungen zwischen den politischen Lagern verhindern. Bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2011 waren bei Zusammenstößen Schätzungen zufolge rund 1000 Menschen ums Leben gekommen.

Jonathan von der regierenden Demokratischen Volkspartei (PDP) verspricht Afrikas stärkster Wirtschaftsmacht politische Kontinuität. Buhari von der Partei der Fortschrittlichen (APC) indes präsentiert sich als Nigerias Retter: Er verspricht, die grassierende Korruption einzudämmen und dem Terrorfeldzug der Boko Haram im Nordosten des Landes ein Ende zu setzen.

Die sunnitischen Extremisten sind seit 2009 jedes Jahr stärker geworden. Seither sind mindestens 14 000 Menschen bei Anschlägen und Angriffen der Islamisten getötet worden, 1,5 Millionen Menschen sind auf der Flucht.

dpa/AFP

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