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Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern bundesweites 365-Euro-Ticket

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Von: Bona Hyun

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Ein 365-Euro-Ticket und Fahrgäste und Bahn im Hintergrund
Vertreter von Kommunen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern das 365-Euro-Ticket. Die Kosten werden auf 3,5 Millionen geschätzt. (Symbolbild) © Wolfgang Maria Weber/imago

Verwaltungschefs aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein fordern ein bundesweites 365-Euro-Ticket. Am Mittwoch machten sie sich dafür stark.

Niedersachsen/ Schleswig-Holstein – Ein mögliches Nachfolgemodell? Die Region Hannover setzte sich am Mittwoch für die Umsetzung des 365-Euro-Tickets ein. Vertreter von Kommunen aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen so den Erfolg des 9-Euro-Tickets weitertragen. Die Kosten für die Investition des bundesweit gültigen Tickets werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt – die Vertreter betonen, dass die Investition zur Mobilitätswende und dringend notwendigen Reduzierung von CO₂ beitragen würde. Für die Realisierung müssten Bund, Länder und Kommunen allerdings an einem Strang ziehen.

Land im mittleren Nordwesten in Deutschland:Niedersachsen
Fläche:47.614 km²
Hauptstadt:Hannover
Bevölkerung:7,982 Millionen (2019)

Bundesweites 365-Euro-Ticket: Verwaltungschefs aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein machen sich stark

Niedersachsen und Schleswig-Holstein wollen mit ihrem Vorschlag des 365-Euro-Tickets die aktuelle Dynamik für ein bundesweit gültiges Ticket weitertragen. Drei Verwaltungschefs machten sich Mittwoch dafür stark. „Wir müssen den aktuellen Schwung mitnehmen, die Menschen im ÖPNV halten und die Nutzung des ÖPNV nachhaltig verstetigen“ wird Thorsten Kornblum (SPD), Oberbürgermeister von Braunschweig, von der Deutschen Presse-Agentur (dpa) zitiert. Regionspräsident Steffen Krach ergänzte, dass ein bundesweites 365-Euro-Ticket sowohl auf verkehrspolitischer, sozialpolitischer und klimapolitischer Ebene der richtige Weg sei. Das teilte er dem NDR mit.

Bereits jetzt fragten sich viele Verbraucher, welche günstigen Alternativen nach dem 9-Euro-Ticket infrage kommen. Die Linke erahnte düstere Zeiten nach dem 9-Euro-Ticket und forderte eine günstige Lösung für Bus und Bahn. Konkret wollten die Linken den Nahverkehr für ein Jahr billig machen. Dies soll, wenn es nach den Verwaltungschefs Steffen Krach, Ulf Kämpfer und Thorsten Kornblum geht, in Form des 365-Euro-Tickets geschehen. Wie auch das 9-Euro-Ticket würde das bundesweit einheitlichem 365-Euro-Ticketangebot für alle Verkehrsverbünde gelten.

365-Euro-Ticket soll ans 9-Euro-Ticket anschließen – Kosten werden auf 3,5 Millionen Euro geschätzt

Die Nachfrage bei der Neun-Euro-Sonderfahrkarte zeige, dass Bürgerinnen und Bürger bei günstigen Angeboten den Nahverkehr verstärkt nutzten. Mehr als 31 Millionen Mal sei das 9-Euro-Ticket bis Mitte Juli laut dpa verkauft worden. Die drei SPD-Politiker schätzen, dass mehr Menschen auf den öffentlichen Personennahvehr zurückkommen, wenn die Fahrtkosten günstig sind. Die große Nachfrage nach dem 9-Euro-Ticket sei ein Beweis dafür. Bereits Mitte Juni hatte die SPD-Fraktion das bundesweite 365-Euro-Ticket für den Nahverkehr gefordert.

Die Kosten für ein deutschlandweit geltendes 365-Euro-Ticket werden laut Mitteilung auf rund 3,5 Milliarden Euro geschätzt. Durch eine Erhöhung staatlicher Zahlungen an die Verkehrsunternehmen könnten die hohen Kosten aufgefangen werden. Nur durch gemeinsamen Beitrag des Bunds, Länder und Kommunen werden Einnahme-Einbußen kompensiert und ein Ausbau der Infrastruktur finanziert. „Dass Verbesserungen in der Infrastruktur nur langfristig erreicht werden können, darf uns nicht davon abhalten, jetzt gerade Menschen mit wenig Geld Mobilität günstig zu ermöglichen“, zitierte NDR Hannovers Bürgermeister Kämpfer.

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365-Euro-Ticket: Modell in der Region Hannover vorgelebt – Ehrenamtliche fahren für ein Euro

Berichten des NDR zufolge will die Region Hannover das 365-Euro-Ticket für einige Personengruppen zugänglich machen. Inhaberinnen und Inhabern von Ehrenamtskarten dürfen ab September für einen Euro pro Tag mit dem Öffentlichen Personen- und Nahverkehr fahren. Das wurde vergangene Woche in einer Regionalversammlung beschlossen. In der Region Hannover betreffe die Vergünstigung derzeit rund 1.500 Personen, die mindestens fünf Stunden pro Woche oder 250 Stunden im Jahr einer freiwilligen gemeinwohlorientierten Tätigkeit ohne Bezahlung nachgehen.

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